Der flämische Verkehrsdienstleister De Lijn mit Sitz im belgischen Mechelen setzt in seiner Unternehmensstrategie auf Elektromobilität. Seit 2022 werden ausschließlich Elektro-Busse beschafft und spätestens 2035 soll die Omnibusflotte vollständig lokal emissionsfrei unterwegs sein. Dazu tragen insbesondere Daimler Buses und BYD bei.
Mitte Dezember schlossen De Lijn und Daimler Buses einen Rahmenvertrag über die Lieferung von 500 Elektro-Bussen ab. Dabei bestellen die Belgier bereits 80 Mercedes-Benz eCitaro, die ab Anfang 2027 ausgeliefert werden sollen. Es bleibt ein Kontingent von bis zu 420 Bussen übrig, das der ÖPNV-Betreiber in den kommenden Jahren abrufen kann. Die ersten Fahrzeuge werden ab dem ersten Quartal 2027 erwartet.
De Lijn hat auch 268 E-Busse bei BYD Europe bestellt, die ab dem zweiten Quartal 2027 schrittweise geliefert werden sollen. Damit wird ein Rahmenvertrag mit dem chinesischen Konzern von 2023 über ebenfalls 500 E-Busse voll ausgeschöpft. „Die ersten Betriebserfahrungen mit den bereits von BYD Europe gelieferten E-Bussen waren positiv. Daher hat De Lijn beschlossen, eine dritte Bestellung aufzugeben“, teilt das flämische Unternehmen mit.
Vlaamse Vervoermaatschappij De Lijn, so der vollständige Unternehmensname, zählt zu den größten öffentlichen Verkehrsbetrieben in Belgien und befördert jährlich mehr als 400 Millionen Fahrgäste. Zum eigenen Fahrzeugbestand gehören rund 2200 Busse und rund 400 Straßenbahnen. Man hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2035 einen vollständig emissionsfreien öffentlichen Nahverkehr anzubieten. Dazu soll die gesamte Busflotte bis 2035 elektrifiziert werden.
„Sowohl die E-Busse von BYD als auch die Fahrzeuge von Daimler und Mercedes werden mit der typischen De Lijn-Ausstattung ausgestattet sein, die sich praktisch zum europäischen Standard entwickelt hat“, erklärt De-Lijn-CEO Ann Schoubs . „USB-Ladestationen und eine elektrische Rampe für Fahrgäste mit eingeschränkter Mobilität gehören bei uns seit vier Jahren zur Standardausstattung und werden auch bei unseren Kollegen im In- und Ausland immer üblicher. Auch unser verbessertes Fahrerhaus mit voll verstellbarem, belüftetem und beheiztem Fahrersitz, Seitenkameras anstelle von Spiegeln und fortschrittlichen Sicherheitsfunktionen ist mittlerweile Standard.“
Die E-Bus-Bestellungen bei Daimler Truck und BYD ermöglicht De Lijn eine 400-Millionen-Euro-Investition der flämischen Regierung. „Dank der zusätzlichen 400 Millionen Euro bestellt De Lijn in diesem Jahr über 630 neue Elektrobusse (die bereits im Frühjahr bestellten 290 Busse sowie die 268 und 80 weiteren, die jetzt folgen), modernisiert sein Angebot und verbessert seine Fahrgastdienste. Man denke beispielsweise an die Bordbildschirme mit Echtzeit-Fahrgastinformationen“, so die flämische Ministerin für Mobilität und öffentliche Arbeiten, Annick De Ridde.

Paule meint
Jetzt hat sich doch wirklich der Klingbeil darüber aufgeregt dass man nicht bei deutschen Unternehmen bestellt. Lache ich mich schlapp als wenn Daimler ein deutsches Unternehmen wäre.
größten Einzelaktionäre die chinesische BAIC Group (ca. 10 %), der Investor Li Shufu (ca. 9,7 %) und der Staatsfonds von Kuwait (ca. 6,8 %), auch blackrock dabei.
„Ich wünsche mir einen gesunden Standort-Patriotismus. “
Genau, die Bahn soll sich mal an uns ein Beispiel nehmen. Ein Auto aus Grünheide zu kaufen ist ein solcher Standortpatriotismus 😜
Jörg2 meint
Vor kurzer Zeit gab es schon eine Meldung, dass in einer Bus-Großbestellung neben Daimler(?) auch BYD einen Teil bekommenn hat (und auch ein zweiter Anbieter aus China).
Da sicherlich die gleichen Ausschreibungseckpunkte vorliegen, gehe ich daher davon aus, dass die chinesischen Anbieter hier bereits mithalten können. Das BYD-Werk steht zwar in der EU, aber leider nicht in D.