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BYD verkauft im Februar erstmals mehr Stromer in Übersee als in China

03.03.2026 in Autoindustrie von Thomas Langenbucher | 20 Kommentare

BYD-SEAL-U

Bild: BYD

BYD, im letzten Jahr erstmals der weltweit größte Hersteller von Elektroautos, zeigt im Februar einen weiteren Absatzrückgang. Das chinesische Unternehmen verkaufte 190.190 Einheiten seines aus reinen E-Fahrzeugen und Plug-in-Hybriden bestehenden Angebotes – ein Minus von 41 Prozent. Der Übersee-Absatz lag derweil erstmals in einem Monat höher als im Heimatmarkt.

Insgesamt war es bereits der sechste Monat bei dem Stromer-Riesen in Folge mit rückläufigen Absatzzahlen. In China lag das insbesondere auch am Rückgang der staatlichen Fördermaßnahmen und den chinesischen Neujahrsfeiertagen. Im Übersee-Geschäft gab es im Februar dagegen ein Plus von 41,4 Prozent auf 100.151 E-Fahrzeuge.

Der Gesamtabsatz von 190.190 Fahrzeugen im Februar setzt sich zusammen aus 187.782 Pkw, davon 79.539 Elektroautos und 108.243 Plug-in-Hybride. Hinzu kommen 2408 Nutzfahrzeuge, die sich in 334 vor allem rein elektrischen Busse sowie 2074 Transporter und Lkw (elektrisch und plug-in-hybrid) untergliedern.

Von den 187.782 Pkw waren die mit Abstand meisten Modelle der Kernmarke BYD (165.013). Hinzu kommen Fahrzeuge der SUV-Marke Fang Cheng Bao (17.036) sowie von der Premiummarke Denza (5501) und der Luxus-Marke Yangwang (232).

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Via: Electrive
Tags: China, VerkaufszahlenUnternehmen: BYD
Antrieb: Elektroauto, Hybridfahrzeuge

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Powerwall Thorsten meint

    07.03.2026 um 09:23

    Vielleicht ist ja BYD gerade nur Opfer des Osbourne Effekts geworden und die Käufer warten einfach gerade auf die Blade2 Zellen
    China is coming for the old guys

    Antworten
  2. Jörg2 meint

    03.03.2026 um 12:08

    Mal wird bezweifelt das NIO überlebensfähig ist, mal XPeng, BYD….

    Meine Meinung dazu:
    Es wird vergessen, dass die KP China wohl das Ziel verfolgt, den heimischen Markt von Energieimporten (Öl, Kohle, Gas) frei zu bekommen und die heimische Umstellung der Automobilindustrie auf E dazu nutzen möchte um sehr wesentlich im internationalen Automobilmarkt mitzumischen.

    Europa ist dafür ein gutes Testfeld für die jeweilige technologische Spitze. Die aufstrebenden Nationen in Asien, Afrika und Mittel- und Südamerika werden wohl die Absatzmärkte der Brot-und-Butter-Mittelklasse-preiswert-Autos werden.

    Auf diesem Weg ist es völlig egal, ob dabei Marken/Unternehmen auf der Strecke bleiben. Aus den „Resten“ und den Produktionskapazitäten, aus Zusammenlegungen und Straffungen… entsteht dann die nächste, schlagkräftigere Unternehmensgeneration.

    Aber klar: Man kann sich auch blind an chinesischen Marken abarbeiten.

    Antworten
  3. David meint

    03.03.2026 um 10:21

    Nichts ist dort ein Selbstläufer und es reicht nicht, vom chinesischen Staat gehätschelt zu werden. Die Gunst der Käufer ist in China sehr volatil. Das mussten auch schon andere gehypte Modelle und Marken nach kurzer Zeit erfahren.

    Antworten
    • Fred Feuerstein meint

      03.03.2026 um 11:26

      Stimmt Porsche ist in China auch nicht mehr gefragt, die Oldtimer möchte niemand mehr. Sehr zum Leidwesen des Herrn Blume.

      Antworten
    • Jörg2 meint

      03.03.2026 um 11:40

      „… nach kurzer Zeit erfahren.“

      Laut Presselage aktuell Audi mit dem dortigen „A U D I“ für China. Die geplanten Verkaufszahlen werden nicht erreicht. Der Preis wurde nun massiv gesenkt. Laut Presse wurde am Kunden vorbei entwickelt.

      Antworten
      • ID.alist meint

        03.03.2026 um 14:17

        BYD mit -78% bei den Verkäufen erreichen auch nicht die Verkaufszahlen die geplant waren, und deren Rabatte sind auch massiv.

        Antworten
        • Futureman meint

          03.03.2026 um 16:05

          Auf welchen Markt und für welchen Zeitraum sollen denn die -78% passen? Mit den Rabatten werden die europäischen Preisen langsam den Preisen der restlichen Welt angepasst. Erschreckend für andere Hersteller sollte sein, das chinesische Hersteller generell mit weniger Marge zufrieden sind. Wichtig ist nur, bei jedem exportierten Auto zumindest ein wenig Gewinn zu machen. Und wenn ein Fahrzeug in China 15.000€ kostet und dort noch Gewinn abwirft, sollte es in Deutschland für 20.000€ trotz Transportkosten und mehr Unkosten immer noch profitabel sein. Kommt halt nur darauf an, wie lange die Zölle noch gelten.

  4. Futureman meint

    03.03.2026 um 09:26

    In einem Markt mit immer mehr Teilnehmern ist es klar, dass die obersten 10 in der Zulassungsstatistik Federn lassen müssen. Aber durch immer neue Innovationen und neue Fabriken weltweit erschließen sich immer neue Absatzmärkte. Es braucht halt etwas, bevor sich eine neue Marke etabliert.
    Bin gespannt, was es im Laufe der Woche an Neuigkeiten von BYD gibt. Nachdem es der erste chinesische Hersteller ins Computerspiel GT schafft, muss BYD mit spannenden Details für den Normalmarkt punkten. Ein Wettlauf der Innovationen, bei dem die deutschen Hersteller nur hinterher laufen.

    Antworten
    • eBikerin meint

      03.03.2026 um 09:48

      „In einem Markt mit immer mehr Teilnehmern ist es klar, dass die obersten 10 in der Zulassungsstatistik Federn lassen müssen.“
      Korrekt – aber 41% Minus in einem Wachsenden Markt ist damit nicht zu erklären.
      „Es braucht halt etwas, bevor sich eine neue Marke etabliert.“
      BYD produziert seit 2003 PKW – also eine neue Marke ist das nicht, ausserdem ist BYD der weltgrößte Hersteller von eAutos. Deine Aussage ergibt also relativ wenig Sinn.
      „Nachdem es der erste chinesische Hersteller ins Computerspiel GT schafft, muss BYD mit spannenden Details für den Normalmarkt punkten.“
      Weil Xiaomi mit dem SU7 Ultra in GT 7 ist (neben weiteren 550 anderen Autos) muss BYD im Normalmarkt punkten? Sorry aber irgendwie ergibt das auch keinen Sinn.
      “ Ein Wettlauf der Innovationen“
      Weil Xiaomi in GT 7 ist? Welche Innovation soll das sein?

      Antworten
      • Mäx meint

        03.03.2026 um 10:29

        Januar und Februar Monate sind in China aufgrund der Urlaube schwierig zu vergleichen. Mal fällt dieser in den Januar mal in den Februar bzw. anteilig mehr.
        Daher sollte man für Trends in China immer gesamt Q1 bewerten.
        Dazu gab es natürlich aufgrund geänderter Rahmenbedingungen für Förderungen seit dem 1.1. gewisse Vorzugseffekte die jetzt nachgreifen.
        Das hat man hier ja auch gesehen mit dem Wegfall der gesamten Förderung.
        Ganz so krass ist es in China nicht aber dennoch haben viele den Kauf vorgezogen.

        Interessant zu sehen, dass PHEV aktuell etwas mehr Rückgang haben als BEV.

        Antworten
      • Futureman meint

        03.03.2026 um 10:56

        Im (noch) Hauptmarkt China ist es halt schwierig bei 2 Wochen Feiertag (ja die Chinesen knüppeln nicht alle das ganze Jahr durch, wie man hier immer zu hören bekommt) und auslaufender Förderung die Zulassungszahlen zu halten.
        Als Marktführer brauchen sie sich in China auch nicht mehr etablieren, aber im Gegensatz zum Marktführer in Deutschland sind sehr sensibel mit Innovationen von anderen Herstellern und wollen schnell gleichziehen oder übertreffen. Als Unternehmen mit der größten Innovationsabteilung der Welt schaffen sie das auch immer sehr schnell (bei uns benötigt manch Hersteller Jahrzehnte)
        In Europa bzw. Deutschland ist BYD noch weitgehend unbekannt, das fängt bei der Aussprache schon an (nein, die heißen nicht bit). Durch viel Werbung ändert sich das gerade, aber wird noch ein wenig dauern. Derweil kommen die ersten Fahrzeuge aus der neuen europäischen Fabrik.
        Andere setzen bei Werbung halt auf das Erscheinen in Computerspielen (ist in China so üblich), wieder andere auf Teilnahme an Formel1-Rennen (schaut das eigentlich noch jemand?)
        Und der Vision GT von Xiaomi ist (leider) nur für das Spiel entwickelt und soll nur deren Innovationskraft zeigen.
        Soweit zu den sinnigen Zusammenhängen bei Werbung, Innovation und anschließenden Verkäufen.

        Antworten
        • eBikerin meint

          03.03.2026 um 12:12

          „In Europa bzw. Deutschland ist BYD noch weitgehend unbekannt“
          halte ich für Unsinn – kennt sogar mein „eAuto kommt mir nicht ins Haus“ Freund und der weiss auch dass das Build your Dreams heisst.
          Falls es dir entgangen ist – BYD war Hauptsponsor der EM 2024 – und das ging durch ALLE Medien, dass ausgerechnet ein Chinesischer Konzern die EM in Deutschland sponsort. Sogar wie man das ausspricht würde da thematisiert.
          „Soweit zu den sinnigen Zusammenhängen bei Werbung, Innovation und anschließenden Verkäufen“
          Ein virtuelles Auto in einem Computerspiel ist alles – aber keine Innovation.
          Man man man

      • MK meint

        03.03.2026 um 15:08

        @eBikerin: Wie andere hier schon gesagt haben: Um das chineische Neujahrsfest passiert da rund 2 Wochen nahezu nichts. Letztes Jahr war das Neujahrsfest im Januar, dieses Jahr halt im Februar. Damit erklärt sich das Minus gegenüber dem Vorjahr schon weitgehend und der Rest kommt eben aus ausgelaufenen/reduzierten Förderungen. Die Auswirkungen davon hat man ja auch in Deutschland gesehen: Erst ein Peak kurz vor dem Auslaufen und dann der Einbruch danach, weil Kunden auch Kaufentscheidungen gezielt um ein paar Monate vorziehen.

        Antworten
        • eBikerin meint

          03.03.2026 um 16:20

          „@eBikerin: Wie andere hier schon gesagt haben: Um das chineische Neujahrsfest passiert da rund 2 Wochen nahezu nichts.“
          Vollkommen richtig – nur war seine Begründung ja eine haarsträubend andere. Darauf habe ich ihn hingewiesen. Das Neujahrsfest kann man durchaus durchgehen lassen.
          “ Rest kommt eben aus ausgelaufenen/reduzierten Förderungen. Die Auswirkungen davon hat man ja auch in Deutschland gesehen: Erst ein Peak kurz vor dem Auslaufen“
          Kann man ganz aktuell in Norwegen sehen.

    • Powerwall Thorsten meint

      03.03.2026 um 10:10

      Andere Hersteller wäre froh, wenn sie nur halb so viele (profitable?) BEVs verkaufen würden wie BYD, oder zumindest die Entwicklungs- oder Teilekosten nicht für zig verschiedene Karosserieformen erbringen müssten.

      Antworten
    • MK2 meint

      03.03.2026 um 10:30

      Mich würde vor allem interessieren wie ein BYD nach 10+ Jahren im deutschen Streusalzwinter aussieht und wie gut dann die Ersatzteilversorgung ist.
      Da muss sich BYD noch beweisen.

      Antworten
      • Jörg2 meint

        03.03.2026 um 11:43

        Welches Streusalz?

        Antworten
        • M. meint

          03.03.2026 um 12:28

          https://de.wikipedia.org/wiki/Auftausalz

        • eBikerin meint

          03.03.2026 um 14:48

          Such doch mal nach Streusalz Verbrauch – aber nicht erschrecken.

      • Futureman meint

        03.03.2026 um 16:01

        Ideales Auto für Berliner

        Antworten

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