Die weltweite Verbreitung von Elektrofahrzeugen beschleunigt sich. Damit wächst der Bedarf an einer leistungsfähigen Ladeinfrastruktur. Vor allem die USA und China verzeichnen laut den Analysten von GlobalData eine schnelle Zunahme von E-Fahrzeugen, unterstützt durch umfangreiche öffentliche Investitionen in Ladesäulen.
Der globale Markt für Ladeinfrastruktur soll dem Bericht zufolge stark wachsen. Die Zahl der installierten Ladepunkte wird demnach von 5,8 Millionen Einheiten im Jahr 2025 auf 11,0 Millionen im Jahr 2030 steigen. Das entspricht einer jährlichen Wachstumsrate von 13,6 Prozent.
Die steigende Stromnachfrage durch mehr Elektrofahrzeuge erhöht den Druck, öffentliche Ladeangebote auszubauen. GlobalData betont, dass Investitionen zunehmend in Schnelllademöglichkeiten fließen. Ziel sei es, mit dem Wachstum der E-Fahrzeugflotten Schritt zu halten und die Infrastruktur an den steigenden Energiebedarf anzupassen.
„Der globale Ausblick für batterieelektrische Fahrzeuge bleibt stark, gestützt durch steigende Verbraucherakzeptanz, rasche technologische Fortschritte und unterstützende staatliche Maßnahmen“, sagt Rehaan Shiledar von GlobalData. Die weltweite E-Flotte wachse entsprechend bestehender politischer Rahmenbedingungen, was auch die Nachfrage nach Batterien erhöhe.
Durch die steigende Verbreitung von E-Fahrzeugen gewinne auch die Vehicle-to-Grid-Technologie (V2G) an Bedeutung. Sie ermöglicht es Elektrofahrzeugen, gespeicherte Energie aus ihren Batterien wieder ins Stromnetz einzuspeisen. V2G ist Teil einer umfassenderen Integration von Fahrzeugen und Stromnetzen und kann Haushalte, Gewerbe und andere Verbraucher versorgen.
Mit dem erwarteten weiteren Marktwachstum steigt auch die Belastung der Stromnetze. Versorger müssten Transformatoren, Umspannwerke und Verteilnetze ausbauen, erklärt Shiledar. „Der Einsatz intelligenter Netzlösungen wie Smart Charging und Vehicle-to-Grid-Technologien kann dazu beitragen, das Laden an die Netzbedingungen anzupassen, Spitzenlasten zu reduzieren, die Netzstabilität zu unterstützen und eine stärkere Integration erneuerbarer Energien zu ermöglichen.“

R2D2 meint
Steigender Absatz an E Autos treibt also den Ausbau von Ladestationen an. Für mich persönlich die Meldung des Jahres.
Daniel S meint
„ Durch die steigende Verbreitung von E-Fahrzeugen gewinne auch die Vehicle-to-Grid-Technologie (V2G) an Bedeutung.“
Wäre doch schön es würde etwas von den H2 Miliarden in die V2G Entwicklung angezweigt. Ein Wachstumsmarkt bei dem viele Kunden sehnlichst auf bezahlbare Lösungen warten. Z. B. Ich.
Steffen meint
So, ich hatte jetzt auch erstmals ca. 1.500 km fernab der eigenen Wallbox zurückgelegt um die Weihnachtszeit. Die Hinfahrt war okay, eine günstige schnelle EWE-Ladesäule bei McDonald’s an der Autobahn. Im Zielgebiet zeigten sich bei EnBW vor REWE erste Probleme: Wenn bereits drei IDs mit der Ladebuchse rechts auf 8 Ladeplätzen stehen, dann bleibt aufgrund des kurzen Kabels nur noch eine übrig.
Auf der Rückfahrt bei EnBW an der Autobahn gab’s nur nen 150 kW und nen 50 kW-Lader. Beim 150er war ein Ladeplatz belegt und der andere kaputt. Der 50er war 1x Chademo, einmal CCS und einmal Typ 2. Auch der 50er war belegt, der 22er wollte nicht mit dem Laden starten (liegt das vielleicht an meinem 11-kW-Standard-VW-Kabel?). Danach umgeparkt und am 50er 10 kWh geladen. Weniger gute Erfahrung…
Außerdem total nervig: So gut wie bei jedem Ladevorgang stand ein abgeschlossener blockierender Verbrenner auf den Ladeplätzen. Kann man die eigentlich entfernen lassen?
Future meint
Ich mache das auf der (seltenen) Fernstrecke nur noch so, dass ich einen Ladepark mit mindestens 10 Säulen an der Autobahn aussuche. Alternativ gehen auch Standorte mit vielen Säulen von verschiedenenen Anbietern in der Nähe. Da ist dann meistens was frei.
Die blockiernden Verbrenner sind immer noch eine Pest – gerade für Leute wie mich, die auf die öffentlichen Säulen angewiesen sind. Jede Kommune regelt das auch anders. In Hamburg war das früher so, dass man immer das nächste Polizeirevier anrufen konnte und dann wurde sofort abgeschleppt. Das hat sich auch rumgesprochen.
Meine Stadt macht das nicht. Als es noch nicht so viele öffentliche Säulen wie heute gab, habe ich dann beim Ordnungsamt angerufen und gefragt, ob ich mich zum Laden dann auch mal falsch hinstellen darf, um so trotz Blockierer noch das Kabel einstecken zu können.
Steffen meint
Ich bin ja schon froh, wenn mein Navi nach bevorzugten Anbietern filtern könnte (über App ja, über Navi selbst nein, VW halt). Nach Größe des Ladeparks filtern wäre wohl zu viel verlangt. ;-) Und eine Routenvorbereitung mit Entfernungen messen, Verbrauch schätzen und Ladesäulen aufschreiben, dazu hab‘ ich auch kein Bock.
Ich frage mich wohl, ob man bei REWE oder McDonald’s die Autonummer ausrufen lassen kann mit der Drohung, dass sonst abgeschleppt wird? :-D Aber hängt wohl davon ab, wer rechtlich der Betreiber ist bzw. wer zuständig ist: Der Parkplatz gehört REWE/McDonald’s, aber der Betreiber ist die Energiegesellschaft – wer ist da wohl zuständig für Ordnung zu sorgen? ;-)
Paule meint
Schön wäre es, wenn sich die Autohersteller auch um ein flächendeckendes Ladenetz für Ihre Kunden kümmern würden. Stelle mir das so vor: Man gibt sein Ziel ein, der Bordcomputer berechnet die Strecke, berücksichtigt dabei Dynamisch Parameter wie Verbrauch Temperatur, Geographie, Wind usw. Dann werden die passenden Ladesäulen vorgeschlagen, Akku automatisch vortemperiert, die benötigte Ladezeit berechnet und an der app informiert, wenn fertig. Wenn dann noch vorab die Auslastung und Funktionsbereitschaft der Säulen angezeigt und in der Navigation berücksichtigt wird – das wär was! Und wenn das ganze sogar ohne Android Auto läuft, keine Ladekarte oder Abo, Stecker rein und los – das wäre das Sahnehäubchen.
So ein Auto würde ich jedenfalls sofort kaufen. Aber so kompliziert wie Du das beschreibst, nö, danke.
Future meint
Nicht jedes Auto ist so intelligent, Paule. Ich bin ja auch noch unterwegs mit einem BMW seit 2017 und da hat man sich an die Planung gewöhnt, an die man sich halten muss auf der Fernstrecke, damit es mit dem kleinen Akku auch gut klappt.
Steffen, bei McD lade ich seit Jahren auch sehr gerne, weil die auch von Anfang an mit EWE stark ausgebaut haben und der Kaffee aus dem Siebträger von Cimballi kommt. Auf den Parkplätzen ist das Blockieren ein Problem, wenn die Säulen nah beim Eingang stehen. Wenn sie weit weg stehen, sind sie bei McD eigentlich nie blockiert. Das wäre dann auch noch eine Option, die bei der Auswahl der Säulen im Menü helfen würde.
Lindenstrom meint
Versuch es doch mal mit der App ABRP (A Better Route Planer). Sie läuft über Apple Car Play (bzw. mit Android) und gibt Dir alle Anbieter-Filter die du brauchst. Sie liest den SOC des Autos und navigiert dich an entsprechende Ladestationen. Man sieht auch, wie viele Ladepunkte dort existieren und wie viele davon aktuell belegt sind. Kostet mtl. wenige Euro und kann mtl. gekündigt werden.
R2D2 meint
Steffen.
Ein Tipp, fahre nur Ladeorte mit min. 12 bis 40 Ladesäulen an… schont nerven und man ist früher am Ziel.
Steffen meint
Dann ist dort entweder die Batterie noch halb voll oder der Ladepark gehört nicht EnBW oder EWE, sprich, ich zahle höhere Preise. Außerdem kann mein Navi danach nicht filtern. Ich will aber auch nicht ständig auf Autobahnparkplätze rausfahren um mit zusätzlichen Apps zu checken, ob innerhalb der nächsten 150 km ein passender Ladepark meiner bevorzugten Anbieter vorhanden ist. Ein gutes Navi mit vielen Filtermöglichkeiten wäre hier echt von Vorteil…da ist VW leider noch nicht so weit.
R2D2 meint
Wir planen das kurz zuhause, Tage vor Abfahrt.
Solche me too Standorte mit unter 4 Stecker meiden wir grundsätzlich. Ausser man fährt echt direkt dran vorbei, sieht das die frei sind und es grad passt zu passieren.
Auf fernstrecke muss bei uns auch nie jemand was essen oder so. Am Ziel wartet eh ein hotel oder Bekannte.
Mike meint
Hey, warum nicht gleich mind. 100 Ladesäulen als Mindestbedingung festlegen?
R2D2 meint
Bist noch nicht lange dabei, oder?
Uwe meint
Warum quält ihr euch so?
Nutzt doch einfach die Supercharger ;-)
Steffen meint
Zu teuer. Und mit dynamischen Tarifen nicht mal berechenbar.
Nabilio meint
Also irgendwie hast du entweder nur Pech gehabt, oder du machst es dir selbst schwer. In 5 Jahren E-Mobilität hatte ich es einmal vor der holländischen Grenze, dass alle Säulen belegt waren und ich 50 Meter weiter eine andere Säule nutzen musste. Ein anderes mal musste ich 2 Minuten warten.
Thorsten 0711 meint
Ich fahre seit 12000 km elektrisch und musste bisher ein einziges Mal ein paar Minuten auf eine freie (Ionity) Säule warten.
Das passiert mir dafür bei unserer 400m entfernten ALDI AC Säule ständig. Zum Glück können wir ab 2026 an der AC Ladesäule der Stadtwerke Stuttgart für 39 Cent laden (Kundenvorteilstarif) :-)