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Renault-Manager über Elektroauto: Größte Sorge bei den Kunden sind die Ladepreise

05.02.2026 in Autoindustrie von Thomas Langenbucher | 28 Kommentare

Renault-Twingo-Elektroauto-2026

Bild: Renault

Florian Kraft, Managing Director der Marke Renault und Länderchef der Renault Group in Deutschland, skizziert im Gespräch mit dem Portal Elektroauto-News die strategische Rolle des neuen elektrischen Twingo und ordnet ihn in die E-Mobilitäts-Strategie des Konzerns ein. Der Kleinstwagen solle zentrale Werte wie Einfachheit, Kundennähe und Emotionalität bewahren und zugleich konsequent elektrisch positioniert sein.

Nach Krafts Darstellung knüpft die vierte Generation bewusst an die ursprüngliche DNA des Modells an. Neben Erschwinglichkeit gehe es um ein leicht zugängliches Fahrzeug mit eigenständigem Charakter. Mit dem Zusatz „E-Tech Elektrisch“ werde zugleich deutlich, dass der Twingo als rein mit Strom betriebenes Auto konzipiert ist und zur urbanen Elektromobilität passen soll.

Im Rahmen der Strategie „Renaulution“ sieht Kraft den Twingo E-Tech Elektrisch nicht als Kompromissprodukt. Retro-Elemente im Design seien gewollt, technisch hingegen sei das Fahrzeug auf dem aktuellen Stand. Auf der AmpR-Small-Plattform teile sich der Twingo die Basis mit den etwas größeren Elektroautos Renault 4 und Renault 5.

Besonders hebt Kraft die Innenausstattung und die digitale Vernetzung hervor. Mit dem OpenR-link-System und zwei großen Bildschirmen sieht Renault sich im B-Segment führend. Der Anspruch sei klar formuliert: „erschwinglich, ja – aber keine Kompromisse beim Produkt“. Dazu gehörten auch praktische Lösungen wie eine verschiebbare Rückbank und ein variabler Kofferraum.

Preislich ist der Twingo klar positioniert: Ziel sei ein Einstiegspreis unter 20.000 Euro, was durch Kostensenkungen innerhalb der Elektro-Sparte Ampere ermöglicht werden soll. Im A-Segment erwartet Kraft keine relevanten Abstriche für die Kundschaft, da Reichweite, Platzangebot und Nutzung klar auf den urbanen Alltag zugeschnitten seien.

Im Vergleich zu Renault 4 und 5 fällt die Batterie des Twingo kleiner aus. Während die größeren Modelle mit bis zu 52 kWh über 400 Kilometer WLTP-Reichweite erreichen, akzeptiert Renault beim Twingo zugunsten des Preispunkts eine geringere Reichweite von 262 Kilometern.

„Der Markt hat sich bereits deutlich weiterentwickelt“

Zur Rolle staatlicher Förderung betont Kraft, dass sich der Markt weiterentwickelt habe. Nach einem Rückgang der Elektro-Neuzulassungen 2024 sieht Renault 2025 trotz weggefallener BAFA-Prämien wieder ein starkes Wachstum. Die neue, stärker individualisierte staatliche deutsche Elektroauto-Prämie ab 2026 wertet er als zusätzliche Unterstützung für einen grundsätzlich etablierten Markt.

Als größtes Hemmnis für Elektromobilität nennt Kraft die Intransparenz und Höhe der Ladepreise. Nicht die Infrastruktur, sondern Kosten von bis zu 1,20 Euro pro Kilowattstunde an Schnellladesäulen sorgten für Verunsicherung. Die Sorge der Kunden richte sich weniger auf den Fahrzeugpreis als auf fehlende Planbarkeit beim Laden.

Mit dem „Mobilize Charge Pass“ bietet Renault nach eigenen Angaben eine Antwort auf dieses Problem. Für eine monatliche Gebühr können Kunden zu festen Konditionen, etwa an Ionity-Schnellladern, laden. Eigene Ladeinfrastruktur will Renault künftig nicht mehr betreiben, den Charge Pass aber stärker vermarkten.

Weitere Herausforderungen sieht Kraft in der Umstellung von Verbrenner auf Elektroantrieb, die eine Lernphase erfordere, sowie in der wachsenden Komplexität der Beratung. Händler spielten dabei eine Schlüsselrolle, müssten aber zunehmend auch Themen wie Konnektivität und digitale Dienste abdecken.

Zum Abschluss betont Kraft den Anspruch, ein breites Antriebsportfolio anzubieten. Mut zeige Renault nicht nur mit Elektroautos, sondern auch mit neuen Verbrennern wie dem Clio. Nach einem erfolgreichen Jahr 2025 solle sich dieser Ansatz 2026 mit Twingo und Clio in allen Antriebsarten erneut in Stückzahlen beweisen.

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Via: Elektroauto-News.net
Tags: Renault Twingo ElektroUnternehmen: Renault
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. MK meint

    05.02.2026 um 18:27

    Das ist aus meiner Sicht ein reines Wahrnehmungsproblem: Beim Strom hängt man sich an Schnellladerpreisen an Autobahnen auf, während man bei Verbrennern immer im Kopf hat, dass die Spritpreise an Tankstellen locker 25% bis 30% höher sind als abseits. Bei uns in Marburg sind selbst andere eAutofahrer teils überrascht, wenn ich denen erzähle, dass man hier im Landkreis an dutzenden verschiedenen Orten ohne Abo für 36 ct/kWh öffentlich laden kann.
    Sollte ich mal an den Schnelllader müssen, lade ich bei EWE (52 ct ohne Abo). Das hört sich für Strom erstmal teuer an. Vergleicht man es aber mit den Spritpreisen (auch abseits der Autobahnen), ist es selbst dann billiger.

    Und wie andere Vorredner schon gesagt haben: Wer viel an Schnellladern lädt, hat sowieso Abos und ist damit dann auch wieder deutlich günstiger unterwegs.
    Dazu kommt die vollkommene Entspannung: Preise wie die von EWE gelten deutschlandweit 24/7. Eine Preisänderung bekomme ich als eAutofahrer in der Regel 6 Wochen vorher angekündigt und kann ganz entspannt nach einer Alternative suchen sollte es teurer werden. Wer kann mir sagen, was Diesel heute in 6 Wochen dauert? Wer kann mir überhaupt sagen, wass der Liter Diesel morgen früh um 7:30 Uhr in Frankfurt kostet? Und kostet es z.B. bei Shell im Norden Frankfurts vielleicht schon was ganz anderes als im Süden Frankfurts? Und wie verändert sich der Preis bis 17 Uhr?

    Antworten
    • Rolf Schade meint

      05.02.2026 um 20:20

      Wieder mal an der Realität vorbei- EWE in Berlin Charlottenburg egal wo 0,62 Cent/kWh. Hängt wohl doch davon ab, wo man wohnt. Fahre einen EV 3 gt line und das mit dem Strompreis funktioniert nur, solange ich an meiner Wallbox steht. Nun ist nicht jeder Eigentümer eines Hauses und wenn ich beruflich in Berlin bin, ist das mit dem Laden ein einziges finanzielles Debakel. Da ist es in Deutschland noch ein langer Weg…

      Antworten
      • Future meint

        06.02.2026 um 08:21

        In Charlottenburg gibt es ja auch fast keine Ladesäulen von eweGo, deshalb ist das im Roaming über die App von ewe natürlich teurer. Ich habe aber mal für dich geschaut: an den eweGo-Säulen an der Charlottenburger Chaussee 49 und der Markstraße 16 kannst du natürlich auch als Berliner für 52 Cent ohne Abo an den Säulen von eweGo laden. Es gibt sogar nich ein paar mehr Standorte von eweGo im schönen Berlin.

        Antworten
      • MK meint

        06.02.2026 um 11:06

        Wie „Future“ schon schreibt: Dann sind Sie nicht an einer EWE Säule, sondern bei einem Roaming-Partner. Das weiß man ja aber vorher. Natürlich muss man schauen, wer tatsächlich der Ladesäulenbetreiber ist, weil es bei dem direkt eigentlich immer billiger ist.
        Den Extremfall gibt es bei uns in Marburg auf dem „Messeplatz“ (eigentlich ein P&R- und LKW-Parkplatz, auf dem alle Schaltjahr mal drei Tage Messe ist…). Dort werden mir in der EWE-App drei Schnelllader angezeigt. Bei einem teil zahlt man 52 ct, beim anderen 62 ct…das erkenne ich aber von weitem: Auf dem einen Schnelllader prangt fett das EWE-Logo, auf den anderen beiden ein anderes. Also weiß ich „Achtung, Roaming Partner, also teurer“. und lade dort eben nicht mit der EWE-App.
        Generell sind die Schnelllader-Preise doch sowieso eher auf der Langstrecke relevant, da ich daheim meist auch das Auto während einer anderen Tätigkeit an einen 11 kW-Lader stellen kann. Und auf der Langstrecke verfahre ich ja wiederum normalerweise nicht ganz exakt 2 Akkuladungen, sondern z.B. 1,5. Dann habe ich einen Spielraum von mehreren hundert Kilometer Streckenlänge, auf denen ich frei entscheiden kann, wo ich lade und natürlich suche ich da die billigste aus. Da sind wir dann wieder bei dem Punkt „die Preise sind konstant“: Um die billgste zu finden, muss ich nciht während der Fahrt ständig irgendeine App checken…das kann ich auch drei Wochen vorher in aller Ruhe daheim machen, wenn ich grade ma Langeweile habe.

        Antworten
    • F. K. Fast meint

      06.02.2026 um 09:53

      > Dazu kommt die vollkommene Entspannung: Preise wie die von EWE gelten
      > deutschlandweit 24/7. Eine Preisänderung bekomme ich als eAutofahrer in der Regel 6
      > Wochen vorher angekündigt und kann ganz entspannt nach einer Alternative suchen
      > sollte es teurer werden. Wer kann mir sagen, was Diesel heute in 6 Wochen dauert?
      > Wer kann mir überhaupt sagen, wass der Liter Diesel morgen früh um 7:30 Uhr in
      > Frankfurt kostet?

      Absolut richtig. Die volatilen Spritpreise werden nur innerhalb der Verbrennerblase kritisiert. Beim Vergleich mit Ladepreisen werden sie oft ignoriert.

      Antworten
      • MK meint

        06.02.2026 um 11:13

        Wenn mich jemand fragt, wie viel billiger mit Strom fahren für mich ist als mit dem Benziner, stele ich immer die Gegenfrage, mit welchem Spritpreis ich die Rechnung machen soll. Vor Allem, wenn ich dann die Zusatzfrage ergänze, mit welchem Spritpreis ich denn nächstes und übernächstes Jahr rechnen soll, weil ich einen Neuwagen ja nicht gekauft habe, um ihn dann nur 2 Wochen zu fahren, geht dem ein oder anderen dann doch ein Licht auf.
        Die, die sich dann noch mit „steigende Spritpreise liegen ja nur an den steigenden Steuern“ versuchen rauszuwinden, gibt es natürlich auch. Anfangs habe ich dann erklärt, dass Energiesteuer, CO2-Betrag und Mehrwertsteuer beim Strom ganz genauso gezahlt werden müssen und es eben trotzdem billiger ist. Mittlerweile sage ich meist nur noch „Ist mir egal, warum das Benzin teurer ist. Fakt ist: Du hast grade selber gesagt, dass es teurer ist…und nur das interessiert meinen Kontostand.“

        Antworten
  2. Futureman meint

    05.02.2026 um 17:08

    Komisch, dass es woanders läuft. Gerade in den Niederlanden für 0,31€/kWh geladen. Ohne Abo oder so, einfach das richtige Auto gekauft.

    Antworten
    • Future meint

      05.02.2026 um 17:53

      Das sagen alle über ihr Auto

      Antworten
      • Future meint

        05.02.2026 um 20:29

        Es ist wie mit der neuen Freundin.
        Die ist ja auch immer die »richtige«, gell ;-)

        Antworten
  3. Norbert A. meint

    05.02.2026 um 15:51

    Schade das die Renault-Manager Ihr eigene Ladekarte einschränkern. Der „Mobilize Charge Pass“ funktionierte in ganz Europa inkl. den Nordischen Ländern wie Dänemark usw. und das haben die massiv reduziert. Wie soll es da den Kunden besser gehen, wenn sie selbst das Angebot reduzieren?

    In der Mail:
    Anpassung der mit Ihrem
    Mobilize Charge Pass kompatiblen Länder

    Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,

    Um unsere Bemühungen auf die kontinuierliche Verbesserung des Dienstes und die Einführung neuer Vorteile zu konzentrieren, haben wir unser Mobilize Charge Pass Angebot angepasst.

    Ab dem 23. Januar, wird der Dienst in 10 Ländern verfügbar sein: Frankreich, Deutschland, Vereinigtes Königreich, Niederlande, Luxemburg, Belgien, Italien, Spanien, Schweiz und Österreich.
    Wir haben festgestellt, dass Sie Ihren Mobilize Charge Pass vor Kurzem in einem Land genutzt haben, das bald nicht mehr Teil dieser Liste sein wird.
    Das bedeutet, dass Sie Ihren Mobilize Charge Pass ab dem 23. Januar, in diesem Land nicht mehr verwenden können. Der Zugang in den Ländern, in denen der Dienst weiterhin aktiv ist, bleibt jedoch unverändert bestehen (siehe Liste oben).

    Das Mobilize Charge Pass Team steht Ihnen für weitere Fragen jederzeit zur Verfügung.

    Antworten
  4. Elvenpath meint

    05.02.2026 um 13:00

    Die Preise liegen in der Regel um die 60 cent/kWh. mit Abo deutlich darunter.
    Die hohen Preise können beim Roaming leider vorkommen. Sicher ist das nicht akzeptabel, aber eben auch die Ausnahme, wenn man nicht an seinen gewohnten Ladesäulen laden kann.

    Antworten
  5. Jörg2 meint

    05.02.2026 um 12:54

    Im deutschen, liberalisierten Strommarkt mit über 1.000 Anbietern sind die Preisunterschiede im einstelligen Cent-Bereich pro kWh (Ausreißer und Abwehrpreise mal außen vor). Der Wettbewerb findet hier zwischen den Stromanbietern statt. Die Besitzer der Netze werden auskömmlich bezahlt und sind nicht Teil des Wettbewerbes.
    Im Ladestrommarkt sind die Preisunterschiede deutlich höher. Die Anzahl der Anbieter ist sehr überschaubar. Die Netzbetreiber diktieren die Preise. Die über 1.000 Stromanbieter sind außen vor.
    Eine Liberalisierung im Ladestrommarkt könnte das verändern.

    Antworten
    • Future meint

      05.02.2026 um 13:53

      Der Strommarkt in Deutschland wurde ja erst in 1998 liberalisiert. Jahrzehntelang galten also die Monopole im Strommarkt und selbst heute gibt es noch viele Kunden in den Grundversorgertarifen, denen der Strompreis also vollkommen egal ist.
      Es ist eigenartig, dass der Preis für den öffentlichen Autostrom jetzt immer noch so viel thematisiert wird und immer noch so gern als Argument gegen Elektromobilität angeführt wird. Offenbar haben einige Akteure auch ein Interesse an diesen hohen Strompreisen.
      Natürlich wird es irgwendwann eine Liberalisierung geben müssen, damit endlich auch an der Ladesäule mehr Wettbewerb entsteht. Bis dahin braucht man halt seine paar Apps und muss immer Preise vergleichen – vor allem auf der Fernstrecke. Natürlich ist es auch hilfreich, wenn man als Laternenparker ein effizientes Elektroauto hat mit weniger als 13 kWh/100 km im Jahresdurchschnitt.

      Antworten
  6. F. K. Fast meint

    05.02.2026 um 12:34

    Die maximalen Preise an Ladesäulen werden von Medien thematisiert – aber nicht, um den konkreten Anbieter zu isolieren, sondern um der E-Mobilität insgesamt ein negatives Image umzuhängen. Würde bspw. eine Tankstelle einen aberwitzigen Preis verlangen, dann würde niemand auf den Gedanken kommen, Verbrenner gleich insgesamt zu diskreditieren.

    Antworten
    • Ben meint

      05.02.2026 um 12:44

      Tankstellen verlangen doch aberwitzige Preise, interessiert nur niemanden das Sprit 0,06€/l in Herstellung kostet und dazu kommt noch das es einem abgesprochenen Einheitspreis gibt der seit Jahren steigt und der Kunde keine Möglichkeit hat dem zu entkommen anders als beim BEV bei dem man den günstigsten Anbieter wählen kann.

      Antworten
      • eBikerin meint

        05.02.2026 um 12:52

        “ interessiert nur niemanden das Sprit 0,06€/l in Herstellung kostet “
        Stimmt denn die Raffenerien bekommen das Rohöl ja geschenkt – man man man

        Antworten
        • Gunnar meint

          05.02.2026 um 14:26

          Nein, Sprit kostet keineswegs 0,06€/l in der Herstellung.
          Die Öl/Gas-Industrie macht pro Jahr 1,03 Billionen Dollar Gewinn und bekommt gleichzeitig 1,3 Billionen Dollar explizite Subventionen. D.h. ohne Subventionen ist die Öl- und Gasindustrie ein Verlustgeschäft. Komplett irre.
          Ohne diese Subventionen wären die Spritpreise circa 1,70 pro Liter höher.

        • eBikerin meint

          05.02.2026 um 14:43

          „Ohne diese Subventionen wären die Spritpreise circa 1,70 pro Liter höher.“
          Schmarrn. Ich glaube die Geschichte mit den 1,3 Billionen mal einfach so:
          Laut Enegerie-Umwelt punkt ch werden täglich rund 100 Millionen Barrel Rohöl verbraucht. das sind 15,9 Milliarden Liter. Machen wird es einfach – daraus macht man rund 15,9 Milliarden Liter an Produkten (Benzin, Diesel, Kerosin, Flüssiggas usw). 15,9 x 365 = 5.800 also 5.8 Billionen Liter. Bei deinen 1,7 Euro mehr würde also die Industrie Mehreinnahmen von 9,86 Billionen machen. Da ich mir sicher bin, dass du dir die 1,7 Euro nicht selbst ausgedacht hast, sondern irgendwo gelesen hier mein Tipp: besonders stark Lobby (und zwar von jeder) getriebene Studien und Aussagen immer mal selbst hinterfragen.

        • MK meint

          06.02.2026 um 11:36

          @eBikerin
          Ihre Rechnung hat entscheidende Schwachstellen:
          – Rohöl enthält auch Abfallstoffe, die als Sondermüll entsorgt werden. Aus 15,9 Milliarden Liter Rohöl, werden also deutlich weniger als 15,9 Milliarden Liter fertiges Produkt
          – Aus Rohöl wird auch Kunststoff hergestellt und nicht nur Treibstoffe
          – In Deutschland (und ich denke, davon redet Gunnar) sind 19% Mehrwertsteuer auf Benzin und Diesel (Und auch Kunststoffprodukte) fällig. Zahlt ein Endkunde 1,70 € mehr pro Liter, kommen schon beim Tankstellenpächter nur noch 1,38 € an. Dieser wiederum hat einen höheren Warenwert, den er vorfinanzierne muss, muss also auch einen Teil des Geldes behalten…so zieht sich das durch die Kette über Tanklager, Raffinerien usw. Beim eigentlichen Mineralölkonzern kommt also noch mal deutlich weniger an.
          – Generell sind Subventionen, aber auch Kaufkraft und damit Gewinnmargen der Konzerne je nach Land sehr unterschiedlich. Wenn jemand von 1,70 € in Deutschland spricht, sind es in China vielleicht trotzdem nur 0,10 €…wir machen ja nur einen verschwindend geringen Anteil am Weltverbrauch aus.

      • Elvenpath meint

        05.02.2026 um 12:57

        Die Herstellungskosten eines Liters Benzin, inklusive Rohölpreis, Transport und Raffinerieprozesse, belaufen sich auf etwa 0,78 bis 0,94 Euro.
        Sagt zumindest Google AI.

        Antworten
        • eBikerin meint

          05.02.2026 um 14:16

          Danke!

      • volsor meint

        05.02.2026 um 13:31

        Bitte die Quelle zu der Aussagen 0,06€ pro Liter in der Herstellung.

        Antworten
  7. Mäx meint

    05.02.2026 um 11:43

    Spannend. Ich hätte würde gerne mal in die alternative Zeitlinie reinschauen, in der Ladestrom bezuschusst wurde statt Kaufpreis und gucken ob die Manager dann sagen würden alles wäre perfekt.
    Oder ob es dann heißt: Der Kaufpreis ist die größte Sorge der Kunden.

    Wenn man den Kunden aber erzählt es würde bis zu 1,2€/kWh kosten, wäre ich auch abgeschreckt. Wo hat er solche Apothekenpreise denn gefunden?

    Antworten
    • A-P meint

      05.02.2026 um 11:55

      „Wenn man den Kunden aber erzählt es würde bis zu 1,2€/kWh kosten, wäre ich auch abgeschreckt. Wo hat er solche Apothekenpreise denn gefunden?“

      Wahrscheinlich eine Ladesäule mit Titangehäuse und Stromleitungen aus Gold … daher vielleicht 1,20 €/kWh.

      Antworten
    • Thorsten 0711 meint

      05.02.2026 um 12:11

      Wenn du bei Chargeprice ganz herunterscrollst kannst du mitunter Preise jenseite von 1€ erkunden.

      … Habe gerade mal eine Shell DC-Ladestation in meiner Nähe aufgerufen und der höchste angezeigte Preis ist tatsächlich 1,20€ (Smartcharge Naturstrom). Der Günstigste, EWEgo, kostet 62 Cent/kWh.

      Antworten
      • Mäx meint

        05.02.2026 um 12:25

        Also ich hab hier jetzt mal EnBW, Aral, Iointy und EWE gecheckt, teuerster Preis war 1,02€/kWh.
        Darum geht es aber nicht. Diese Tarife wird es geben, keine Frage und heiße ich auch nicht gut.

        Sage ich meinem Kunden: Ououou Elektroauto? Davon würde ich abraten, da bezahlst du ganz schnell an der Ladesäule mal 1,2 die kWh.
        Kauf lieber Benzin/Diesel, da weißt du was es kostet.

        Oder sage ich: Da muss man sich bissl mit beschäftigen, aber mit der EWE Karte kannst bei McDonalds günstig laden und bei ganz vielen anderen zumindest für 62 Cent. Das deckt erstmal alles ab.
        Willst du dich damit beschäftigen nimm die chargeprice app und dann guckst du da mal rein.

        Viele benutzen auch sowas wie clever tanken usw.
        Wo ist der Unterschied dann?

        Antworten
        • Thorsten 0711 meint

          05.02.2026 um 13:44

          Der Unterschied ist, dass ich beim Treibstoff keine riesigen Abweichungen bei den Preisen habe und das Zahlungsmittel keinen Einfluss auf den Preis hat.

          Alemannia_01
          Haußmannstraße 46, 70188 Stuttgart, DE
          Octopus: 36 Cent
          EnBW Tarif S: 89 Cent
          Oder beim AC-Ladestrom in meiner Straße kann ich entweder für 29 oder 49 Cent Ad hoc laden. Mit Ladekarte der diversen Anbieter ist es noch unübersichtlicher. Diese Preisfallen kann man keinem Außenstehenden vernünftig erklären.

    • MK meint

      06.02.2026 um 11:46

      Das habe ich mich auch gefragt…das ist in etwa so, als ob man sagen würde: „Es gab schon mal eine Tankstelle an einer Autobahn, bei der man Ultimate Diesel für 2,80 € pro Liter kaufen konnte“. Jeder Diesel-Fahrer sagt dann sofort: Ich zahle aber mindestens 35% weniger. So ist es auch hier: So ein Preis wird bestimmt von irgendwem irgendwo verlangt. Ob den aber schon mal jemand tatsächlich bezahlt hat, steht auf einem ganz anderen Blatt…und über den Durchschnittspreis sagt es sowieso gar nichts aus.

      Antworten

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