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Euro NCAP stellt neue Sicherheitsbewertung ab 2026 vor

06.01.2026 in Sicherheit von Thomas Langenbucher | 22 Kommentare

Euro-NCAP-Mercedes-CLA-Crashtest

Bild: Euro NCAP (Symbolbild)

Das Sicherheitsprogramm Euro NCAP führt 2026 umfassende Änderungen ein, wie neue Fahrzeuge bewertet werden. Ziel sei es, modernen Fahrbedingungen besser gerecht zu werden und die Risiken auf den Straßen für Fahrer, Passagiere und andere Verkehrsteilnehmer realistischer abzubilden.

Die Revision ist die größte seit der Einführung des Gesamtwertungssystems im Jahr 2009. Sie beinhaltet eine Überarbeitung der Test- und Bewertungskriterien sowie eine neue Methodik, die sich an vier Sicherheitsstufen orientiert: sicheres Fahren, Unfallvermeidung, Insassenschutz und Sicherheit nach einem Unfall. Die neue Herangehensweise erlaubt sowohl stufenspezifische als auch stufenübergreifende Bewertungen von Sicherheitstechnologien.

Die Testprotokolle werden künftig alle drei Jahre aktualisiert, um den rasch wachsenden und vernetzten Sicherheitstechnologien gerecht zu werden. Diese Änderungen sollen mehr Struktur, Transparenz und Flexibilität in die Bewertung bringen.

Aufgrund von Verbraucherfeedback werden Fahrerassistenzsysteme künftig nicht nur auf dem Testgelände, sondern auch im realen Straßenverkehr geprüft. Ziel ist es, die Akzeptanz der Systeme zu erhöhen, da diese bislang oft für störende Warnungen oder eingreifende Funktionen kritisiert wurden.

Neue, erweiterte Testszenarien sollen die Robustheit von Unfallvermeidungssystemen unter realistischeren Bedingungen verbessern. Außerdem wird der Insassenschutz erweitert, um ein breiteres Spektrum an Körpergrößen zu berücksichtigen – von Kindern bis zu kleineren und größeren Erwachsenen. Hierbei kommen Vollcrashtests, Schlittenprüfungen im Labor sowie fortgeschrittene virtuelle Simulationen zum Einsatz, um die Genauigkeit zu erhöhen und adaptivere Rückhaltesysteme zu fördern.

Hochvoltbatterien in E-Autos müssen korrekt isoliert sein

Auch die Anforderungen an die Sicherheit nach einem Unfall werden verschärft. Elektrisch betriebene Außentürgriffe müssen funktionsfähig bleiben, um Rettungskräften den Zugang zu erleichtern, und Hochvoltbatterien in Elektrofahrzeugen müssen korrekt isoliert sein.

„Jedes Jahr prüfen wir unsere Bewertungskriterien neu, mit dem einfachen Ziel, fahrzeugbedingte Todesfälle und schwere Verletzungen zu reduzieren“, erklärt Michiel van Ratingen, Generalsekretär von Euro NCAP. Er hebt hervor, dass die 2026er-Protokolle die Strenge und Relevanz der Tests weiter stärken und Fahrzeuge belohnen würden, die in allen Sicherheitsstufen gut abschneiden.

Ab diesem Jahr werden die Euro NCAP-Bewertungen entlang der vier Sicherheitsstufen strukturiert, die jeweils mit bis zu 100 Punkten bewertet und als Prozentsatz dargestellt werden. Die Stufen umfassen sicheres Fahren, Unfallvermeidung, Insassenschutz und Sicherheit nach einem Unfall. Mindestanforderungen für jede Stufe bestimmen die Gesamtsternbewertung.

„Die Aktualisierungen der Protokolle stellen sicher, dass die Tests, Analysen und Bewertungen von Euro NCAP auch weiterhin die maßgebliche Orientierungshilfe für Verbraucher bleiben, die Wert auf eine unparteiische Bewertung der Sicherheit der neuesten Fahrzeugmodelle legen“, so van Ratingen. „Das angestrebte Ergebnis ist ein verbesserter Schutz für Fahrzeuginsassen und alle Verkehrsteilnehmer durch effektivere Fahrerassistenz, robuste Unfallverhütung, verbesserten Aufprallschutz und verbessertes Management nach Unfällen.“

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Via: Euro NCAP
Tags: Crashtest, Euro NCAPAntrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Dagobert meint

    06.01.2026 um 22:14

    Euro NCAP ist mir mittlerweile zu viel „Schnickschnack“ mit Assistenzsystemen. Man hat das wesentliche aus dem Blick verloren: Verletzungsrisiko beim Unfall. Die sollen lieber mal die Aufprallgeschwindigkeiten in allen Tests erhöhen.

    Antworten
    • Frank Peters meint

      07.01.2026 um 19:33

      +1
      Der frontale 50/50 Crash, mit reduzierter Geschwindigkeit gegen den leichten Wagen ist ein Witz.

      Antworten
      • M. meint

        08.01.2026 um 13:29

        Der Punkt ist, dass sich beide Fahrzeuge bewegen (mit 50 km/h).
        Die reine Aufprallgeschwindigkeit muss damit summiert werden.

        Außerdem gibt es noch den 40% Offsetcrash, der mit 64 km/h gefahren wird.
        Da ist der „Gegner“ auch ziemlich massiv…

        Antworten
  2. David meint

    06.01.2026 um 13:13

    „Elektrisch betriebene Außentürgriffe müssen funktionsfähig bleiben, um Rettungskräften den Zugang zu erleichtern,“

    Da hat Tesla ja geradezu Glück, dass sie sowieso keine neuen Modelle mehr auf den Markt bringen. Und sie müssen beten, dass doch nicht jemand auf die Idee kommt, ein aktuelles Modell nachzutesten. Das wäre dann das erste Fahrzeug mit Null Sternen.

    Antworten
    • Frank von Thun meint

      06.01.2026 um 13:48

      David meint: „„Elektrisch betriebene Außentürgriffe müssen funktionsfähig bleiben,…….
      Lustig, einfache Schranktüren können nach druck mit Federkraft geöffnet werden :-)

      Antworten
      • Paule meint

        06.01.2026 um 16:21

        Er hat es nicht begriffen, 3+Y haben keine elektrisch betriebene Außentürgriffe (richtig müsste es sogar heißen, „elektrisch versenkbare Türgriffe“). Verstehe ich nicht, wo er sich täglich fulltime mit tesla-news beschäftigt und bis zur letzten Schraube kommentiert.

        „Nicht untersagt werden hingegen versenkbare Türgriffe, die sich trotz bündiger Gestaltung mechanisch betätigen lassen“

        Antworten
        • Powerwall Thorsten meint

          06.01.2026 um 17:24

          Was er auch unterschlägt ist, daß bei Teslas mittlerweile sehr wohl eine mechanische Öffnung auch der hinteren Türen auch von innen funktioniert.

          Fun Fakt:
          Tesla hatte nie einen Rückruf von 90.000 Fahrzeugen in den USA und Kanada wegen sich öffnender Türen während der Fahrt.

        • Mary Schmitt meint

          06.01.2026 um 18:15

          Mir ist klar, dass ihr die vielen in Teslas verbrannten Passagiere lieber verhöhnt anstatt zuzugeben, dass man da eine schlimme Falle geschaffen hat. Ich habe nicht von speziellen Tesla-Modellen geschrieben. Denn Tesla hat da insgesamt ein Riesenthema. Und das wisst ihr auch!

        • M. meint

          06.01.2026 um 19:04

          Fun Fact:
          https://www.carexpert.com.au/car-news/four-dead-after-being-trapped-inside-burning-tesla
          (1 von vielen – gerne mehr, wenn wirklich nötig)

          Das Gute an der Sache – WENN es daran etwas gutes gibt! – ist, dass es keine Leute trifft, denen es zu gefährlich war, sich in so ein Auto zu setzen.
          Tragisch halt für Kinder, die sich nicht wehren können oder es schlicht nicht wissen.

        • Tt07 meint

          06.01.2026 um 19:16

          Du kommst ja heute richtig in Rage, Mariechen…triggert Dich wohl ziemlich, dass Du wie so oft mit Déinem Quartettwissen daneben liegst.

        • Lotti meint

          07.01.2026 um 09:29

          Über verbrannte BMW Fahrer und wegen technischer Defekte abgefackelter Autos, gibt es ja fast täglich Berichte. https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/osnabrueck_emsland/nach-unfall-in-melle-22-jaehriger-verbrennt-im-auto,aktuellosnabrueck-1062.html
          Aber wenn ein Tesla involviert ist, dann wird es gleich eine Bild Schlagzeile oder?

        • M. meint

          07.01.2026 um 09:55

          Du hast die falsche Seite verlinkt, Lotti.
          Aus der Nachricht geht nichts hervor, außer dass ein 22-jähriger im Auto gestorben ist.
          Nichts zu den Umständen.
          Aber passt zu dir.

        • Fred Feuerstein meint

          07.01.2026 um 10:39

          „ In Deutschland sterben jährlich etwa 600 Menschen an den Folgen von Bränden insgesamt (Verbrennungen, Rauchgas), die Zahl der Verkehrstoten durch Fahrzeugbrände ist deutlich niedriger, aber es gibt keine spezifische weltweite Statistik dazu.“ Nur mal kurz nachgesehen.

        • M. meint

          07.01.2026 um 13:09

          „Man kann auch anders sterben!“
          Fred übt sich im Whataboutism.
          Ja, Fred. Kann man.
          Man könnte auch sagen: „man stirbt irgendwann sowieso“.
          Warum also der ganze Stress?

          Mir ist das doch egal – ich sitze da nicht drin. Du bist das.
          Ich komme damit klar. Echt.

        • Fred Feuerstein meint

          07.01.2026 um 18:27

          Ich sitze auch nicht in einem Diesel BMW mit brandgefährlichen AGR Kühler.
          Und in unserem Tesla weiß ich wo der Hebel für die Notentriegelung sitzt, direkt über den Fensterhebern. Aber mir ist ziemlich egal dass du deinen gan persönlichen Anti Tesla Feldzug führst, viel Freude weiterhin.

        • Kokopelli meint

          08.01.2026 um 09:08

          M. wie es mir scheint, solltest du nochmal nachsehen was Whataboutism bedeutet. Soweit ich das beurteilen kann ist Fred themennah geblieben. Ganz nüchtern betrachtet scheint das KBA keinen Handlungsdruck für die Modelle 3/Y zu sehen.

        • M. meint

          08.01.2026 um 13:32

          Natürlich empfindest du das so, Koko – aber kann man von dir eine sachliche Beurteilung erwarten? Das wäre schon witzig.

          Und natürlich sieht das KBA da keinen Handlungsdruck – diese Bauweise ist ja erlaubt. Das Risiko ergibt sich aus einem erlaubten Design.

          Die Chinesen sehen aber scheinbar schon Handlungsdruck.
          Und der NCAP auch…
          Brauchst du einen Link?

        • Kokopelli meint

          08.01.2026 um 14:58

          „ Natürlich empfindest du das so, Koko – aber kann man von dir eine sachliche Beurteilung erwarten?“ Mich würde interessieren wie du zu einer solchen Einschätzung kommst?

        • M. meint

          08.01.2026 um 17:04

          Ich lese hin und wieder deine Meinung hier.
          Das genügt.

        • Kokopelli meint

          08.01.2026 um 18:52

          Es wäre schön, wenn du das etwas spezifischer ausdrücken könntest. Oder ist es dir nicht möglich?

        • M. meint

          09.01.2026 um 15:26

          Da ich nicht Thorsten heiße und keine Screenshots von deinen Texten ablege, müsste ich für wörtliche Zitate (+ Kontext) mehr Zeit aufwenden, als es mir wert ist.

          Lass es uns doch so machen:
          Wenn ich das nächste mal etwas von dir lese (ich kann allerdings nicht garantieren, dass ich alles von dir lese) weise ich dich drauf hin.
          Deal?

        • Kokopelli meint

          10.01.2026 um 19:18

          Also mich verwundert es sehr, dass du mir keine Sachlichkeit zuschreibst und dafür nicht einmal Begründung liefern kannst. Also das ist schon sehr sehr dünn. Also kann man das unter diesen Artikel als schlichten ad hominem Angriff werten. Und so etwas ist schlicht und ergreifend eine sehr schlechte Diskussionskultur deinerseits.

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