Fiat Professional hat im Mai letzten Jahres mit dem Tris ein dreirädriges Elektrofahrzeug angekündigt, das speziell für die Anforderungen urbaner Lieferdienste in Afrika und dem Nahen Osten entwickelt wurde. Die Einführung des Modells für die Mikromobilität in Europa sei nicht ausgeschlossen, hieß es. Nun wurde bestätigt, dass das Modell auch nach Europa kommt.
Der neue vollelektrische dreirädrige Pick-up sei die Antwort auf die schnell wachsende Nachfrage nach Lieferlösungen für die letzte Meile, erklärt der Hersteller. Entwickelt vom Stellantis Design Centre in Italien, wurde er vor wenigen Monaten in Marokko eingeführt. Mit einer Reichweite von bis zu 90 Kilometern, der „Ultra-Leichtbauweise“ und niedrigen Betriebskosten punkte der Tris mit einer Nutzlast von über 500 Kilogramm und einer großzügigen Ladefläche von circa 2,25 Quadratmetern, auf der eine Standard-Europalette Platz findet.
Der Tris ist in drei Konfigurationen erhältlich – Fahrgestellkabine, Pritsche und Pick-up – und bietet diverse Personalisierungsoptionen. Das Design legt laut Fia Professional den Fokus auf Benutzerfreundlichkeit: Der Mini-Stromer sei einfach zu fahren, ohne Kupplung oder Getriebe, und verfüge über eine integrierte Ladefunktion mit eingebautem 220-Volt-Stecker, sodass kein externes Ladegerät erforderlich ist. Das auf Langlebigkeit ausgelegte Chassis und die röhrenförmige Struktur seien mit einer Zinkbeschichtung in Automobilqualität vor Korrosion geschützt. Full-LED-Beleuchtung an Front und Heck sorge für „hervorragende“ Sicht und Sichtbarkeit und damit Sicherheit.

Eine der größten Stärken des Tris sei seine Vielseitigkeit. Seine kompakte Größe mit nur 3,17 Metern Länge in Kombination mit einem engen Wenderadius von 3,05 Metern ermögliche müheloses Navigieren durch enge Straßen. Der Laderaum sei ebenfalls großzügig und könne eine Standard-Europalette aufnehmen. Die Nutzlastkapazität betrage maximal 540 Kilogramm.
Auch die Stromversorgung sei durchdacht: Ein USB-C-Anschluss und eine 12-V-Steckdose ermöglichten das Laden von Geräten unterwegs. Die Lithium-Batterie mit einer Kapazität von 6,9 kWh biete eine homologierte Reichweite von 90 Kilometern nach der Motorrad-Norm WMTC und gewährleiste ausreichende Autonomie für den täglichen professionellen Einsatz. Mit dem integrierten intelligenten Ladesystem könne der Tris über eine normale Haushaltssteckdose in 3,5 Stunden von 0 auf 80 Prozent und in 4 Stunden und 40 Minuten vollständig aufgeladen werden. Das serienmäßige regenerative Bremssystem maximiere die Reichweite und reduziere den Energieverbrauch im Alltag.
Angetrieben wird der Tris von einem 48-Volt-Elektromotor mit 9 kW/12 PS (Spitzenleistung) und einem maximalen Drehmoment von 45 Nm. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 45 km/h, ein digitales Kombiinstrument liefert alle wichtigen Fahrinformationen. Das Elektromobil soll in diesem Jahr in „den relevanten europäischen Märkten“ eingeführt werden, beginnend in Italien.

walter meint
Seid 1988 ist europaweit die Netzspannung auf 230 V hochgesetzt worden.
TeamV meint
Juhuuu
endlich kann die Ape 50 ins Wohnzimmer.
Ein mehr als würdiger Nachfolger.
Future meint
Ich habe hier in der Nähe einen Ape-Händler – mitten in der Großstadt. Die Dinger stinken immer noch ohne Ende und viele hippe Händler nutzen sie gerne als rollende Litfaßsäulen für ihr Business. Ich glaube nicht, dass der Händler jetzt den Fiat ins Programm nimmt, aber schöner wäre es.
eBikerin meint
Tja Future – es gibt Dinge die wirst du vermutlich nie verstehen: eine APE muss knattern, ein wenig stinken, ruckeln beim fahren aber unverwüstlich sein.
Sonst ist es eben keine APE. Bin noch hin und her gerissen ob ich mir für die kurzen Einkaufsfahrten in Italien mir noch eine anschaffe. Leider sind die mittlerweile sehr gesucht und damit teuer.