Ford wertet seine in Köln produzierten Elektroauto-Baureihen Explorer und Capri auf: Die Einstiegsversionen mit Standard-Reichweite profitieren von einer neuen Batterietechnologie und überarbeiteten Elektromotoren. Sowohl das SUV Explorer als auch der SUV-Crossover Capri bieten dadurch künftig eine höhere Reichweite, mehr Leistung und Drehmoment sowie größere Flexibilität beim Laden.
Der modifizierte Antriebsstrang ermöglicht ein Reichweitenplus von bis zu 70 Kilometern. Der Explorer Standard Range legt nun mit einer Ladung bis zu 444 Kilometer nach WLTP-Norm zurück, der Capri Standard Range steigert seinen Aktionsradius von 393 auf bis zu 464 Kilometer. Das Auffüllen des Stromvorrats von 10 auf 80 Prozent der Batteriekapazität dauert an einer Schnellladesäule mit 110 kW Gleichstrom 28 Minuten.
Neben der Reichweite legen die Standard-Range-Versionen von Explorer und Capri auch bei der Motorleistung zu: Sie steigt von bisher 125 kW (170 PS) auf 140 kW (190 PS), das Drehmoment erhöht sich von 310 auf 350 Nm. Den Sprint von 0 auf 100 km/h absolvieren beide Modelle so in 8 Sekunden und damit fast eine Sekunde schneller als bislang.
Die Basis zu diesen Verbesserungen bilden die neuen Batterien mit Lithium-Eisenphosphat-Technologie (LFP). Gegenüber den zuvor verbauten Nickel-Mangan-Cobalt-Akkus (NMC) weisen LFP-Batterien eine höhere Lebensdauer auf und lassen sich mit erheblich weniger seltenen Rohstoffen herstellen. Ford unterstreicht: „Da sie sich dauerhaft ohne Kapazitätseinbußen auf 100 Prozent aufladen lassen, profitieren Fahrer von Explorer und Capri zudem von maximaler Flexibilität bei ihrer Ladestrategie: Sie benötigen weniger Ladestopps, können Langstrecken gelassen angehen und die volle Reichweite ihres Elektroautos ausschöpfen.“
Für den Explorer Standard Range werden als Energieverbrauch gemäß WLTP-Norm 15,4 – 16,4 kWh/100 km angegeben, für den Capri 14,8 – 15,7 kWh/100 km. Die bisherigen Preise bleiben bestehen: Der Explorer kostet hierzulande weiter ab 39.900 Euro, der Capri mindestens 42.400 Euro.

ChriBri meint
Gute Entwicklung. Dürfte in der Vergangenheit schwierig gewesen sein, für die Preise Fahrzeuge zu verkaufen, die hinsichtlich WLTP bei um die 350 km liegen. Die neue Einheit von Volkswagen scheint sehr vielversprechend zu sein. Die Einheit in einem überarbeiteten ID3 dürfte dann zu knapp 500 km führen, damit werden dann endlich „Einstiegsversionen“ auch für die Langstrecke interessant. Bin gespannt auf die Weiterentwicklung.
M. meint
Schönes Upgrade. Der Capri bleibt aber ein hässlicher Tiefseefisch, daran ändert sich nichts.
Der Explorer ist auch nicht schöner geworden, aber der ist immerhin optisch verträglich.
Auf der Homepage ist noch das alte Modell mit 52 kWh und 170 PS.
Da sich die Preise mit den Upgrades scheinbar nicht ändern, und falls es weiterhin den Rabatt gibt, ist das ein ganz vernünftiges Angebot.
Man sollte als nächstes vielleicht noch die MEB-Teile „Fensterheberschalter“ und „Fahrerdisplay“ austauschen. Dann kann man sich für 45k€ LP mit entsprechendem Rabatt also unter 40k – ein brauchbares Familienauto zusammenstellen.
Aztasu meint
Entfernt, da themenfern. Die Redaktion.
Aztasu meint
MiguelS NL?
Recherche und Marktkenntnisse wären mal ganz gut in diesem Forum, diesem Aufwand betreiben leider zu wenige.
Fred Feuerstein meint
Der Kommentar, auf den Sie sich beziehen, wurde bereits entfernt. Die Redaktion.
R2D2 meint
Die Fahrzeuge kenne ich nur aus den Ford showrooms. Auf der Straße noch nie gesehen.
eBikerin meint
Dann solltest du die Augen aufmachen. Von Explorer wurden 2025 knapp 11k zugelassen – vom Capri knapp 4000.
Mary Schmitt meint
Hier ist ein Erz-Fan von Tesla noch nicht damit klar gekommen, dass Ford bei uns im letzten Jahr im Fach BEV-Zulassungen an Tesla vorbeigezogen ist. Nur wegen der beiden MEB-Modelle. Man hat sich wie ein Fußballverein den Erfolg gekauft.
Powerwall Thorsten meint
Zahlen sind nicht so deins oder?
Google doch mal wie viel Tesla auf deutschen Straßen so unterwegs sind – ich glaube du wirst staunen und dann wundert es nicht, dass die Fords irgendwo nicht ins Gewicht fallen
Wie viele Tesla fahren wohl an einem vorbei ehe ein Mustang Mach e vorbeikommt?
brainDotExe meint
Thema verfehlt, es geht um die Neuzulassungen.
M. meint
Auf den Straße sind weitaus mehr Ford unterwegs als Tesla. Heute haben ich z.B. auch 3 ID.7 gesehen, aber keinen Tesla. Keinen! Die anderen VW und die Ford habe ich nicht gezählt.
Dein Cherrypicking führt zu nichts, und ist außerdem nur eine Vergangenheitsbetrachtung.
„Früher war alles besser“, den Spruch wird man in deinem Kreisen bald öfters gebrauchen.
Elvenpath meint
Dann komm mal hier nach Köln!
R2D2 meint
Ne danke, zuviel Alaf und komische Leute. Und das „Bier“ in Reagenzgläsern.
Peter meint
Also APP350 und eher maue Ladewerte.
Eventuell könnte die netto-Kapazitat ganz leicht gestiegen sein.
Überschlagsrechnung: WLTP ca. 15kWh/100km bei ca. 450km könnten (bei 8-10% Ladeverlusten) auf etwa 60-65kWh Batterien hinweisen.
EdgarW meint
Die Netto-Kapazität ist von 52 auf 58 kWh gestiegen, siehe Electrive.
Peter meint
Ja. Das erklärt es. Hatte nicht auf dem Schirm, dass der Einstieg bei Ford bislang mit 52kWh erfolgte.
Falls mein anderer Kommentar doch noch erscheint: da hatte ich mich geirrt.
South meint
Mja, ein E Auto wo ein weiterer Hersteller Geld draufschlägt und noch dazu die MEB oder MEB+ Plattform verwendet…. garniert mit ineffizienten SUV oder Crossover SUV… wer kauft den noch ein E Auto in der Preisklasse unter 500 WLTP und mit ner halben Stunde laden…?
Peter meint
Es wird die sogenannte „MEB+ 31“ sein.
ID.Polo und Co. haben die sogenannte „MEB+ 21“.
Quelle: Youtube Video von Motoreport zur ID.Polo-Fahrveranstaltung, dort das Video mit dem Interview mit Thomas Schäfer.
M. meint
Ich frage mich eher, wer so hässliche Fahrzeuge kauft.
Aber das tut nichts zu Sache – sie werden ja gekauft, auch wenn du das nicht glaubst.
So’n Focus-Nachfolger wäre trotzdem nett.
Besser-BEV-Wisser meint
Billigere Batterie verbauen aber Preis gleich lassen?
Mutige Strategie!
Da die Ford-MEB-Modelle jetzt schon Ladenhüter sind, wird das vermutlich nicht besser werden…
Mäx meint
Aktuell gibt es 24-29% Rabatt auf Capri und Explorer.
Wenn es das demnächst weiterhin gibt, merkt der Kunde im Prinzip nichts und denkt er hätte ein Riesengeschäft gemacht.
Oder es gibt demnächst 2/3/4% mehr Rabatt.
Ich fände es auch besser, wenn man symbolisch einfach mal den Preis reduziert, aber Ford regelt das eben über Rabatte.
F. K. Fast meint
Der Kunde geht erst gar nicht zum Ford-Dealer, wenn der Listenpreis so aberwitzig ist.
Mary Schmitt meint
Der deutsche BEV-Käufer hat bei Ford letztes Jahr öfter zugegriffen als bei Tesla. Das wird auch dieses Jahr so sein. Man bekommt jetzt 58 statt 52 kWh. Also mehr fürs Geld.
Powerwall Thorsten meint
Tesla scheint dich heute irgendwie wieder besonders zu triggern – liegt das am guten Jahresergebnis – ich meine so verglichen mit Porsche zum Beispiel?
M. meint
Aber nur verglichen mit Porsche.
A-P meint
Nein, so einfach ist es nicht.
1) ein verbesserter Akku (LFP statt NMC)
mehr Drehmoment: von 310 Nm auf 350 Nm
2) ein neuer, effizienterer Elektromotor mit höherem Drehmoment und höherer Leistung.
3) höhere PS‑Leistung: von 125 kW (170 PS) auf 140 kW (190 PS)
4) es findet möglicherweise ein technisches Plattform‑Upgrade innerhalb der MEB‑Architektur statt, allerdings ohne bestätigten Umstieg auf MEB+; bestätigt ist lediglich ein modernisierter Antriebsstrang und die neue Batterietechnik
Summarum: ein deutliches Plus an mehreren Verbesserungen – und das Ganze ohne Preissteigerung.
Lexwalker meint
Mehr Kapazität und Leistung bei größerer Effizienz fürs gleiche Geld?
Ja, das ist doch wirklich unverschämt…
Also was manche hier zu meckern haben!
Besser-BEV-Wisser meint
@ Lexware und @A-P:
Ja minimal bessere Leistungswerte (8,0 stat 8,6 Sek.). Aber auch leicht schlechtere Ladeperformance (28 min statt 25; niedrigere Top-Ladeleistung).
Also ich glaub nicht das durch diese Änderungen die Modelle zum Renner werden. Ford hätte zumindest Symbolisch den Preis verbessern müssen.
Bob meint
Die Ladezeit 10%-80% hat sich verlängert. Der Akku ist gleichzeitig größer geworden ist. Die durchschnittliche Ladegeschwindigkeit ist damit quasi unverändert.
Die Topladeleistung hat sich zwar verringert. Das wird also durch eine flachere Ladekurve ausgeglichen.
Michael Koch meint
Wie auch Bob schreibt und ich in meiner anderen Antwort angedeutet habe: Ja, es dauert länger von 10% auf 80% zu kommen. „Höhere Reichweite“ bedeutet aber auch mehr Akkukapazität. Und das bedeutet, es müssen mehr kWh geladen werden, um von 10% auf 80% zu kommen.
Ein ähnliches Thema gab es letzten Sommer beim Elroq: Durch einen Lieferantenwechsel wurde die maximale Ladeleistung von 175 kW auf 135 kWh gekappt. Trotzdem war es in dem Fall so, dass sich die Ladedauer von 20% auf 80% nicht verlängerte, weil der häufiger an die Maximalladegeschwindigkeit herankommen soll. Und was soll ich sagen: Mein Elroq lädt jetzt im Winter zumindest von 20% bis 50% durchgängig mit den als Maximalkapazität angegebenen 135 kW, danach geht es runter auf 125…also ich bin zufrieden.
Was ich damit sagen will: Im Alltag ist doch nicht relevant, wie lange ein Auto von 10% auf 80% braucht oder wie hoch die Maximal-Ladeleistung ist. Im Alltag ist nur eines relevant: Wie lange braucht es, wieder 200 km weiter fahren zu können? Und da ist der neue Explorer besser als der alte.
ap500 meint
Im Alltag (Pendeler) spielt die Reichweite und Ladegeschwindigkeit überhaupt keine Rolle weil nachts mit AC geladen wird.
Im Urlaub fährt man mit einem 60er Akku im SUV besser nicht und für den Preis schon gar nicht = die Fahrzeuge kauft keiner.
Michael Koch meint
Die Technologie an sich ist billiger…“höhere Reichweite“ heißt aber offensichtlich, Akku mit mehr Kapazität…und damit wird der Akku dann auch in der Herstellung bzw. im Einkauf nicht billiger sein.
Hinzu kommt die Inflation: Obwohl die Mitarbeiter in den Werken jedes Jahr eine Lohnerhöhung bekommen, gehen viele Kunden scheinbar selbstverständlich davon aus, dass die Verkaufspreise gleich bleiben. Dabei müssten die Autos entweder jedes Jahr teurer werden, schlechter werden oder der Autohersteller müsste im Laufe des Modellzyklus irgendwann vollständig auf Gewinne verzichten. Wie Sie letzteres einem Aktionär erkären wollen, ist mir schleierhaft.
Steffen meint
Ist das jetzt der Übergang von MEB zu MEB+?
A-P meint
Ja, sehr wahrscheinlich ist das ein Übergang vom MEB auf MEB+.
Auffällig ist der E‑Motor mit steigender PS‑Zahl und höherem Drehmoment – von 310 Nm (APP310, alt) auf 350 Nm (APP350, neu).
Mäx meint
Ist die Ladezeit auch für die neuen LFP Zellen quasi gleich geblieben?
Und wenn ja, warum?
LFP gibt es doch mittlerweile mit Ladezeiten von ca. 12 Minuten 10-80%.
Bei ca. 60kWh ergibt 200kW max. 3,3C, nichts verrücktes.
Das ergäbe zumindest mal sowas wie 15-20 Minuten Ladezeit.
Micha meint
Meinst du Ford, die in Europa fast vor dem Aus stehen und Elektro-Plattformen von anderen Herstellern zweitverwerten, ist hier Technologieführer?
A-P meint
Es ist ein 400V-System, kein 800V-System!
Mäx meint
Schon klar.
Der Zelle ist 400V oder 800V völlig egal; solange die die 12 Minuten abkann, kann die das auf jedem Pack Spannungsniveau und es ist nur noch davon abhängig ob die Ladesäule entsprechend liefern kann.
Mit einem 400V System und 500A kann man besagte 200kW ziehen und das wären bei 60kWh gerade mal 3,3C Peak; 5-5,5C Peak ist technologische Spitze im Moment.
Da sind 110kW bzw. 28 Minuten ziemlich schwach
Michael Koch meint
Wie lernt man im Ingenieursstudium als erstes: Entwickeln bzw. bauen muss man nicht, was möglich ist, sondern das, was der Kunde will. Also die gewünschte Qualität (und nichts besseres) zum besten Preis.
Wer häufig Langstrecke fährt und unterwegs am Schnelllader lädt, wird auch weiter den „Extended Range“ mit anderer Akkutechnologie kaufen. Wer den Standard-Range kauft, ist wahrscheinlich eher der klassische Berufspendler, der sowieso nicht mehr als 50 oder 60 km am Tag fährt und vielleicht einmal im Jahr in den Urlaub…und wer einma im Jahr dorthin und dann einmal wieder zurück fährt, kann es sicher verkraften, wenn die Fahrt hin- und zurück jeweils 10 Minuten länger dauert, wenn er dafür das Auto am Anfang mehrere Tausend € billiger bekommt.
brainDotExe meint
Den Akku nur aufgrund der grundlegenden Zellchemie zu betrachten ist ein Trugschluss. Auch innerhalb der selben Zellchemie Familie, kann man die Zellen unterschiedlich auslegen, zum Beispiel mit geringerem Innenwiderstand für mehr (Lade-) Leistung.
Zusätzlich muss die Kühlung des Akkupacks auch entsprechend ausgelegt sein.
Besonders für ein Einstiegsmodell wird man da eher in Richtung Kosten optimieren, als auf Leistung.
tutnichtszursache meint
Hm, ob das mit VW abgestimmt ist? Sonst schmückt sich VW doch lieber selbst, dass die Einheitszelle nun auch mit LFP Zellchemie in Serie produziert und bestellt werden kann.
RudolfEsel meint
Naja, VW wird die Meldung über neue LFP Batterien in ihren Fahrzeugen morgen oder nächste Woche rausbringen. Es ist so egal.
Besser-BEV-Wisser meint
Vermute bei VW wird das zusammen mit den Facelifts und den Namensänderungen kommuniziert.