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BYD hat in Deutschland „sehr, sehr hohe Ambitionen“

19.02.2026 in Autoindustrie von Thomas Langenbucher | 28 Kommentare

BYD-Showroom

Bild: BYD

Der chinesische Hersteller von Elektroautos und Plug-in-Hybriden BYD war im letzten Jahr erstmals der erfolgreichste Verkäufer von reinen Stromern. Das gelang auch durch die verstärkte Expansion ins Ausland. Noch verkauft der Konzern vor allem im Heimatmarkt Fahrzeuge, insbesondere in Deutschland will man aber weiter wachsen.

„Wir haben sehr, sehr hohe Ambitionen für die nächsten Jahre“, erklärte Deutschlandchef Lars Bialkowski im Gespräch mit der Automobilwoche.
Dem Handelsblatt sagte er: „Wir wollen das erreichen, was wir uns schon im vergangenen Jahr vorgenommen haben und die Marke von 50.000 knacken.“

BYD solle nicht nur die führende chinesische Marke in Deutschland werden, sondern der Markt auch innerhalb Europas für das Unternehmen eine Führungsrolle einnehmen. „Das ist unser Anspruch“, sagte Bialkowski der Automobilwoche.

Im letzten Jahr lag BYD mit laut Kraftfahrt-Bundesamt 23.306 Zulassungen hinter dem direkten Konkurrenten MG, der es auf 26.479 Zulassungen brachte. Allerdings ist die britische, heute zum chinesischen SAIC-Konzern gehörende Marke MG schon deutlich länger am Start.

Auf- und Ausbau des Händlernetzes

BYD hat nach einem enttäuschenden Start mit dem Importeur Hedin vor zehn Monaten damit begonnen, in Deutschland ein Händlernetz aufzubauen. In den vergangenen vier Monaten sei man bereits die stärkste chinesische Marke gewesen, berichtete der Deutschland-Chef. Ende des ersten Quartals will BYD mit 190 Händler-Standorten vertreten sein, an 150 bereits Autos verkaufen. Ende dieses Jahres sollen es dann mehr als 350 sein. Die Geschwindigkeit des Ausbaus dürfte allerdings etwas nachlassen. „Wir müssen jetzt auch in ländlichere Gebiete, wo die Anzahl der Händler schlicht nicht mehr so groß ist“, so Bialkowski.

Bei der Organisationsentwicklung habe man einen Stand von rund 40 Prozent erreicht. Ende März sollen für BYD Deutschland 120 Mitarbeiter tätig sein. „Wir wollen das schneller machen als so mancher Wettbewerber in der Vergangenheit“, unterstrich der Deutschland-Chef. Mit inzwischen elf Modellen decke BYD rund 90 Prozent des ganzen Marktes ab.

Hohe Rabatte sind eines der Mittel, mit denen BYD in Deutschland Marktanteile erobern will. „Natürlich fordern wir beim Markteintritt die Konkurrenz heraus“, erklärte Bialkowski. Aber man durchbreche nicht sensible Preispunkte, man sei ein wirtschaftlich getriebenes Unternehmen. Der derzeit hohe Anteil an Eigenzulassungen und Vermietungsgeschäft ist laut dem Deutschland-Chef eine bewusste Entscheidung. Der Anteil der „echten“ Verkäufe werde in den nächsten Monaten ansteigen.

BYD sieht in Europa großes Potenzial

In Europa sieht Bialkowski großes Potenzial. Bis 2030 wolle man als europäischer Anbieter wahrgenommen werden und die Wertschöpfungskette weiter lokalisieren. Man befinde sich auf einem durchgeplanten Wachstumskurs: „Wir haben eine bessere und breitere Produktpalette, da darf man auch selbstbewusst auftreten.“

Top-Managerin Stella Li sagte kürzlich mit Blick auf Europa, dass der Kontinent für BYD qualitativ der wichtigste Markt sei. Die dortige, als besonders anspruchsvoll geltende Kundschaft wirke als Antrieb für Innovation. „Wenn wir in Europa erfolgreich sind, wissen wir, dass wir überall auf der Welt erfolgreich sein können“, so Li.

BYD versteht sich dabei nicht nur als Autobauer, sondern als Technologieunternehmen. Der als Batteriehersteller gestartete Konzern produziert Komponenten für ein Drittel aller weltweit verkauften Smartphones und liefert Energiespeicher an zahlreiche westliche Marken. Mit mehr als 100.000 Ingenieuren, täglich 45 neuen Patentanmeldungen und rund 70.000 registrierten Patenten sieht Li die Innovationsorientierung als zentrale Stärke.

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Unternehmen: BYD
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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. ToJo meint

    20.02.2026 um 08:57

    Mich überzeugt da nichts! Eine Freundin hat ihren Tesla abgegeben weil sie die Marke und den CEO nicht weiter unterstützen wollte. Ein BYD Seal sollte es werden, der dann im September 2025 bestellt und im Oktober 2025 geliefert wurde. Nach knapp 2 Wochen dann eine Panne auf der Autobahn. Bis heute (Feb. 2026) ist das Auto in der Werkstatt. Man weiß nicht was es ist. Angeblich ist ein Team in China mit involviert. Kommunikation mit dem Autohaus läuft ins Leere, so dass sie nun mit dem Deustchlandchef von BYD kommuniziert. Ich bin gespannt wie das weiter geht… für mich wäre das alles jedoch keine Option und schon jetzt (nach dieser Erfahrung) hätte ich keine Bock auf diese Marke.

    Antworten
    • Elvenpath meint

      20.02.2026 um 15:34

      Hört sich ziemlich unglaubwürdig an. Ich wäre nicht überrascht, wenn die Story frei erfunden wäre.

      Antworten
  2. Bender meint

    19.02.2026 um 12:31

    BYD hat in Deutschland 2 eklatante Probleme (die sie merkwürdigerweise nicht offen ansprechen oder gar ignorieren):
    1) Keine Händler in Kundennähe -> ich kaufe mir kein Auto wenn ich dafür zur Inspektion ewig weit fahren muss, da bin ich, wie der rest der Nation, ’ne faule S*u.
    2) Die Preise (und vorallem Leasingraten) der Fahrzeuge sind für das technisch gebotene einfach zu hoch. Das kann natürlich jeder anders sehen, aber >ich< finde, für das was BYD haben will, kriege ich auch leckere Asiatische oder Europäische Kost.

    Natürlich steht im Text, dass BYD das jetzt alles angehen will, warten wir es ab, was kommt. Aber vielleicht sollte BYD aufhören sich als "Premium" zu sehen, denn das sind sie nicht – jedenfalls nicht nach europäischem Maßstab.

    Und nur um das den ganzen Mopperköpfen hier klar zu machen; Ich finde BYD durchaus interessant und attraktiv. Aber meine persönlichen Anforderungen werden nicht erfüllt und – so habe ich es aus vielen Gesprächen entnommen – die von anderen auch nicht.
    Ach und bevor hier wieder einer mit feuchten Augen und roter Birne seine Tastatur verprügelt: Das ist MEINE Meinung, du darfst gerne eine andere haben, aber bitte verhalte dich wie ein zivilisierter Mensch (bedeutet: pöbel hier nich rum).

    Antworten
    • MK meint

      19.02.2026 um 14:52

      @Bender.
      Also was das Händlernetz angeht, wird das ja wirklich im Akkord ausgebaut…und vor Allem nicht durch eigenbetriebene Showrooms, sondern durch die Zusammenarbeit mit seit Jahrzehnten in den Regionen verwurzelten Betrieben. Viele davon sind auch deshalb gerne bereit, BYD aufzunehmen, weil sie Probleme mit ihren bisherigen Partnern haben, die immer schickere Gebäude fordern, gleichzeitig auch gerne mal auf ein Agenturmodell wechseln oder wie Ford nahezu die gesamte Modellpalette, von der man als Händler gelebt hat, ersatzlos streichen.
      Und in diese Lücke kann BYD durchaus zu Gute kommen, grade beim Beispiel Ford: Ford war immer auch eine bei kleinen Mittelständlern beliebte Marke für Firmenwagen: Kombis wie der Focus oder Mondeo, der „normale“ Focus als Poolfahrzeug für die angestellten usw. So haben viele der Ford-Händler gute Kontakte zu den Fuhrparkverantwortlichen im Umkreis…und gehen jetzt mit der Aussage zu denen „Kombis von Ford gibt es leider nicht mehr, aber wir hätten da BYD in der gleichen Preisklasse im Angebot…Ansprechpartner in Verkauf, Werkstatt usw. bei uns bleiben die selben…“. Und so zieht sich das durch: Toyota hängt bei Elektro gnadenlos hinterher, Stellantis scheint insgesamt auf dem absteigenden Ast und z.B. bei uns in Mittelhessen hat sich die Renault-Gruppe mit der Autohauskette „Wahl“ überworfen, so dass die ihre Autohäuser jetzt notgedrungen mit chinesischen Marken füllen.
      Was ich damit sagen will: Die Chance von BYD liegt gar nicht mal unbedingt darin, gute Autos zu vernünftigen Preisen anzubieten, sondern vor Allem darin, dass andere seit Jahrzehnten etablierte Firmen das nicht mehr tun…zumindest nicht zu für die Autohäuser attraktiven Konditionen.

      Antworten
      • Halber Akku meint

        19.02.2026 um 18:19

        Ich darf noch ergänzen: Auch das Händlernetz von Hyundai/KIA ist genau aus den genannten Gründen geschrumpft. Bei mir vor Ort exakt so passiert. Dafür gibt es jetzt BYD beim Audi Händler und Leapmotor bei Opel. Leute die bisher koreanische Marken fuhren, könnten nun aufgrund fehlendem Service schnell auf die Idee kommen, auf BYD und Co umzusteigen. Da ist die Markenbindung sicher geringer als bei deutschen Herstellern.

        Antworten
        • MK meint

          20.02.2026 um 09:12

          @Halber Akku:
          Wobei man sich ja dessen bewusst sein muss, dass „Leapmotor International“, also alles, was unter der Marke außerhalb Chinas passiert, mehrheitlich zu Stellantis gehört…genauso wie Opel. In diesem Fall ist es also wahrscheinlich tatsächlich eine vom Stellantis-Konzern vorgegebene Integration einer neuen Konzernmarke, die man möglichst schnell flächendeckend ausrollen will.

    • South meint

      19.02.2026 um 15:48

      Kein Mensch braucht mehr einen Händlermehr und auch eine Werkstatt in der Nähe ist beim E Auto nicht mehr notwendig … im Grunde würden alle 4 Jahre reichen…

      Antworten
      • Future meint

        19.02.2026 um 16:06

        Wenn meine Waschmaschine kaputt ist, dann kommt der Techniker von Miele zu mir nach Hause. Warum geht das nicht auch beim Auto.
        Wenn ich mir eine neue Waschmaschine kaufen möchte, dann wird sie mir bequem nach Hause geliefert. Warum geht sowas nicht auch beim Auto.
        Warum braucht es diese Autohäuser?

        Antworten
        • Tinto meint

          20.02.2026 um 21:14

          „Wenn meine Waschmaschine kaputt ist, dann kommt der Techniker von Miele zu mir nach Hause“
          Wenn meine Xiaomi Waschmaschine kaputt ist, dann meldet die ihren Defekt selbstätig über Wlan und ich bekomme spätestens am übernächsten Tag eine neue, incl. Installation.
          Wer braucht da noch Miele?

        • M. meint

          22.02.2026 um 15:32

          Wie oft passiert das, und wie lange ist das im Preis inkl.?
          Was passiert danach?

      • MK meint

        19.02.2026 um 16:17

        @South
        Das mag auf Sie zutreffen, auf viele andere aber nicht. Nich umsonst verabschieden sich neue Hersteller wie BYD, aber auch z.B. Vinfast oder Xpeng grade von ihren ausgewählten Showrooms und Importeuren für Onlinehandel und setzen auf bewährte Autohäuser: Die Mehrheit der deutschen Kunden möchte das offensichtlich auch weiterhin so. Nicht, weil es tatsächlich notwendig ist, sondern einfach fürs Gefühl.
        Und ansonsten: Ich fahre z.B. 45.000 km im Jahr…da halten schon die Reifen gar keine 4 Jahre. Und dass jemand mit der Hoffnung, noch einen Auftrag für seine Werkstatt zu ergattern in diesem Zuge gleich mal Bremsen und Fahrwerk anschaut, tut der Verkehrssicherheit auch keinen Abbruch ;)

        Antworten
        • South meint

          19.02.2026 um 17:25

          Ne, da bin ich sicher keine Ausnahme. Im Kern geht es darum, was man vom Kontaktpartner erwartet, denn einen klassischen Händler vermisst keiner mehr. Man will sich ein Auto ansehen, Probefahren, auch einen Ansprechpartner über Sonderausstattungen etc. haben, aber dafür braucht man keinen physischen Kontakt ala Händler alle 15 km mehr. Feilschen wie im Mittelalter, noch dazu vor dem Hintergrund, dass man die Preise aus dem Internet sowieso kennt, dass vermisst keiner mehr. Im Gegenteil, das ist superteuer und eher abschreckend… ich tue mir das nie wieder an…dafür ist mir sogar meine private Zeit zu Schade…
          Und wegen Werkstatt. Ich meine damit eine klassische Herstellerwerkstatt. Meine Reifen lasse ich ganz sicher nicht mit Apothekerpreise vom VW Händler wechseln. Bei einem E Auto braucht man nur bei ganz seltenen Problemen noch eine Fachwerkstatt. Da braucht man keine VW Fachwerkstatt. Da reichen locker alle 4-5 Jahre aus und deshalb muss auch keine Fachwerkstatt mehr in der nähe sein.
          XPeng ist bei uns auch um die Ecke, aber das hat nix mit einem klassischen VW Händler oder Werkstatt zu tun, die laufen nebenbei bei eine BMW Autohaus mit. Eine echt komische Kombi…

        • MK meint

          19.02.2026 um 21:10

          @South
          Dann gehöre ich wohl zu diesen „Niemand“s von denen Sie sprechen (und ich habe erst vor knapp 4 Monaten den letzten Neuwagen bei einem Autohaus abgeholt, bin also niemand, der sich als relevant für Autohäuser hält, aber letztlich noch nie einen Neuwagen gekauft hat…)…und der Fuhrparkmanager meines Arbeitgebers scheinbar auch.
          Also: Ich glaube, man muss heute beide Wege anbieten. Leute, die wie Sie denken, werden sicher immer mehr werden. Sie mögen auch jetzt schon in der Mehrheit sein. Bei den tatsächlichen Entscheidern über Neuwagenkäufe ist es aber offensichtlich noch eine Minderheit.

          Fun Fact: Ich habe ja zuvor erwähnt, dass Renault und Wahl sich bei uns in Mittelhessen „getrennt“ haben. Nach nur gut einem halben Jahr gab es dann plötzlich wieder in jeder der betroffenen Städte ein neues Renault-Autohaus..bei uns in Marburg liegen zwischen dem Wahl-Standort und dem neuen Renault-Händler Luftlinie grade mal 100 m…begleitet wurde das ganze von großen Werbekampagnen mit Plakaten in der Stadt und Werbung in Tageszeitung und allen Wochenblättern. Auch Renault sieht es also offensichtlich eher wie ich und hat scheinbar keine Kosten und Mühen gescheut, die entstandene Lücke schnellstmöglich zu schließen.
          Dazu muss man vielleicht wissen, dass vor der Übernahme durch Wahl der damalige Familienbetrieb „Gnau“ wirklich extrem etabliert war: Bei uns hatten nicht nur Privatleute und kleinere Mittelständler Renault. Auch der Carsharing-Anbieter, der weit über die Region hinaus aktiv ist, hatte hunderte Renaults in der Flotte und selbst die Rettungswagen bei uns waren Deutschland-untypisch auf Renault Master aufgebaut, die Feuerwehr-Mannschaftstransporter waren Renault usw…

        • South meint

          19.02.2026 um 22:12

          Ehrlich. Du fährst dein Auto zum Reifenwechsel zum Fachhändler…? Und setzt dich an den Tisch und feilscht mit deinem lokalen Verkäufer?
          Also heut schaut jeder wegen ein paar Euro auf Amazon & Co., aber beim Auto mit zehntausenden von Euro laufen sie wie die Lemminge zu örtlichen Fachhändler und feilschen wie im Mittelalter? Da musst aber schon ein extrem gesetztes Alter haben, denn sowas würde mittlerweile nicht einmal mehr mein Opa machen…

        • Steven B. meint

          20.02.2026 um 07:03

          Ich bin auch einer von den „Neimand“ ja ich setze mich zum Händler und feilsche die Preise. Wir wissen beide was wir aneinander haben und das ist auch gut so. Wo sollen die Menschen in Zukunft Geld verdienen, um es auch wieder in den Umlauf zu bringen? Das Internet liegt beim Konsum sicher weit vorne, aber macht man sich Gedanken was in Zukunft dann alles nicht mehr vor Ort ist, denkt man genauer über sein handeln nach. Das muss jetzt nicht zu Ihnen, South, passen, aber es gibt schon noch Menschen die nicht so denken und das ist auch gut so. Mehrwerte müssen wieder in den Vordergrund wandern, regional und national!

        • South meint

          20.02.2026 um 08:32

          Steven B.. Das ist einfach schlicht Geldverbrennen, schlimmer noch teures, für den Kunden sogar nerviges Geldverbrennen, nix anderes. Und wenn wir nur Händler pro Forma aufrecht erhalten, dann ist das schlicht ineffizient, der Mitarbeiter hat dann keine Arbeit, der ist dann beschäftigt. Wie in der DDR. Ist wie Loch schaufeln und wieder zuschaufeln. Alle schwitzen, aber es kommt nix dabei raus.
          Und ich pfeiff prinzipiell auf Regional und National, geschweige denn darum einen teuren Vertriebsweg zu bezahlen, denn ich gar nicht will… bzw. ich bezahle den gar nicht, wenn ein anderer Hersteller effizienter ist, dann bitte gerne. Der Rest ist affig. Ich habe auch kein Problem mit einem ausländischen Auto genausowenig wie mit einem Smartphone aus dem Ausland zu kaufen.
          Lässt du deine Reifen bei VW wechseln? Oder hast du ein deutsches Smartphone? Immer wenn die Fragen kommen, dann werden sie plötzlich schmallippig….

        • South meint

          20.02.2026 um 08:33

          Steven B.. Das ist einfach schlicht Geldverbrennen, schlimmer noch teures, für den Kunden sogar nerviges Geldve rbr ennen, nix anderes. Und wenn wir nur Händler pro Forma aufrecht erhalten, dann ist das schlicht ineffizient, der Mitarbeiter hat dann keine Arbeit, der ist dann beschäftigt. Wie in der D DR. Ist wie Loch schaufeln und wieder zuschaufeln. Alle schwitzen, aber es kommt nix dabei raus… übringens genau das zieht die deutschen Hersteller so runter…
          Und ich pfe iff prinzipiell auf Regional und Na tion al, geschweige denn darum einen teuren Vertriebsweg zu bezahlen, denn ich gar nicht will… bzw. ich bezahle den gar nicht, wenn ein anderer Hersteller effizienter ist, dann bitte gerne. Der Rest ist af fig. Ich habe auch kein Problem mit einem aus ländischen Auto genausowenig wie mit einem Smartphone aus dem Au sland zu kaufen.
          Lässt du deine Reifen bei VW wechseln? Oder hast du ein deutsches Smartphone? Immer wenn die Fragen kommen, dann werden sie plötzlich schmallippig….

        • South meint

          20.02.2026 um 08:36

          Naja, der Mehrwert muss wieder in den Vordergrund rücken, aber genau das ist es ja. Ein feilschender Händler hat keinen Mehrwert mehr… und lässt du deine Reifen bei VW wechseln? Ist doch immer lustig hier. Wenn es ums Auto geht, da kann es den Herstellermitarbeitern nicht national und ineffizient genug sein… aber selber aber bei Amazon shoppen… da werden sie plötzlich schmallippig …

        • Future meint

          20.02.2026 um 09:02

          Ich vermute, dass es in Zukunft weniger werden wird mit dem klassischen Kaufen und Feilschen. In anderen einst sehr wichtigen Verkäufer-Branchen ist der Verkauf ja auch schon stark abgewandert ins Onlinegeschäft: Banken, Versicherungen, Computerhändler.

        • MK meint

          20.02.2026 um 09:10

          @South:
          Natürlich kaufe ich beim örtlichen Fachhändler und schaue nicht nur, wo ich es im Internet billiger bekomme: Beim Fachhändler nehme ich Dienstleistungen wie Beratung und Probefahrt in Anspruch. Natürlich kostet das Geld. Da ich diese Möglichkeit in 10 Jahren aber immer noch haben will, bin ich auch bereit den Aufpreis dafür zu zahlen…so halte ich es bei allen Produkten, egal ob beim Auto, bei Kleidung oder beim neuen Smartphone: Nichts davon würde ich jemals im Internet kaufen.

          Das hat also für mich nichts mit Alter zu tun, sondern mit Anstand und so bin ich erzogen worden in meiner noch gar nicht so ewig zurückliegenden Kindheit ;) Da, wo ich die Beratung bekomme, kaufe ich auch…auch wenn es mehr kostet. Aber ja, natürlich bringe ich dann bei einer Großinvestition wie einem Auto Vergleichspreise aus dem Internet mit und dann ist das „Feilschen“ auch binnen 5 Minuten erledigt. Und beim Rest bezahlt man halt, was auf dem Preisschild steht. Thema erledigt.

          PS: Es gibt sicher viele Vertragswerkstätten bei denen z.B. Reifen und deren Wechsel deutlich mehr kosten als in einer freien Werkstatt. Es gibt aber auch die, die sich dieses Wettbewerbs bewusst sind und vernünftige Preise anbieten

        • MK meint

          20.02.2026 um 09:20

          @South: Nachtrag:
          Ich bin sogar Kunde bei unserer lokalen Sparkasse mit Kontoführungsgebühren…auch wenn ich da tatsächlich das Onlinebanking nutze und seit Jahren keinen Mitarbeiter mehr gesprochen habe.
          In dem Fall hat das aber andere Gründe: Leute wie meine Großeltern machen kein Onlinebanking und werden es auch in ihrem Alter nicht mehr lernen. Also sind die auf das Filialnetz angewiesen. Würden nur die das Filialnetz finanzieren, die es tatsächlich brauchen, wäre das Konto für diese Menschen aber unbezahbar. Für mich ist das also eine Art Solidarprinzip: Ich zahle, damit andere, die drauf angewiesen sind, diese Dienstleistung noch bezahlen können.
          Auch Versicherungen habe ich bei Versicherungen mit lokalen Büros und persönlichen Ansprechpartnern. Einfach, weil bei meiner Stammversicherung mir mein Stammberater auch sagt, wenn bei einer Versicherung ein Konkurrent besser ist und mich dann an diese verweist. Das kostet vielleicht erstmal Geld, dafür zahlt die Versicherung im Fall der Fälle aber auch.

        • South meint

          20.02.2026 um 10:01

          Also mit Verlaub, mit einem Händler zu feilschen hat nix mit „gut erzogen“ zu tun, sondern eher mit Realitätsverweigerung zu tun. Du eierst doch nur rum.
          Du kaufst deine Reifen auch nicht bei einem Fachhändler oder lässt sie dort wechseln und du kaufst auch bei Onlinehändler ein und die allermeisten Produkte kommen schon lange nicht mehr „na tio nal und re gio nal“, was völlig in Ordnung ist. Es gibt auch keinen Tante Emma Laden mehr oder nen Elektriker der Fernseher verkauft….
          Und du tust weder deinem Geldbeutel noch deiner Heimat mit sowas einen gefallen. Die Grundlage jedes Fortschrittes ist ja auch, dass die alte ineffiziente Technik verschwindet und die Leute dann an moderneren Produkten arbeiten… oder hat du auch noch ein Pferd im Stall?
          Deine Denke kommt aus Uropas Zeiten und hat mit der Realität nix zu tun…

        • MK meint

          20.02.2026 um 14:47

          @South:
          Wie kommen Sie darauf, dass es bei mir so ist?
          Ich bestelle schätzungsweise alle 2 Jahre mal einen Artikel online. Einen von der Lebenshilfe betriebenen „Tante Emma“-Laden gibt es bei mir im Ort tatsächlich und ja, ich lasse jede Woche rund 50 bis 70 € da…und damit pro Woche mehr als im Onlinehandel im ganzen Jahr. Auch da gilt: Einerseits ist es natürlich bequem, weil es der einzige Supermarkt im kleinen Ort ist, zum zweiten werden da aber bewusst behinderte Menschen beschäftigt und alte und junge Menschen, die kein Auto zur Verfügung haben, sind auf diesen Markt angewiesen. Wenn nur die dort kaufen, lohnt der sich aber nicht.
          Und falls es Sie interessiert: Ja, Pferde haben wir auch ;)

          Aber ja, der Ort an dem ich ale 15 Jahre mal einen Fernseher und alle 7 bis 8 Jahre mal ein Smartphone oder Laptop kaufe, ist tatsächlich kein kleiner Elektriker, sondern eine Filiale der in Deutschland marktführenden Kette…aber immerhin als lokale GmbH organisiert, die vor Ort Gewerbesteuer zahlt (kann man im Bundesanzeiger einsehen) und vor Ort in meiner Heimatstadt Arbeitsplätze schafft.
          Reifen kaufe ich aber tatsächlich bei mir vor Ort vom örtlichen Händler und lasse sie auch da wechseln. Wie gesagt: Man lernt ja mit der Zeit, wer sie sich vergolden lässt und wer vernünftige Preise hat.

          Reden Sie sich eigentlich wirklich ein, dass es „effizienter“ wäre, jeden Artikel für jeden Kunden einzeln in gigantischen Logistikzentren kommissionieren zu lassen, von dort an das nächste Verteilzentrum fahren zu lassen, dort wieder neu zu sortieren um sie dann jedem einzeln bis vor die Haustür bringen zu lassen? Effizienter ist doch, wenn der Modehändler um die Ecke 200 Jeans auf einmal bekommt und die Kunden die dann zusammen mit Pullover, Hemden, Jacken oder Schuhen zusammen einkaufen. Bei uns kommt im größten Kaufhaus der Stadt noch ein Plasmaspendezentrum dazu: Da kann man gleich noch was sinnvolles tun und da die Spende keine wirkliche Spende ist, sondern man dafür bezahlt wird, auch gleich einen Teil des Einkaufs refinanzieren. Der viel größere Vorteil z.B. eines Kleidungskaufs vor Ort ist aber: Ich kann die Sachen anprobieren und anfassen. Ich habe sie sofort und muss mich niemals um irgendeine Rückgabe kümmern. Auch beim Smartphone ist es nicht anders: Wir haben wie gesagt Pferde. Ich will ein modernes Smartphone haben, bei dem ich nicht bei den Apps beschränkt bin…trotzdem muss das Nässe, Staub und Matsch abkönnen. Das schaue ich mir gerne im Laden an. Und auch beim Laptop weiß ich gerne, ob die Tasten schon beim angucken rausfallen oder nicht.

          Also nochmal als Fazit: Es gibt unterschiedliche Lebensmodelle. Und es ist doch toll, dass wir in einem freien Land leben, wo man diese unterschiedlichen Modelle auch ausleben kann. Wie kommen Sie aber zu der Unterstellung, dass eigentlich insgeheim jeder so lebe wie Sie?

      • M. meint

        20.02.2026 um 12:07

        Aha.
        Dann lies mal den Beitrag von ToJo von heute 8:57 Uhr.

        Antworten
        • South meint

          20.02.2026 um 13:40

          Weiß jetzt nicht, ob du mich meinst, aber bei einer halben Jahr langen Reparatur spielt es ja erst recht keine Rolle ob eine inkompetente Werkstatt 10 oder 30km weit weg ist… ich würde sogar steil behaupten, dass besser alle 30km ein gute Werkstatt mit guten Spezialisten viel mehr Nutzen bringt, als ein paar Einzelpersonen in kleinen Klitschen…
          Mal davon abgesehen ist es ein Bericht einer Einzelperson. Ein Kumpel von mir hatte mal einen 5er BMW, der sogar einen „normales“ Montagsauto blas aussehen lies… also von einem Ereignis auf das Allgemeine zu schließen gibt keinen Sinn. Schreibt der ADAC, TuV oder viele Tester über solch einen Mangel, hat das schon eine andere Qualität. Ich hatte einen VW Touran mit der verpfuschten Steuerkette, da war eine ganze Motorengeneration verhunzt, da war ich z.B. kein Einzelfall…

        • South meint

          20.02.2026 um 13:41

          Weiß jetzt nicht, ob du mich meinst, aber bei einer halben Jahr langen Reparatur spielt es ja erst recht keine Rolle ob eine inkompetente Werkstatt 10 oder 30km weit weg ist… ich würde sogar steil behaupten, dass besser alle 30km ein gute Werkstatt mit guten Spezialisten viel mehr Nutzen bringt, als ein paar Einzelpersonen in kleinen Kl itsc hen…
          Mal davon abgesehen ist es ein Bericht einer Einzelperson. Ein Kumpel von mir hatte mal einen 5er BMW, der sogar einen „normales“ Montagsauto blass aussehen lies… also von einem Ereignis auf das Allgemeine zu schließen gibt keinen Sinn. Schreibt der ADAC, TüV oder viele Tester über solch einen Mangel, hat das schon eine andere Qualität. Ich hatte einen VW Touran mit der ve rp fu sc hten Steuerkette, da war eine ganze Motorengeneration verhu n zt, da war ich z.B. kein Einzelfall…

        • M. meint

          23.02.2026 um 13:38

          Musste da jetzt recherchieren.
          Gerade wenn man häufiger Probleme mit einem Auto hat, ist eine Werkstatt in der Nähe doch wichtig, um nicht ständig große Strecken deswegen zu fahren. Natürlich muss die kompetrnt sein, aber gibt es eine Regel, dass Werkstätten in einem dünnen Werkstattnetz kompetenter sind als in einem dichten?
          Das ist doch Unsinn. Es entsteht kein Netzwerk aus absoluten Topwerkstätten für jedes Thema aus dem Nichts. Und was bei dir die Steuerkette war, ist bei dem BYD-Fahrer etwas anderes. Das spielt eigentlich keine Rolle, was es ist. Wenn es 5 km zur Werkstatt sind, ist das für die Beseitigung ein anderes Thema, als wenn es 250 km sind.
          Sogar die Marke mit dem „T“ (nicht Toyota) hat das eingesehen und in 30 km Entfernung seinen Glaspalast bezogen.
          BYD ist da (in meiner Region zumindest) aber noch repräsentativer aufgestellt.

    • Mario meint

      19.02.2026 um 18:13

      Ich bin ganz bei dir. Ich suche derzeit einen Seal U Design und habe Angebote für Neuwagen von 39k … Das Auto ist gut, keine Frage, hängt aber von effizienz und Ladeleistung schon den europäischen Herstellern hinterher. Mit Xpeng oder zeekr brauchst gar nicht erst anfangen.
      Jetzt sind natürlich die Händler dermaßen unverschämt und wollen für 2 Jahre alte Vorführer noch 35k… Sorry da Kauf ich lieber einen iv80 von Skoda

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