Die Volkswagen Group hat alle Details zu den Auslieferungszahlen für 2025 veröffentlicht. 8,98 Millionen Fahrzeuge wurden weltweit ausgeliefert, was einem Minus von 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (9,03 Mio.) entspricht. Deutlichen Zuwächsen in Europa (+4 %) und Südamerika (+12 %) stehen Rückgänge in Nordamerika (-10 %) und China (-8 %) gegenüber. In Europa wurde dabei der Marktanteil auf einen neuen Höchststand von rund 25 Prozent ausgebaut.
983.100 rein mit Batterie betriebene Elektrofahrzeuge (BEV) wurden ausgeliefert, ein Plus von 32 Prozent (2024: 744.600). Der globale BEV-Anteil ist damit gegenüber Vorjahr deutlich gestiegen von 8 auf 11 Prozent. In Europa gab es starke Zuwächse (+66 %), die dortige BEV-Marktführerschaft wurde weiter ausgebaut (Marktanteil rund 27 %). Ein deutliches Wachstum gab es auch in den USA (+46 %), in China dagegen eine rückläufige Entwicklung (-44 %).
Volkswagen betont 55 Prozent mehr BEV-Auftragseingänge in Europa als im Vorjahr.
Treiber seien unter anderem neue Modelle wie Škoda Elroq, Audi A6 e-tron und VW „The New Transporter“. Der BEV-Auftragsbestand in Europa sei um 21 Prozent auf mehr als 200.000 Fahrzeuge gestiegen. Der BEV-Anteil am Gesamtauftragsbestand liege bei rund 22 Prozent. Die Auftragseingänge über alle Antriebsarten seien um rund 13 Prozent gestiegen.
Meistverkaufte vollelektrische Fahrzeuge 2025:
- VW ID.4/ID.5: 163.400
- VW ID.3: 117.700
- Škoda Elroq: 95.300
- Audi Q4 e-tron (inkl. Sportback): 84.900
- Audi Q6 e-tron (inkl. Sportback): 84.400
- Škoda Enyaq (inkl. Coupé): 79.600
- VW ID.7 (inkl. Tourer): 79.500
- VW ID. Buzz (inkl. Cargo): 60.700
- Porsche Macan: 45.400
- Cupra Born: 43.700
Auch Fahrzeuge mit Plug-in-Hybrid-Antrieb (PHEV) waren 2025 stärker gefragt: 424.987 Einheiten wurden weltweit ausgeliefert, damit lag der Volkswagen-Konzern bei dieser Antriebsart rund 58 Prozent über dem Vorjahr. Die Nachfrage nach Teilzeit-Stromern mit Stecker legte vor allem in Europa stark zu (+72 %).
Insbesondere die intensive Wettbewerbssituation in China sowie die Zölle und der Entfall der Elektro-Förderung in den USA hätten das Geschäft beeinträchtigt, erklärt Marco Schubert, Mitglied der Erweiterten Konzernleitung für Vertrieb. Auf der anderen Seite habe man die Position in Europa trotz neuer Wettbewerber weiter ausgebaut. Dasselbe gelte für Südamerika. „Sehr erfreulich“ sei das dynamische Wachstum bei den vollelektrischen Fahrzeugen. „Wir treffen mit unseren neuen Modellen über alle Antriebsarten hinweg den Kundengeschmack und sind damit gut aufgestellt für das Jahr 2026“, so Schubert.
„Die Volkswagen Group war 2025 robust in der Spur – und das in einem anspruchsvollen Marktumfeld. Mit rund neun Millionen ausgelieferten Fahrzeugen bleibt unser Absatz stabil: Das liegt an unseren attraktiven Produkten, über alle Marken und alle Antriebsarten hinweg“, so Konzernchef Oliver Blume.

Futureman meint
Wenn VW sich nicht anstrengt, wird es in diesem Jahr von so bekannten Unternehmen wie Xiaomi, Leapmotor usw. in den Stückzahlen bei E-Autos überholt.
Andi EE meint
Was wirklich tragisch an der Sache ist, ist das Volumen nur noch in Europa vorhanden ist. Den Rest kann man vergessen. Das Wachstum in den USA mit 46%, ist ja von nahezu nichts, auf etwas mehr als Nichts. Und in China ist es ganz schlimm. Aber da kann ja jetzt was kommen, mit den chinesischen Fahrzeugen, die mit VW gelabelt sind.
Ich würde mal behaupten trotz etwas Wachstum insgesamt, sieht es global noch deutlich schlechter aus. Mit diesen BEVs ist es unmöglich Geld in China und USA zu verdienen, das P/L ist einfach zu schlecht. Die Europa-Verkäufe sind stark politisch motiviert. Ich frag mich, wenn es mal so einen Shift wie in Norwegen gibt, wo die Leute nur noch auf sich und nicht mehr auf altbewährte Marken und Politik schauen, kann auch hier ein Umbruch geschehen. Das Problem des P/L und die um Klassen schlechtere Software sind Faktoren, die in Zukunft richtig durchschlagen könnten / ganz klar zum Nachteil der klassischen OEMs. Nicht in Deutschland, wegen Firmenwagen, gesellschaftliche Verantwortung, schlechte Werbung fürs Unternehmen, wenn man „falsch“ investiert.
Ossisailor meint
VW ist an XPeng finanziell beteiligt, und die beiden „chinesischen“ Fahrzeuge werden in einer vereinbarten Partnerschaft entwickelt, aber im VW-Werk Anhui gebaut. Es sind also VW-Produkte auf einer mit XPeng entwickelten Plattform und Software.
David meint
1 Million BEV und 11% Anteil. Damit ist der VW Konzern unter den klassischen OEM ganz weit vorne. Weit vor Ford, GM, Hyundai, Stellantis, Renault, Toyota. Vor allem hat man eine bewährte Plattform für große Skalen, die schon Billionen Kilometer absolviert hat. Man erinnere sich daran, dass die größten Taxi Dienstleister Europas ausschließlich ID.4 fahren. Diese Plattform entwickelt man evolutorisch weiter über MEB+ zur SSP.
Sollte zum Beispiel Toyota mal umsteigen müssen, wird es ihnen nicht helfen, dass sie über 20 Jahre Hybrid-Erfahrung haben. Denn sie kennen moderne Akkuchemien nicht, und sie haben wenig Erfahrung mit Last auf dem System jenseits von 25%. Ebenso ist das Thema Schnellladen Neuland. Vor allem aber haben sie überhaupt keine Plattform für reine Elektroautos und sie haben keinerlei Fabriken um aufs Skalen zu kommen. Letzteres gilt übrigens auch für Stellantis und Renault.
VW wird uns in den nächsten Jahren sehr viel Freude machen. In einer Welt, die in mehrere große Blöcke zerfällt, ist man besser aufgestellt als alle anderen. Denn man hat eine relevante Rolle in den beiden Märkten, die noch relativ frei sind und trotzdem große Chancen bieten: VW ist in Südamerika traditionell stark und hat sich große, strategische Vorteile im Zukunftsmarkt Indien verschafft, wo Tesla keine Chance hatte. Denn die Inder haben freie Nachrichten.
Fred Feuerstein meint
Um mal bei den Fakten zu bleiben, die Million wurde vom Volkswagenkonzern (wieder) nicht erreicht: Es waren nur 983.100 eFahrzeuge. Vielleicht klappt es in diesem Jahr. Es kommen ja weitere Modelle auf den Markt, so ist man fast bei 30 angekommen.
Future meint
VW will die Million auch noch nicht erreichen. Sie bauen, was die Quote verlangt. Das Problem ist, dass jedes Elektroauto den Gewinn im Konzern verringert. Das hat uns der Finanzchef hier vor ein paar Monaten erklärt. Insofern wird VW die Million wohl erst knacken wollen, wenn sie die Kosten weiter stark gesenkt bekommen.
Allerdings sehe ich auch keine Strategie, wie man noch in Amerika oder China wachsen will. Die umgelabelten VWs in China sind auch nur eine halbgare Notlösung, damit man dort noch Marktanteile halten kann.
Mary Schmitt meint
VW hat die Million übertroffen. Denn die Lieferungen an Ford und Mahindra sind nicht erfasst. Die runde Zahl interessiert sie nicht, das ist kein Ziel.
Fred Feuerstein meint
Mahindra hat nur Komponenten gekauft, keine Plattform. Die haben bewusst auf ihre eigene INGLO Plattform gesetzt. Nicht mal die Akkus kommen von Volkswagen. Wie oft willst du den Unsinn noch verbreiten?
Aber wir reden ja von BEV und nicht von verkauften Plattformen. Und der Volkswagenkonzern schafft es eben nicht gnadenlos zu skalieren, man dümpelt immer noch unter der Million herum und hat nun fast 30 Modelle auf der Straße. Aber es kommen ja jetzt noch mehr Modelle, das wird ein Fest…So einen erfolglosen Vertrieb muss man erst mal zusammen bekommen. Selbst Ford will die billige Plattform zukünftig nicht mehr.
Kokopelli meint
Das ist bekannt dass Mahindra ihre eigene Plattform hat. Sie nutzen ja auch anders als Volkswagen ausschließlich LFP Batterien von BYD.
Allerdings hat Mahindra mit der eMaschine und dem Umrichter einen guten Deal gemacht, sie bekommen zuverlässige Hardware zu einem niedrigen Preis.