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Elektroauto-Leasing: Aktuelle Angebote & Vergleich

General-Motors-Chefin Barra hat „keine Reue“ hinsichtlich Elektroautos

23.01.2026 in Autoindustrie von Thomas Langenbucher | 5 Kommentare

2022-Chevrolet-BoltEUV-012

Bild: General Motors

General Motors (GM) hat 2025 stärker unter regulatorischen Veränderungen gelitten als unter Zöllen. Das sagte CEO Mary Barra laut der Detroit Free Press vor Journalisten und verwies auf mehrere Einschnitte, darunter die sich wandelnde Zollsituation und den Wegfall staatlicher Anreize in den USA, die zuvor den Absatz von Elektroautos gestützt hatten. Die Aussagen folgten kurz auf eine Pflichtmitteilung, in der der Konzern weitere milliardenschwere Belastungen verkündete.

GM rechnet für 2025 mit einer zusätzlichen Abschreibung von 6 Milliarden Dollar im Zusammenhang mit der Neuausrichtung seiner E-Auto-Produktion. Bereits früher im Januar hatte der US-Traditionskonzern erklärt, im vierten Quartal 2025 Sonderbelastungen von insgesamt 7,1 Milliarden Dollar zu verbuchen. Die Veröffentlichung der letzten Quartalszahlen ist für den Ende Januar geplant. In den Betrag fließen auch Kosten aus der Umstrukturierung des China-Geschäfts ein.

Zusammen mit einer separaten Pflichtmitteilung aus dem Oktober 2025, die erstmals indirekt Verluste aus gekündigten Lieferantenverträgen und ungenutzter, für die E-Fahrzeug-Produktion vorgesehener Ausrüstung erwähnte, summieren sich die Belastungen aus dem Kurswechsel bei Stromern auf 7,6 Milliarden Dollar.

Trotzdem verteidigte Barra den bisherigen Stromer-Kurs, rückblickend hätte GM die Entscheidungen nicht anders getroffen. „Wenn ich zurückblicke, hätten wir mit dem damaligen Wissen dieselbe Entscheidung getroffen“, sagte die Managerin. Käufer von Elektroautos würden zu 80 Prozent eher wieder ein Elektroauto erwerben.

„Unser Ziel ist es, die vollelektrische Zukunft zu erreichen“

Ungeachtet einer schwächer als erwarteten Nachfrage bleiben Elektrofahrzeuge für GM strategisch zentral. „Unser Ziel ist es, die vollelektrische Zukunft zu erreichen, von der wir gesprochen haben“, so Barra. Der Weg dorthin werde jedoch pragmatischer gestaltet und dauere ohne staatliche Anreize länger. Auch weil der Ausbau der Ladeinfrastruktur noch nicht ausreichend sei.

Die politischen Rahmenbedingungen haben sich verschärft. Die Trump-Regierung hat 2025 damit begonnen, Investitionen zurückzufahren, die die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen ankurbeln und den Ausbau von Ladeinfrastruktur in den USA fördern sollten. Der Wegfall der US-Steuergutschrift für E-Autos Ende September wirkte sich negativ auf den Absatz aus.

Im vierten Quartal brachen die E-Auto-Verkäufe von GM im Jahresvergleich um 43 Prozent auf 25.219 Fahrzeuge ein, nachdem sie zuvor 2025 Rekordwerte erreicht hatten. Auf Jahressicht legte der Absatz dennoch um 48 Prozent auf 169.887 Fahrzeuge zu. Damit schloss der Konzern das Jahr 2025 als zweitgrößter Elektroauto-Anbieter in den USA ab, hinter Tesla. Mit der Edelmarke Cadillac und E-Autos versucht GM derzeit, wieder in Europa Fuß zu fassen.

Mit Blick nach vorn setzt GM auf technologische Fortschritte. Barra kündigte an, dass das Unternehmen seine Fahrzeuge künftig stärker über Software weiterentwickeln wolle. Dazu gehöre ein Fahrplan für assistiertes Fahren ohne Blickkontakt des Menschen hinter dem Steuer zum Verkehr bis 2028. „Wir müssen uns fragen: ‚Wie wird das regulatorische Umfeld nach 2028 aussehen?‘ Wir werden Hybridfahrzeuge dort einsetzen, wo wir sie für notwendig halten“, sagte Barra weiter. „Wir werden zum richtigen Zeitpunkt bekannt geben, welche Fahrzeuge wir überarbeiten werden. Ich denke, wir stehen erst am Anfang.“

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Via: Detroit Free Press
Tags: USAUnternehmen: General Motors
Antrieb: Elektroauto, Hybridfahrzeuge

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. EdgarW meint

    23.01.2026 um 13:09

    Warum wird hier nicht erwähnt, dass der auf dem Titelbild gezeigte neue und tatsächlich wieder moderne (zB 150 kW Ladeleistung stta beim alten bis zum Schluss maximal 50 kW) Chevrolet Bolt der dritten Generation nach 1,5 Jahren tatsächlich schon wieder eingestellt werden soll?

    Ich zitiere mal die Konkurrenz: „Erst im November hat General Motors die Produktion des neuen Chevrolet Bolt eingeläutet. Nun wird bekannt, dass GM die Produktion des Stromers 2027 wieder beenden wird. Grund ist, dass der Konzern die Produktion von zwei Verbrenner-Modellen aus dem Ausland nach Kansas verlagern wird, wo derzeit der Chevrolet Bolt gebaut wird.“ (Electrive)

    Chevrolet macht mal wieder ein frisch entwickeltes, modernes Elektro-Modell für Verbrenner platt. Wem das nicht bekannt vorkommt, suche gern nach dem Chevrolet EV1.

    Antworten
  2. LMdeB meint

    23.01.2026 um 11:31

    Hypothese: Vieleicht auch eine Frau mit viiieeel Testosteron, weil wahre Jungs/Kerle ja auch meinen, das Blubbern von großen Verbrennern zum Überleben brauchen. (Fossiler Brennstoff fossile Gedanken?)

    Antworten
  3. David meint

    23.01.2026 um 11:19

    Darum geht es ja auch nicht. Entscheidungen werden in solchen Konzernen, außer bei Tesla, eng vom Risikomanagement geführt, getroffen. Von daher sind sie rationaler und nachvollziehbarer, als sie je waren. Man war ein guter Gesellschaft, denn die deutliche Mehrzahl der klassischen OM hatten auf das Elektroauto gesetzt. Die, die es nicht gemacht haben, wie die Japaner und Stellantis sind aktuell auch nicht besonders gut dran. Und die nächsten Jahre werden für sie nicht schön.

    Den Sweet Spot am besten getroffen hatte BMW. Ihr Rezept wäre aber auch nicht für jeden gewesen, denn es baut auf drei Effekten auf, die andere nicht heben können. Erstens, haben sie in gehobenen Fahrzeugklassen ihr Stammsegment wo Elektroautos schon länger keinen Kostennachteil haben. Zweitens, sind sie Premium, haben also eine gewisse Grundattraktivität auch in USA und China. Drittens, sind sie eine feste Größe im Dienstwagengeschäft und besitzen mit Alphabet den größten b2b-Dienstleister für Firmenwagen.

    Antworten
    • MichaelEV meint

      23.01.2026 um 13:55

      Märchenhafte Erzählung.

      Zur Realität: GM, Ford (und alle anderen Verbrennerhersteller) setzen hauptsächlich auf BEVs wegen Förderungen und besonders Regulationen. Tesla setzt auf BEVs unabhängig von Förderung und Regulation, stattdessen sind diese viel mehr häufig ein Hindernis (mit etwas Nachdenken z.B. im Satz davor ersichtlich).

      Antworten
    • South meint

      23.01.2026 um 21:29

      Mja, amüsant, dann müsste es doch Porsche doch auch excellent gehen, oder?

      Antworten

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