Die chinesische Marke Hongqi nimmt künftig auch den europäischen Markt ins Visier. Auf der IAA Mobility 2025 in München stellte das Unternehmen im September das Mittelklasse-SUV EHS5 vor, das auch hierzulande angeboten werden soll. Weitere Modelle könnten folgen – darunter später auch mit Festkörperbatterie.
Akkus mit festem statt flüssigem Elektrolyt versprechen insbesondere eine höhere Energiedichte, schnelleres Laden und verbesserte Sicherheit. Die Technologie könnte einem Bericht zufolge Ende 2027 in elektrischen Autos der FAW-Marke Hongqi eingesetzt werden, die bisher vor allem im Heimatmarkt für Staatslimousinen bekannt ist.
Von welchem Hersteller die neuen Akkus für Hongqi kommen sollen, ist bislang laut Electrive nicht bekannt. Die Marke soll aber von der Mitgliedschaft des Mutterkonzerns FAW in einem chinesischen Industriekonsortium profitieren, das 2024 seine Arbeit aufgenommen hat und mit staatlicher Unterstützung die Entwicklung von Festkörperbatterien vorantreiben soll.
Gründungsmitglieder des Konsortiums waren neben den staatlichen Autoherstellern FAW und SAIC auch der private Autohersteller Geely, der private Auto- und Batterieproduzent BYD und die beiden reinen Akkufertiger CATL und WeLion. WeLion hat kürzlich einen Fortschritt in der Festkörperbatterie-Entwicklung gemeldet und im Labor eine Energiedichte von 824 Wh/kg erreicht. Anfangs werden herstellerübergreifend aber eher 300 bis 400 Wh/kg für die ersten Serienprodukte erwartet. Herkömmliche LFP-Zellen (Lithium-Eisenphosphat) kommen dagegen meist auf eine Energiedicht von 150 bis 180 Wh/kg.
FAW hat nach Informationen von CarNewsChina nun die Testproduktion von 66-Ah-Festkörperakkus abgeschlossen und arbeitet mittlerweile mit 27 Industriepartnern in den Bereichen Forschung, Entwicklung und Testen solcher Batterien zusammen. Diese Prototyp-Zellen werden laut dem Bericht für den Einsatz in High-End-Limousinen und SUVs der Marke Hongqi validiert. Sie könnten zunächst zum Beispiel als spezielle Lösung für lange Strecken ohne Zwischenaufladung angeboten werden. Ab Ende 2027 soll es eine Kleinserienfertigung von Flaggschiff-Limousinen und SUVs der Marke Hongqi mit den Festkörperakkus geben.

Fuji meint
Auf Car News China gab es ja kürzlich einen großen Bericht über den aktuellen Stand der Solid State Batterien. Die chinesischen Experten beschreiben darin massive Sicherheitsprobleme bei der Technologie, für die es noch keine Lösungen gebe. Die Prototypen hätten beispielsweise immer noch eine sehr hohe thermische Instabilität. Wer sich für die Details interessiert, dem empfehle ich den Artikel (CarNewsChina, Forococheselectricos). Ich vermute, es wird noch länger nichts damit in der Serie.
Future meint
Ist China doch nicht so voraus mit ihrer Technologie? Und dann noch öffentlich zur Niederlage gegen die westliche Welt bekennen, das hat sicher schlimme Konsequenzen für die Redaktion von CarNewsChina.
Future meint
Das Thema wird in China unter den Experten eben diskutiert. Das ist was ganz normales. Ich empfehle, nicht nur immer die Pressemitteilungen der Hersteller zu lesen. Die Portale im Ausland sind bei einigen Themen einfach besser informiert – das ist bei den Themen zur Zellentwickkung besonders auffällig. Der Vorsprung beträgt etwa 10 Jahre in China, wird hier häufig behauptet.
Fuji meint
Wer behauptet das hier? Es müssen mindestens 11 sein,
10 Jahre nehmen schon die Tesla Fans für sich in Anspruch.
Yupi meint
Staatliche Autofabrik rote Fahne für Parteikader der KP China. Wird hier sicherlich nicht erfolgreich.
Fuji meint
Auch im Bereich Festkörperbatterien wird China der Benchmark, das ist beeindruckend!
Europa bleibt wieder nur nur der neidische Blick gen Fernost. Während hier noch bescheiden geforscht wird, skaliert man dort schon die Produktion hoch. Exzellent!
Mary Schmitt meint
Sagen wir mal so: Zumindest erklärt sich deine gescheiterte Karriere gut durch solche Einlassungen. Denn „entgangen“ sind dir fahrfertige Prototypen der deutschen Hersteller, während China nur im Tesla-Stil Ankündigungen bringt.
Fuji meint
Wie sollte er denn auch Karriere machen, wenn er immer nur nachplappert? Ich vermute, er ist bei VW, wie so viele andere auch, und gehört dort zu den vielen, die den Wandel einfach nicht wahrhaben möchten.
Future meint
Du sprichst von dir in der dritten Person? Beeindruckend!
Andreas meint
Übernächstes Jahr und er redet jetzt von Produktion hochskalieren, kannst dir nicht ausdenken.
Paule meint
Hat er vom VW-Speech zur Zellproduktion (in 6 Werken angekündigt) gelernt. Ein paar Klötzer in Salzgitter, und schon wird der Markt gnadenlos aufgerollt – so kann man hier lesen.
Future meint
Kommt nicht, so sagt mein Führungsoffizier. Aber auf der großen Silvesteransprache der KP erfährt die westliche Welt mehr. Der Countdown läuft!
Future meint
Hier bei mir in Westdeutschland gibt es keine komischen Führungsoffiziere. Aber ich vermute, dass der falsche Future einfach ein Problem mit der Meinungsvielfalt in der woken Gesellschaft hat.
Tinto meint
Entfernt. Bitte verfassen Sie konstruktive Kommentare. Danke, die Redaktion.