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VW-China-Vorstand: „Deutschland muss Fokus auf Forschung und Entwicklung wieder stärken“

23.04.2026 in Autoindustrie von Thomas Langenbucher | 2 Kommentare

VW-ID.3-Neo-Cockpit

Bild: VW

Bei Verbrennerautos war Volkswagen lange Markführer in China. Mit Elektroautos hat man dagegen bisher nur überschaubaren Erfolg, hier führen die einheimischen Marken. Die aufstrebenden chinesischen Hersteller machen es dem Traditionskonzern zunehmend auch in anderen Ländern schwer. Dazu äußert sich Volkswagen-China-Vorstand Ralf Brandstätter ausführlich im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ).

Von rund 30 Millionen in China produzierten Fahrzeugen gingen laut dem Manager etwa sechs Millionen ins Ausland, in diesem Jahr voraussichtlich sieben Millionen. Der größere Teil entfalle weiterhin auf günstige Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, zugleich nehme der Anteil der E-Fahrzeuge zu. Besonders stark sei die Präsenz chinesischer Fahrzeuge im globalen Süden. Die Welle reiche von Südostasien über den Nahen Osten und Afrika bis nach Südamerika und präge dort zugleich technologische Standards.

Mit Blick auf den weltgrößten Automarkt sagt Brandstätter: „Wir haben uns in den letzten drei Jahren mit unserer ‚In China, für China‘-Strategie auf den sehr harten Wettbewerb im Markt ausgerichtet. Mit dieser Kostenbasis können wir für den Konzern jetzt neue Märkte erschließen.“

Hinsichtlich geopolitischer Spannungen verweist der Manager auf ein robusteres Geschäftsmodell. VW entwickle und baue seine Autos in China komplett vor Ort, mit eigener Software-Architektur und eigenen Plattformen. Zugleich entstünden zwei Technologie-Sphären für Westen und Osten mit unterschiedlichen gesetzlichen Vorgaben und Standards. Der Konzern habe dafür eigenständige technische Lösungen und Partner für die Regionen aufgebaut.

„Wir kommen sicher nicht zu den Superrenditen früherer Jahre zurück“

VW habe seine Kapazitäten an die Markterwartungen angepasst und treibe die Umstellung der Werke auf E-Mobilität voran. Im laufenden Jahr solle im Durchschnitt alle zwei Wochen ein neues E-Fahrzeug auf den Markt kommen, fast alle in China entwickelt. Im ersten Quartal habe man im Wettbewerbsvergleich „ordentlich“ abgeschnitten, vor allem mit Verbrennern. „Wir kommen aber sicher nicht zu den Superrenditen früherer Jahre zurück. Diese Zeiten sind vorbei. Dafür ist der Wettbewerb in China mittlerweile viel zu groß“, räumt Brandstätter ein.

Bei Elektroautos will VW den eigenen Marktanteil ausbauen, rechnet aber erst schrittweise mit spürbaren Effekten. Viele neue Produkte kämen erst in der zweiten Jahreshälfte, die volle Wirkung der Modelloffensive werde 2027 erwartet. Im Verbrennergeschäft liege der Marktanteil bei 22 Prozent. Ziel sei es, führender internationaler Hersteller in China zu bleiben und zugleich zu den drei führenden Unternehmen im Markt zu gehören. „Das ist ein Marathon“, betont Brandstätter.

Für den Gesamtmarkt erwartet VWs China-Topmanager eine Bereinigung nicht kurzfristig, sondern eher mittelfristig gegen Ende des Jahrzehnts. Kleinere Unternehmen dürften es schwerer haben, wiederholt zu investieren, ohne Gewinne zu erzielen. Zugleich habe die chinesische Regierung das Regelwerk verschärft, gehe stärker gegen unfaire Wettbewerbspraktiken vor, fahre Subventionen auf Provinzebene zurück und verlange, dass Zulieferer innerhalb bestimmter Fristen bezahlt werden.

Unterschiedliche Kundenerwartungen in China und Europa

Als einen zentralen Unterschied zwischen China und Europa beschreibt Brandstätter die Erwartungen der Kunden. In China seien Neuwagenkäufer im Durchschnitt 34 Jahre alt und mit fortschrittlicher Digitalisierung aufgewachsen. Das Auto werde dort als Erweiterung des Lebensraums wahrgenommen, digitale Funktionen, Unterhaltung und Einbindung in das digitale Ökosystem seien entsprechend wichtig. In Europa liege das Durchschnittsalter von Neuwagenkäufern bei 54 Jahren, das Auto sei in der Breite vor allem ein Transportmittel. Unterschiede gebe es auch bei Assistenzsystemen und beim Einsatz von Sprache, Bildschirmen und analogen Bedienelementen.

Technologische Fähigkeiten ließen sich nicht ohne Weiteres von China nach Europa übertragen, weil regionale Anforderungen verschieden seien. In der Volksrepublik finde Verkehr vor allem bei niedrigen Geschwindigkeiten statt, in Deutschland müsse Technik auch bei hohen Geschwindigkeiten zuverlässig funktionieren. Zugleich überträgt VW Brandstätter zufolge Prozesse aus China nach Deutschland, etwa schnellere Entwicklungszyklen und eine stärker softwaregetriebene Fahrzeugentwicklung. In China bringe man Fahrzeuge in 24 bis 36 Monaten auf die Straße.

Mit Blick auf den neuen Fünfjahresplan sieht Brandstätter in China einen klaren Schwerpunkt auf Innovationen. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung sollen jährlich um sieben Prozent steigen, ein großer Teil davon fließe in Künstliche Intelligenz, Quantencomputing und Robotik. Für Deutschland fordert er einen stärkeren Fokus auf Forschung und Entwicklung sowie mehr Verlässlichkeit in der Umsetzung großer Transformationsthemen. Als Beispiel nennt Volkswagens China-Vorstand die langfristig festgelegte Förderung von Elektroautos in China bis 2027.

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Via: FAZ
Tags: China, EuropaUnternehmen: VW
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. simon meint

    23.04.2026 um 12:48

    Wir haben eine gute Forschung, aber es kommen dabei viel zu wenige Firmen dabei heraus. Das liegt an Firmen wie VW die aus Arroganz, Risiko, sowie das festhalten an zeitlich begrenzen Technologien welche mehr Gewinn bringen. Das zweite ist die Politik welche bei PV, Wind usw Marktführerschaften verspielt. DE war auch mal führend bei LFP Zelle.

    Antworten
    • Jörg2 meint

      23.04.2026 um 13:20

      Dem stimme ich vollumfänglich zu.

      Als Ergänzung: Es liegt auch viel daran, dass „die Großen“, der Politik die Lobby-Mohrrübe von „Leuchturmprojekt“ und „Technologieführerschaft“ vorhaltend, sehr sehr große Teile von Fördermitteln ergebnisfrei aus dem Markt nehmen und „die kleine Garage“ auf das Ersparte von Omma angewiesen ist.
      Man sehe sich nur die regelmäßigen „Auswertungen“ zum Thema „innovativstes Unternehmen“ an….

      Antworten

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