• Zum Inhalt springen
  • Zur Seitenspalte springen
ecomento-de-Logo-383×79

ecomento.de

Elektroauto: Alle Modelle & News

  • Aktuelles
    • Autoindustrie
    • Neues zu Modellen
    • Elektrotransporter
    • Aufladen & Tanken
    • Studien & Umfragen
    • Politik
    • Technik & Innovation
    • Umwelt
    • Mehr
      • Hybridfahrzeuge
      • Wasserstofffahrzeuge
      • Service
      • Modern Mobility
      • Autonomes Fahren
      • Bilder
      • Videos
  • Elektroauto
    • Elektroauto-Kaufprämie
    • Neue Elektroautos
    • Elektroautos in Planung
    • Elektroauto-Übersicht
    • Elektroauto laden
    • Über Elektroautos
  • Newsletter
  • Über & Impressum
    • Über ecomento.de
    • Impressum
    • Newsletter
    • X (früher Twitter)
    • LinkedIn
    • Facebook
    • Werben
  • Datenschutz
  • Suche

„Polykrise“ setzt Europas Autozulieferer unter Druck, 350.000 Jobs bedroht

03.03.2026 in Autoindustrie von Thomas Langenbucher | 9 Kommentare

ZF-Nio

Bild: ZF

Europas Automobilzulieferer stehen unter massivem Druck. Laut dem europäischen Zulieferverband CLEPA bedroht eine „Polykrise“ bis 2030 rund 350.000 Arbeitsplätze. Gemeint ist das Zusammentreffen mehrerer Belastungen: eine schleppende Verbreitung von E-Fahrzeugen, wachsende Konkurrenz aus China, steigender Preisdruck durch die Hersteller und eine fragmentierte Regulierung in Europa. Bereits zwischen 2024 und 2025 wurden 104.000 Stellenstreichungen angekündigt, wie CLEPA-Generalsekretär Benjamin Krieger laut Automotive News mitteilte.

Auch wirtschaftlich geraten die Unternehmen zunehmend ins Hintertreffen. Die Beratung Oxford Economics erwartet, dass die jährlichen Investitionen der Zulieferer bis 2030 bei 35,6 Milliarden Euro stagnieren werden – deutlich weniger als frühere Prognosen von 39,6 Milliarden Euro vorsahen. Gleichzeitig planen rund 50 Prozent der Zulieferer, ihre Produktionskapazitäten in Westeuropa in den kommenden fünf Jahren weiter zu reduzieren. Mehr als 75 Prozent rechnen mit Gewinnmargen unterhalb der für langfristig nachhaltige Investitionen nötigen Schwelle von fünf Prozent.

Die Unsicherheit rund um Elektroautos verschärft die Lage. Große Hersteller verbuchen milliardenschwere Abschreibungen wegen geringerer als erwarteter Nachfrage. So gab Stellantis im Februar Belastungen in Höhe von 22,2 Milliarden Euro bekannt, vor allem im Zusammenhang mit einer Kehrtwende bei der Stromer-Strategie, einschließlich Abschreibungen auf Forschung und Entwicklung sowie gestrichener Fahrzeugprogramme.

Zwar steigen die E-Auto-Verkäufe in Europa weiter, doch die Gesamtnachfrage bleibt laut Krieger „fragil“. 2025 erreichte die europäische Produktion von elektrischen Autos 3,3 Millionen Einheiten – deutlich unter den einst erwarteten 4,8 Millionen. Die Verlangsamung sorge für eine „holprige Erholung“ der Zulieferer, geprägt von erheblichen Jobverlusten und veränderten Investitionsschwerpunkten, wie aus einer Studie von Deloitte hervorgeht.

Chinas Preisdruck und schwächelnde Batterieindustrie verschärfen die Krise

Hinzu kommt massiver Preisdruck durch die Hersteller. So fordert etwa Chinas Stromer-Riese BYD von seinen Zulieferern eine Preisreduzierung um zehn Prozent, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Gleichzeitig berichten 69 Prozent der Zulieferer bereits von direkter Konkurrenz durch chinesische Importe.

Ein weiteres strukturelles Problem ist Europas schwächelnde Batterieindustrie. Von 16 geplanten, europäisch geführten Batteriefabriken wurden elf verschoben oder ganz gestrichen. Das erhöht die Abhängigkeit europäischer Hersteller von chinesischen und koreanischen Anbietern.

Stefan Bratzel, Direktor des Center of Automotive Management, beschreibt die Lage als komplexe Mehrfachbelastung: „Auf der einen Seite haben wir einen schleppenden europäischen Markt. Dann die Kosten der Transformation zur Elektromobilität, wobei klar wird, dass es schwierig ist, die nötigen Stückzahlen zu erreichen. Außerdem belasten US-Zölle die Exporte. Und die Hersteller versuchen, Kosten zu senken und sehen die Zulieferer als Kostenfaktor.“

Vor diesem Hintergrund fordern Branchenvertreter politische Klarheit. Ein EU-Vorhaben, der Industrial Accelerator Act (IAA), soll unter anderem vorsehen, dass 70 Prozent der Wertschöpfung eines Elektrofahrzeugs in Europa erfolgen müssen, um Förderungen zu erhalten. Gleichzeitig richten viele Zulieferer ihren Fokus verstärkt auf Hybridkomponenten. Hybride seien „jetzt und in Zukunft“ essenziell, so CLEPA-Generalsekretär Benjamin Krieger.

Newsletter

Via: Automotive News (kostenpflichtig)
Tags: Autozulieferer, China, EuropaAntrieb: Elektroauto, Hybridfahrzeuge

Wohnungseigentümergemeinschaften: Leitfaden soll beim Ladeinfrastruktur-Aufbau helfen

BYD verkauft im Februar erstmals mehr Stromer in Übersee als in China

Auch interessant

China-Marke SuperPanther will ab 2026 E-Lkw aus Österreich in Europa ausliefern

Nio reorganisiert Europa-Geschäft, kein Direktvertrieb mehr?

Nio-House-Frankfurt-Gallerie

Globaler E-Fahrzeug-Markt startet 2026 mit leichtem Rückgang

BYD-SEAL

E-Lkw-Zulassungen steigen europaweit deutlich, Deutschland im Mittelfeld

Mercedes-eActros

Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. MK meint

    03.03.2026 um 15:16

    Nicht nur der Technologieumschwung bei den verkauften Fahrzeugen, sondern auch bei den Herstellverfahren hängt viele ab bzw. entscheiden sich Inhaber/Investoren teils bewusst zum Aufbau neuer Firmen für neue Technologien, weil man in dem Zuge gleich alten „Ballast“ los wird. So wird der etablierte Zulieferer quasi zur „Bad Bank“, der in die Insolvenz geht, wenn das Geschäft komplett einbricht ohne die neue Sparte finanziell zu belasten. Außerdem kann man einfacher mit niedrigeren Gehältern starten…
    Bei uns im Kreis gibt es z.B. eine mittlerweile recht große Firma, die Teile per 3D-Druck herstellt („FKM Sintertechnik“). Gegründet und in Besitz von Menschen, die sich vorher hauptsächlich mit Gießerei beschäftigt haben. Da war es also offensichtlich eine bewusste Entscheidung, die Sparte eben nicht im existierenden Betrieb aufzubauen, sondern in einer eigenen Firma.

    Antworten
  2. wosis meint

    03.03.2026 um 10:10

    weil sie in China abschmieren

    Antworten
  3. David meint

    03.03.2026 um 09:12

    Die Zulieferer heulen mal wieder und möchten mehr Hybride, damit sie ihre alte Verbrennertechnik teuer verkloppen können. Nachvollziehbare Forderung. Man will sich nicht ändern, also will man, dass sich alles andere ändert. Dann passt es wieder. Das Arbeitsplatzgespenst zieht aber nicht mehr. Bis 2032 werden ab jetzt zwei Leute in Ruhestand gehen und ein neuer kommen. Man wird also zwangsläufig viele Arbeitsplätze verlieren. Wo die verloren werden, ist mehr eine Frage, wie fit sich der einzelne Betrieb hält. Die CLEPA scheint jedenfalls nur die alten Rezepte zu haben: Kaufmannslied und Fakten biegen.

    Antworten
    • Stefan meint

      03.03.2026 um 11:42

      Es sind auch schon einige Zulieferer pleite gegangen, die Teile für Elektroautos geliefert haben.

      Antworten
      • David meint

        03.03.2026 um 12:01

        Ohne Zweifel, kann man ja auch nachvollziehen. Wenn man in die grüne Heide eine Fabrik für Zulieferteile baut, weil es heißt, da sollen 1 Million Autos gebaut werden und dann sind es nur 200.000. Dann verliert man viel Geld.

        Antworten
    • Future meint

      03.03.2026 um 11:59

      Wirtschaftsexperten fordern ja eine Einwanderung von mindesten 500.000 Menschen im Jahr, um der demographischen Entwicklung in Deutschland entgegenzuwirken. Offenbar ist es so, dass der Mangel an Arbeitskräften durch Überalterung in Deutschland zu massiven Verwerfungen führen könnte. Ich gehe aber davon aus, dass viele dieser Arbeitsplätze durch Robotik und KI ersetzt werden können und damit auch die Produktion wieder profitabler wird im Land.

      Antworten
      • Peter meint

        04.03.2026 um 09:10

        Wer profitiert denn von der Produktion per KI oder Automatisierung? Die Menschen im Land, oder Einzelne? Wessen Kaufkraft wird durch die Produktionsgewinne erhöht? Das der Menschen im Land, oder das Einzelner? Wer bezahlt die Versorgung der Alten? Die Menschen im Land, oder Einzelne?

        Antworten
    • Peter meint

      04.03.2026 um 09:14

      So sieht es aus. Wir verlieren derzeit 400.000 Personen im Arbeitsalter pro Jahr (Defizit von „Alte gehen in Ruhestand“ und „Neue kommen nach“), in 15 Jahren also 6 Mio.
      Deswegen sollen die Jungen länger ran. Denn andere Lösungen verbietet die Denkblockade.

      Antworten
  4. Daniel S meint

    03.03.2026 um 09:08

    Sie können nur Verbrenner. Hybride sind ihr letzter Strohalm, weil das auch Verbrenner sind.

    Antworten

Ihre Meinung Antwort abbrechen

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht, erforderliche Felder sind markiert *. Bitte beachten Sie unsere Kommentar-Regeln & -Nutzungsbedingungen.Mit dem Absenden Ihres Kommentars bestätigen Sie, dass Sie unsere Datenschutzerklärung gelesen und akzeptiert haben.

Seitenspalte

Newsletter

Elektroauto-News - täglich oder wöchentlich:

Kostenlos abonnieren

Suche

Anzeige

Elektroauto-Übersicht · Newsletter · Impressum · Datenschutz · Datenschutzeinstellungen · Werben

Copyright © 2026 ecomento.de