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Deloitte-Studie: Verbraucher treiben den Wandel der Autoindustrie

05.02.2026 in Autoindustrie, Studien & Umfragen von Thomas Langenbucher | 1 Kommentar

BYD-Showroom

Bild: BYD

Die globale Automobilindustrie befindet sich laut einer Studie der Unternehmensberatung Deloitte in einer der transformativsten Phasen ihrer Geschichte. Trotz rasanter Innovationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette bleibt dabei der Verbraucher der zentrale Bezugspunkt.

Die Erwartungen an Wert, Zugang und Nutzererlebnis verändern sich der Auswertung zufolge spürbar. Steigende Fahrzeugpreise und höhere Finanzierungskosten rücken die Bezahlbarkeit in den Fokus und veranlassen viele Konsumenten, ihr Verständnis von Mobilität und Markenversprechen neu zu bewerten.

Deloitte beschreibt die heutige Kundschaft als stärker werteorientiert. Neben Qualität und Innovation gewinnen Fairness, Vertrauen und Transparenz an Bedeutung. In diesem Umfeld sieht die Studie den Schwerpunkt der Branche weiterhin beim Verbraucher, dessen Ansprüche maßgeblich die Entwicklung des Marktes prägen.

Die 2026 Global Automotive Consumer Study stützt sich auf Befragungen von über 28.500 Konsumenten in 27 wichtigen Automobilmärkten weltweit. Die Untersuchung soll es ermöglichen, Veränderungen im Konsumentenverhalten systematisch zu beobachten und vergleichbar zu machen.

Elektroauto-Nachfrage regional unterschiedlich

Ein zentrales Ergebnis betrifft die Antriebstechnologien: Die Nachfrage nach batterieelektrischen Fahrzeugen entwickelt sich regional unterschiedlich, während das Interesse an Hybridfahrzeugen zunimmt.

Niedrigere Kraftstoffkosten sind nach wie vor ein wichtiger Motivationsfaktor für Verbraucher, die sich für Elektrofahrzeuge interessieren, doch Bedenken hinsichtlich Reichweite, Ladezeit, Verfügbarkeit öffentlicher Ladestationen und Batterieleistung beeinflussen weiterhin die Kaufentscheidung. Die meisten potenziellen Käufer von Elektrofahrzeugen bevorzugen das Laden zu Hause, während die Kosten nach wie vor ein wichtiger Faktor bei der Entscheidung für das Laden an öffentlichen Ladestationen sind.

„Gleichzeitig deutet die Unsicherheit darüber, wer für die Entsorgung von Altbatterien zuständig sein soll, auf größere Lücken im Ökosystem hin, die im Zuge der zunehmenden Elektrifizierung geschlossen werden müssen“, so die Berater.

Auch die Markenbindung bleibt in Bewegung. Während in Japan eine hohe Loyalität besteht, ist in Märkten mit vielen Erstkäufern eine stärkere Wechselbereitschaft zu erkennen. Bei digitalen Fahrzeugfunktionen schätzen Konsumenten vor allem vernetzte Lösungen, die Sicherheit und Schutz erhöhen, äußern jedoch weiterhin große Vorbehalte beim Teilen ihrer Daten.

Darüber hinaus zeigt die Studie Offenheit gegenüber Künstlicher-Intelligenz-gestützter Personalisierung und „Over-the-Air“-Updates ohne Werkstattbesuch, die den Nutzen eines Fahrzeugs über die Zeit erweitern sollen. Bei der Wahl von Serviceanbietern legen Verbraucher vor allem Wert auf Servicequalität, Vertrauen und Transparenz.

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Via: Deloitte (PDF/ENG)
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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. RodolfEsel meint

    05.02.2026 um 11:38

    [Sarkasmus Modus on]
    Na sowas! Wer hätte das gedacht? Kunde droht mit Auftrag und möchte sogar heimische Elektroautos kaufen. Da könnte man doch mit etwas Technologieoffenheit, Verknappung und Diffamieren ein ganz bisschen gegensteuern? Oder zumindest den Hybridverkauf nochmal ankurbeln? Alles was Recht ist, um das Verbrenneraus solange wie möglich herauszuzögern!
    … A few moments later …
    Na bitte! Hat geklappt! 🥳

    Antworten

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