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Elektroauto-Leasing: Aktuelle Angebote & Vergleich

Studie: Herausforderungen beim Aufbau einer lokalen Batterieproduktion in Europa

16.12.2025 in Studien & Umfragen von Thomas Langenbucher | Kommentieren

ACC-Batteriemodul

Bild: ACC (Symbolbild)

Europa steht laut der Unternehmensberatung Roland Berger vor einer Richtungsentscheidung in der Batteriefertigung. Zwar wachse die Nachfrage stark, doch strukturelle Kostennachteile, regulatorische Unsicherheit und der Druck günstiger, subventionierter Importe bedrohten die Wettbewerbsfähigkeit. Ohne entschlossenes Gegensteuern drohe die Wertschöpfung dauerhaft nach China abzuwandern – mit erheblichen Folgen für Arbeitsplätze und Industriepolitik.

Bis 2035 soll die Nachfrage nach Lithium-Ionen-Batterien den Beratern zufolge in Europa auf rund 1,5 TWh steigen, das Marktvolumen auf 130 bis 150 Milliarden Euro. Trotz gedämpfter Erwartungen im Elektroautomarkt entwickelt sich Europa damit zu einem der weltweit größten Absatzmärkte. Bereits heute sind lokale Produktionsanlagen mit einer installierten Kapazität von rund 200 GWh in Betrieb, die etwa 80.000 direkte und indirekte Arbeitsplätze geschaffen haben.

Das Potenzial steht jedoch unter erheblichem Druck in Europa. Die Batterieproduktion in dieser Region leidet unter strukturellen Kostennachteilen gegenüber chinesischen Importen, hohen Anlaufkosten selbst für erfahrene Akteure sowie anhaltender Marktunsicherheit. Dazu zählen schwankende politische Signale zum Pfad Richtung Nullemissionsmobilität und eine verlangsamte Nachfrage nach Elektrofahrzeugen.

Zahlreiche angekündigte Batterieprojekte wurden in den vergangenen Jahren verschoben, eingestellt oder ganz aufgegeben. Damit verschärft sich die zentrale Frage, ob Europa den erwarteten Nachfragezuwachs in heimische Wertschöpfung ummünzen kann oder ob die Produktion weiter überwiegend außerhalb Europas stattfindet. Helfen bei der heimischen Produktion kann laut Roland Berger die Kooperation mit asiatischen Batterie-Akteuren.

„Eine enge Zusammenarbeit mit etablierten asiatischen Batterieherstellern ist für den Aufbau europäischer Kapazitäten und Wettbewerbsfähigkeit von entscheidender Bedeutung. Ihre operative und technische Erfahrung kann unsere Lernkurve erheblich verkürzen, schnellere Innovationen ermöglichen und Kosten senken“, sagt Berater Dennis Gallus.

Die Kostenherausforderung

Konkret beziffert Roland Berger den Kostennachteil lokal produzierter Batteriezellen auf etwa 9 bis 11 Euro pro Kilowattstunde (kWh) gegenüber Importen aus China. Ursache sind vor allem höhere Investitions- und Betriebskosten – für neue inländische Marktteilnehmer als auch etablierte asiatische Akteure, die in Europa produzieren. Für eine Fabrik mit 20 GWh Kapazität liegen die Zusatzinvestitionen je nach Bereich zwischen 900 Millionen und 1,1 Milliarden Euro. Hinzu kommen rund 1,5 Milliarden Euro an höheren Anlaufkosten für neue europäische Anbieter. Die Nachteile bei den Betriebskosten hängen hauptsächlich mit höheren Arbeits- und Energiekosten zusammen.

Zusätzlich verschärft eine massive Überkapazität in China den Preisdruck, da Batteriezellen dort nahe an den Grenzkosten angeboten werden. Das belastet sowohl neue europäische Hersteller als auch in der Region agierende asiatische Unternehmen.

Als weiteres Kernproblem identifizieren die Studienautoren regulatorische Unsicherheit und eine fragmentierte Industriepolitik. Es fehle an einer kohärenten, EU-weiten Batteriestandortstrategie mit langfristig verlässlichen Signalen. Instrumente wie der Net Zero Industries Act (NZIA) oder der Critical Raw Materials Act (CRMA) seien zwar relevant, wirkten aber wegen langsamer Umsetzung, fehlender Verbindlichkeit und begrenzter Anreize für lokale Wertschöpfung nur eingeschränkt.

Besonders belastend seien komplexe Genehmigungsverfahren und nicht auf Akkufabriken zugeschnittene Vorgaben, etwa bei Brandschutz und Bauvorschriften. Hunderte Einzelregelungen und der Kontakt zu zahlreichen Behörden verzögerten Projekte und erhöhten die Kosten. Ein zentraler Ansprechpartner, verantwortlich für die Erleichterung und Koordinierung des gesamten Genehmigungsverfahrens, existiere in der Praxis meist nicht.

Warum eine lokale Batterieindustrie wichtig ist

Dabei ist der strategische Nutzen einer lokalen Batterie-Wertschöpfung aus Sicht von Roland Berger erheblich. Sie stärkt laut den Beratern Europas Unabhängigkeit in Schlüsselindustrien wie Automobil, Energie und Verteidigung. Die Batterieindustrie habe zudem das Potenzial, einen bedeutenden Beitrag zur europäischen Wirtschaft zu leisten.

Gelingt es, die bestehenden Hürden zu überwinden, könnten bis 2035 bis zu 310.000 Arbeitsplätze entstehen und rund 75 Milliarden Euro zur Wirtschaftsleistung beitragen, so die Berater – aber nur mit entschlossenen regulatorischen Eingriffen und einer koordinierten Strategie aller Beteiligten. Derzeit umfasse das Batterie-Ökosystem etwa 80.000 Jobs und generiere rund 9 Milliarden Euro Wertschöpfung entlang der gesamten Kette von Rohstoffen bis Recycling- und Wiederverwendungsprojekten.

„Eine robuste lokale Batterieindustrie ist für die strategische Unabhängigkeit Europas in kritischen Sektoren unerlässlich, um die Abhängigkeit von externen Quellen zu verringern und geopolitische Risiken zu mindern. Sie hat außerdem das Potenzial, Hunderttausende von Arbeitsplätzen zu schaffen und den inländischen Wert in der gesamten Region erheblich zu steigern“, so Berater Wolfgang Bernhart.

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Via: Roland Berger (ENG)
Tags: Batterie, EuropaAntrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

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