Subaru verschiebt die Produktion eines eigenständig entwickelten Elektroautos im Heimatmarkt Japan. Zugleich verbucht der Autobauer eine Belastung von 362 Millionen Dollar. Der operative Gewinn brach im Geschäftsjahr bis zum 31. März um 90 Prozent ein.
Das Werk Oizumi nähert sich der Fertigstellung und soll um 2028 öffnen. Dort wollte Subaru ursprünglich ein erstes unabhängig entwickeltes E-Auto bauen. Zum Produktionsstart sollen nun aber Verbrenner- und Hybridfahrzeuge gefertigt werden, berichtet Automotive News.
Reine Stromer sollen in Oizumi später hinzukommen, abhängig von der Nachfrage. CEO Atsushi Osaki stellte die Änderung Mitte Mai vor. Subaru will demnach die gesamte Strategie einschließlich der geplanten Modelle neu bewerten.
Osaki erklärte, im wichtigen Markt USA habe sich das Tempo der Elektroauto-Einführung verlangsamt. Als Grund nannte er teilweise gelockerte Umweltpolitik. Der Zeitpunkt der E-Auto-Markteinführung werde deshalb verschoben.
Subaru will laut dem Bericht Kernkomponenten für reine Stromer weiterentwickeln. Die dafür vorgesehenen Ressourcen sollen jedoch deutlich reduziert werden. Den genauen Starttermin eigener E-Auto-Modelle will man nach Beobachtung der Marktbedingungen festlegen.
Subaru konnte Elektroauto-Kosten bisher begrenzen, indem Entwicklung und Montage mit Anteilseigner und Partner Toyota geteilt wurden. So ist das mittelgroße SUV Solterra eine umbenannte Version des Toyota bZ4X. Das große SUV Getaway ist mit dem Toyota bZ Woodland verwandt.
US-Zölle belasteten Subaru im letzten Geschäftsjahr mit rund 1,4 Milliarden Dollar. E-Auto-Abschreibungen und Wertminderungen belasteten das Ergebnis zusätzlich mit rund 360 Millionen Dollar. Höhere Rohstoffkosten kamen als weitere Belastung hinzu.
Der operative Gewinn sank auf etwa 250 Millionen Dollar, nach 2,5 Milliarden Dollar im Vorjahr. Der Nettogewinn fiel um 73 Prozent auf 570 Millionen Dollar. Für das Geschäftsjahr bis zum 31. März 2027 erwartet Subaru 90 Millionen Dollar operativen Gewinn und 940.000 verkaufte Fahrzeuge.


F. K. Fast meint
Und noch ein japanischer Hersteller, an den man sich in 15 Jahren nur dunkel erinnern wird.
Dirk meint
Hat das irgendwie System, dass die alten Verbrenner-Grössen allesamt zu langsam sind, um so einen Wandel mitzumachen?
Dann geht es Subaro vielleicht so wie Nokia.
eBikerin meint
Welcher Größe?
David meint
Das ist auch richtig so. Das Elektroauto ist eine vorübergehende Erscheinung. Da sollte man in der Tat erst mal ganz in Ruhe überprüfen. Und nicht nur einmal. Denn ich möchte mich darauf verlassen, dass ich, wenn ich die Japaner zusammenfassend bezüglich BEV bewerte, da bloß kein Ausreißer dabei ist. Bisher sind aber alle brav und machen da nichts.
Gerd Heinrich meint
In kurzer Zeit, erst Honda, jetzt Mazda und Subaro. Die Japaner erwarten ein neues Mittelalter in dem die Menschheit schon einmal jahrhunderte-lang kaum voranging.
banquo meint
Toyota hat mit dem Facelift bz4x und dem Coupe dazu ein BV im Markt. Nissan mit dem Leaf und Misubishi durch die Verbindung zu Renault mit dem Eclipse. Honda kam mit den bisherigen EV’s nicht im Markt an und es wird immer schwieriger gegenüber VW, Hyundai und BYD+MG..
F. K. Fast meint
Was ja durchaus im Bereich des Moeglichen liegt. Nach der Hochzeit der Antike (Aegypter, Griechen, Roemer, …) kam dann erstmal ein paar Jahrhunderte Verfall. Vergleiche allein mal den Gebrauch von Wasser im Mittelalter mit dem im roemischen Reich.
Futureman meint
Weltweit steigen die Verkäufe von reinen E-Autos (Trumpland mal ausgenommen) und inzwischen stagnieren Hybridautos bzw. gehen schon wieder zurück. Auf welchem Markt will Mazda, ach ne hier geht´s ja um Subaru, dann zukünftig noch verkaufen?
Bei immer mehr Herstellern mit stark steigenden Verkäufen, bleibt halt weniger für alte Hersteller und irgendwann werden die ersten aufgeben (müssen)
Nach den aktuellen Berichten auf dieser Seite tippe ich auf Mazda und Subaru.