Dacia soll den im Oktober 2025 als Konzept vorgestellten elektrischen Kleinstwagen Hipster ab Ende kommenden Jahres in China produzieren wollen. Das berichtet das französische Portal Auto Infos. Dacia gehört zum französischen Renault-Konzern.
Die Entscheidung ist zwar wohl noch nicht offiziell gefallen, die Wahrscheinlichkeit ist aber laut Insidern sehr hoch. „Wir sind sehr motiviert, jetzt müssen wir nur noch den Startknopf drücken“, wird Dacia-Chefin Katrin Adt zitiert. „Sobald wir uns dafür entscheiden, dauert die Entwicklung nur anderthalb Jahre.“ Demnach müsste der Beschluss demnächst getroffen werden.
Das Serienmodell des Hipster soll bei eGT New Energy Automotive gebaut werden, einem Joint Venture von Renault und Nissan mit dem chinesischen Unternehmen Dongfeng. Der Preis für den nur mit Strom betriebenen Kleinstwagen soll bei unter 15.000 Euro liegen. eGT New Energy Automotive wurde unter dem früheren Renault-CEO Carlos Ghosn gegründet, um in China den Renault K-ZE City zu bauen – der hierzulande als Dacia Spring vertrieben wird.
Laut dem Bericht könnte der aktuelle Renault-Chef Francois Provost den Serien-Hipster bei der Präsentation seines Strategieplans im März ankündigen. Unklar ist, wie das Modell mit Blick auf den bestehenden Spring und ein bereits bestätigtes weiteres kleines E-Auto von Dacia auf Basis des neuen Renault Twingo positioniert werden soll. Letzteres soll gemeinsam mit dem Renault in Novo Mesto gebaut werden. Vom Twingo-Ableger soll sich der andere kleine E-Dacia den Insidern zufolge auch dadurch unterscheiden, dass er nur ein Leichtkraftfahrzeug der Klasse L7e mit begrenzter Höchstgeschwindigkeit ist.
Fahrzeuge vom Format des Hipster sind derzeit vor allem in Japan beliebt, wo sie Kei-Cars genannt werden. Die EU plant die Einführung einer neuen Fahrzeugklasse, um E-Mobilität erschwinglicher zu machen. Der zweitürige, gerade einmal drei Meter lange Hipster weise den Weg zu Dacias Ziel, Marktführer im Bereich erschwinglicher Mobilität zu werden. Das sagte 2025 Katrin Adt, die neue Chefin der rumänischen Günstig-Marke in der Renault-Gruppe.
Vier Erwachsene sollen im Hipster Concept bequem Platz finden. Die Sitzposition für Fahrer und Beifahrer ist identisch mit der des Dacia-Verbrenner-Kleinwagens Sandero. Der Hipster „ist unsere Antwort auf die Mobilitätskrise in Europa“, so Adt. Autos seien in den letzten 15 Jahren teurer, schwerer und durch Vorschriften belasteter geworden. Aus dem Konzept könnte nun eine Serie werden.

Andi EE meint
Find ihn auch cool als Stadtauto, sieht frech / top aus. 👍👍
FrankyAC meint
Sieht aus wie so eine 45 Km/h Kiste. Erinnert mich von der Seite an den Defender. ;)
Aber irgendwie cool!
Elvenpath meint
Ich freue mich schon, die auf den Straßen zu sehen.
blue meint
Viel Schlimmer ist das Renault den Twizy Nachfolger beerdigt hat.
Der Bento wäre viel effizienter, alleine weil A/2.
Jeff Healey meint
Hallo Blue,
ich wollte eben mal nachschauen, was der Bento für ein Fahrzeug ist, wer den herstellt, etc., bekomme als Suchtreffer aber nur die japanische Lunchbox 😂
Was gibt man da am besten ein? (Help!)
Jeff Healey meint
Ah, gefunden, Renault Bento…
Kein Vergleich zum Hipster (Viersitzer und Zweisitzer)
Future meint
Das Concept Car ist wirklich gelungen. Auf den erstem Blick denkt man, dass sei ein Emtwurf von Hyundai oder Kia und nicht Dacia. Aber sicherlich wird die Serienversion etwas harmloser aussehen. Natürlich ist es super, dass die vielen neuen Kleinwagen jetzt alle paar Tagen einen PR-Artikel kriegen. Endlich ist das wieder ein Thema: weniger Raumverbrauch, mehr Innenraum weil Elektroplattform, nachhaltig, sauber, leise und billig. Das Kei Car kommt so doch noch mal nach Europa. Und wenn es so cool aussieht, wie ein Dacia, dann sehen alle anderen nochmal älter aus.
Jeff Healey meint
Absolut 👍
Jeff Healey meint
Ich persönlich finde es schade, dass es so ein „kastiges“, geräumiges Konzept nicht eine gute Stufe größer gibt, etwa in der 4m-Klasse.
Der Hipster wird jedoch auch wie vorgestellt bestimmt gut ankommen.