Renault hat eine besondere Variante seines neuen Twingo vorgestellt: Für den französischen Energieversorger EDF wurde der elektrische Kleinwagen zu einem kompakten Lieferfahrzeug umgebaut. Durch den Ausbau der Rücksitze steigt das Ladevolumen deutlich auf 797 Liter – mehr als doppelt so viel wie die maximal 360 Liter der Serienversion.
Möglich wird das durch den Verzicht auf die hintere Sitzreihe. An deren Stelle wurde ein Laderaum mit Metallkäfig installiert, der durch Abdeckungen ergänzt wird, um die transportierte Fracht zu verbergen. Eine Gittertrennwand separiert den Ladebereich vom Cockpit. Die Modifikation wurde am Rande einer Medienpräsentation des neuen, rein elektrischen Twingo präsentiert und richtet sich an den gewerblichen Einsatz.
Hervorzuheben ist, dass der Umbau vollständig rückgängig gemacht werden kann. Damit soll sichergestellt werden, dass der Wiederverkaufswert der Fahrzeuge nach ihrem Einsatz in Unternehmensflotten erhalten bleibt.
The Renault Twingo has been given the commerical treatment! And it's got nearly 800 litres of load space… 👀 https://t.co/ALLsUTAq0u pic.twitter.com/amiQgRZkWv
— Autocar (@autocar) March 24, 2026
Optisch hebt sich der Elektro-Twingo-Van durch schwarze Einfassungen der Scheinwerfer und eine auffällige blaue Lackierung ab, die Teil des Erscheinungsbilds von EDF ist. Zudem sind die hinteren Scheiben stark abgedunkelt, sodass der Inhalt des Laderaums von außen kaum erkennbar ist.
Bei dem Modell handelt es sich um ein Konzeptfahrzeug, das jedoch laut Autocar aufgrund seiner einfachen Umsetzung durchaus Serienpotenzial hat. Gleichzeitig dämpft Renault die Erwartungen an eine breite Markteinführung. Bereits in den 1990er-Jahren gab es eine ähnliche Umrüstung beim ersten Twingo, doch entsprechende Fahrzeuge sind heute selten.

ID.alist meint
Eine Zeit lang gab es den Load Up!
Nicht nur für EDF einen praktischen Transporter in Zwergformat, und als BEV lokal sauber.
Mike meint
Spielt(e) wahrscheinlich eh (fast) nur in Österreich eine Rolle wegen Vorsteuerabzugsmöglichkeit.