Dacia plant, neben dem SUV Spring ein weiteres kleines Elektroauto anzubieten. Damit will Renaults rumänische Günstigmarke laut Automotive News die CO2-Vorgaben der EU erreichen. Das Modell soll im zweiten Quartal vorgestellt werden und in diesem Jahr zu einem anvisierten Preis von 18.000 Euro starten. Der Spring kostet hierzulande aktuell regulär 16.900 Euro, bis März zieht der Hersteller davon im Rahmen einer Aktion 5000 Euro ab.
Der zweite Elektro-Kleinwagen von Dacia wird dem Bericht zufolge auf dem neuen Renault Twingo basieren, der maßgeblich mit chinesischem Know-how entstanden ist. „Unser Ziel ist es im Wesentlichen, das Angebot an Elektrofahrzeugen im Kleinstwagensegment zu maximieren“, sagte Frank Marotte, Vertriebsleiter bei Dacia, gegenüber Automotive News. „Wir beobachten, dass sich das A-Segment und wahrscheinlich in Zukunft auch das B-Segment sehr schnell in Richtung BEV-Modelle bewegen.“
Der auf einem chinesischen Renault-Modell basierende Spring rollt aus Kostengründen in der Volksrepublik vom Band und wird nach Europa exportiert. „Der Spring soll eigentlich der günstigste sein, aber der endgültige Kaufpreis kann je nach den auf dem Markt verfügbaren Anreizen variieren“, so Marotte. „In einigen Fällen könnte das neue Modell günstiger sein.“
⚡️Dacia is expanding its lineup! A new electric city car is coming, but it’s not replacing the Spring – they’ll be sold side-by-sidehttps://t.co/gBSb3lVU5B pic.twitter.com/1P5wr1upmt
— Autocar (@autocar) January 12, 2026
Das zweite Elektroauto von Dacia soll neben dem Twingo in Renaults Werk in Slowenien hergestellt werden. Damit könnte es für die Aufnahme in eine von der Europäischen Union angekündigte neue Fahrzeugklasse für kleine, erschwingliche E-Autos in Frage kommen. Die neue Baureihe wird einem Automotive News vorliegenden Teaser zufolge bei den Proportionen dem Twingo ähneln, jedoch unter anderem mit einer vertikaleren Heckklappe für einen vielseitigeren Laderaum aufwarten.
Die beiden E-Modelle werden sich laut dem Bericht eher durch ihr Design als durch ihre Technologie unterscheiden. „Wir wollen keine Strategie verfolgen, bei der wir ein völlig veraltetes Modell unterhalb des neuen Modells anbieten“, erklärte Marotte. „Wir wollen zwei sehr wettbewerbsfähige Produkte mit unterschiedlichen Preisen auf dem Markt haben.“
Der Spring wurde kürzlich mit einer neuen Lithium-Eisenphosphat-Batteriekonfiguration (LFP) und mehr Leistung aktualisiert. Nach den Worten von Marotte werden das bestehende E-SUV und das neue Modell „völlig unterschiedlich“ aussehen. „Wir werden dafür sorgen, dass sich die beiden Modelle in Bezug auf Farben, Harmonien und Produktmerkmale unterscheiden.“

ph91 meint
Schade, hätte lieber den Duster oder Bigster in Vollelektrisch gesehen mit alltagstauglicher Batterie.
Aber Dacia gehts wohl wirklich rein um die Vermeidung von CO2 Strafzahlungen, das ist mit günstigen kleinen E-Autos dann halt einfacher erreichbar.
Stefan meint
Mittelgroße elektrische SUV gibt es Dutzende bei anderen Herstellern.
Sowas kann auch Dacia nicht unter 30.000 EUR mit einer sinnvollen Batteriegröße anbieten.
Halber Akku meint
2027/28 plant Dacia die Einführung des E-Sandero. Der ist mindestens genauso erfolgreich wie der Duster. Dass sie heuer bereits auf Basis des E-Twingo ein neues Fahrzeug zu einem noch günstigeren Einstiegspreis bringen, ist auf jeden Fall begrüßenswert. Wer mit dem Retro Charme des E-Twingo nichts anfangen kann und dafür etwas mehr Patz möchte, hat dadurch einfach mehr Auswahl. Und muss zudem nicht auf den VW ID1 warten.