Die Allianz Arena hat Ende 2025 auf dem Busparkplatz zwei Ladesäulen für elektrische Lkw in Betrieb genommen. Michael Voll von MAN Transport Solutions beschreibt den Standort als logistisch geeignet, weil er direkt am Autobahnkreuz München Nord liegt, einem stark frequentierten Lkw-Korridor mit bis zu 10.000 Fahrzeugen täglich.
Technisch verweist Voll auf ein leistungsstarkes Stromnetz der Arena, das außerhalb der Spieltage nur gering ausgelastet sei. Dadurch sieht er Voraussetzungen für Hochleistungs- und künftig Megawattladen. Für Flottenbetreiber bedeute das „minimale Streckenabweichung, maximale Ladeeffizienz“.
Der Nutzfahrzeug-Ladestandort an der Allianz Arena umfasst vier Lkw-Ladebuchten, zwei Ladesäulen mit einer installierten Ladeleistung von zweimal 400 Kilowattstunden (kW) sowie unter anderem „sicheres Parken“ und eine Toilette. An Spieltagen des FC Bayern München ruht der Ladebetrieb für E-Lkw derzeit noch. Jürgen Muth, Geschäftsführer der Allianz Arena, erklärt, dass bereits für die Zukunft geplant werde, um auch Fanbussen mit Elektroantrieb Infrastruktur bieten zu können.
Die Allianz Arena ist Eigentümerin der Ladeeinrichtungen. Beim Betrieb der Ladesäulen wird sie von Milence unterstützt, das Expertise in der Elektrifizierung des schweren Güterverkehrs einbringt. Milence ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck, Traton Group (mit MAN und Scania) sowie Volvo Group. Ziel ist der Aufbau eines öffentlichen Hochleistungs-Ladenetzwerks.
„Wichtiger Knotenpunkt für E-Lkw“
Muth sieht die Münchner Allianz Arena durch leistungsstarke Ladepunkte als Knotenpunkt für Elektro-Lkw im Fernverkehr. Langfristig sollen auch Elektro-Reisebusse, etwa für Fan-Clubs oder Mannschaften, laden können – dies soll auch die CO2-Bilanz der Spieltage verbessern.
MAN begleitete das Projekt von Beginn an. Dazu gehörten Netzlastanalyse, Leistungsdimensionierung und Integration der Megawatt-Ladeinfrastruktur. Das Team modellierte Lastverläufe, Anwendungsszenarien, Verkehrsprofile und Energieflüsse. Als Herausforderungen nennt Allianz-Arena-Chef Muth die technische Anbindung an das Hochspannungsnetz und die Integration in den regulären Stadionbetrieb. Die Leistungsanforderungen beim gleichzeitigen Laden mehrerer schwerer Lkw seien enorm gewesen.
Das Zielbild ist ein stufenweiser Ausbau. Nach dem Start der aktuellen Säulen soll der Bedarf kontinuierlich geprüft werden. Langfristig soll der Ladepark als Vorbild für weitere Ladepunkte dienen, etwa bei anderen Sportstätten vor allem in Deutschland.
MAN-Manager Voll sagt, viele europäische Stadien erfüllten Voraussetzungen für Lkw-Ladeinfrastruktur: große Netzanschlüsse, niedrige Auslastung außerhalb von Eventtagen, ausreichend Fläche und oft gute Straßenanbindung. Nötig seien unter anderem ein belastbarer Mittelspannungsanschluss, Lastmanagement-Strategien, flexible Betriebskonzepte und Partner mit Know-how.

South meint
Um es mal Platt auszudrücken… der drei wichtigsten Punkte fehlen. Wichtig sind.
Lage, Lage, Lage….
Infrastrukur schaffen heisst nicht, dass die Ladsäulen da stehen sollten, an welchem die Vorraussetzungen günstig sind, sondern dort, wo sie von den Lastwagen benötigt werden.
Gut, kann jetzt nicht abschätzen, ob Stadien da wirklich praktisch sind, aber man muss Laden können, wo man als Laster eh rumsteht / Pause macht….
eBikerin meint
Die Allianz Arena liegt exakt am Autobahn München Nord. Also schon praktisch für die Ruhepause. Und beliefert wird die Arena ja auch. Und wenn das dann noch für die Fan-Busse nutzbar wird, weiß ich nicht was es da zu meckern gibt.
M. meint
„Michael Voll von MAN Transport Solutions beschreibt den Standort als logistisch geeignet, weil er direkt am Autobahnkreuz München Nord liegt, einem stark frequentierten Lkw-Korridor mit bis zu 10.000 Fahrzeugen täglich.“
Aber was weiß der schon, verglichen mit Kommentartoren auf dieser Seite?
eBikerin meint
Ja vielleicht kann der einfach nicht auf ne Strassenkarte schauen ;-)
simon meint
und viele Stadien liegen auch an der Autobahn