Der deutsche Pkw-Markt hat sich im Februar 2026 nach einem schwachen Jahresstart wieder stabilisiert. Insgesamt wurden 211.262 Neuzulassungen registriert, was einem Wachstum von 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht. Der sogenannte SAAR-Wert, der ein hochgerechnetes Jahresergebnis auf Basis des aktuellen Monats darstellt, würde bei dieser Entwicklung laut den Analysten von Dataforce auf knapp 3 Millionen Pkw kommen und damit ein Normalniveau erreichen.
Allerdings wurde das Marktergebnis stark durch sogenannte Sondereffekte beeinflusst. Diese stiegen im Februar um 17,5 Prozent. Besonders deutlich fiel der Zuwachs bei Autovermietern aus, deren Zulassungen um 45,7 Prozent zulegten. Auch der Fahrzeugbau (+2,8 %) und der Fahrzeughandel (+7,6 %) trugen zu dieser Entwicklung bei. Der Privatmarkt konnte dennoch leicht wachsen und legte um 0,7 Prozent zu, während Flotten im zweiten Monat in Folge an Volumen verloren und ein Minus von 6,2 Prozent verzeichneten.
Die Elektrifizierung des Marktes setzt sich unterdessen deutlich fort. Vor allem im Privatmarkt stiegen die Zulassungen rein batterieelektrischer Fahrzeuge (BEV) im Februar um 62 Prozent. Ihr Marktanteil erreichte damit 25,5 Prozent – der höchste Wert seit Dezember 2023. Auch Plug-in-Hybride und Vollhybride behaupteten sich. Besonders Vollhybride verzeichneten im Privatmarkt ein Wachstum von 38 Prozent. Zusammen mit Plug-in-Hybriden erreichten Hybride einen Marktanteil von 15 Prozent und bleiben für Hersteller angesichts strengerer CO₂-Vorgaben attraktiv.
In den Flotten konnte die Elektromobilität ebenfalls an Bedeutung gewinnen. Nachdem im Januar noch Diesel den ersten Rang einnahmen, kehrten batterieelektrische Fahrzeuge im Februar wieder an die Spitze zurück. Während Dieselzulassungen um 17 Prozent zurückgingen, legten Elektrofahrzeuge um 23 Prozent zu und erreichten einen Marktanteil von 28,1 Prozent.
Auch der Transportermarkt erholte sich im Februar nach einem deutlichen Rückgang im Januar. Das Wachstum wurde jedoch vor allem von taktischen Kanälen getragen. Der Fahrzeughandel wuchs um 43 Prozent, Autovermieter und Fahrzeugbau legten jeweils um 20 Prozent zu. Privat- und Flottenmarkt blieben dagegen nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahr und konnten keine zusätzlichen Volumenzuwächse erzielen. Bei den Antrieben stiegen Diesel erstmals seit längerer Zeit wieder um 4 Prozent, während Elektrotransporter um 34 Prozent zulegten.
„Die Elektrifizierungsrallye geht weiter im deutschen Pkw-Markt – besonders in Flotten sehen wir starke Marktanteile, aber auch der Privatmarkt zieht ordentlich mit. Was aktuell nicht so glänzt ist sind die vielen Zulassungen aus den taktischen Kanälen. Das dämpft die Euphorie etwas“, so Dataforce.

Mäx meint
„Ihr Marktanteil erreichte damit 25,5 Prozent“
Ach guck an, letztens hat man hier noch erzählen wollen dass private keine BEV kaufen, weil die rechnen können und keiner die Technik will und bla bla.
War wohl doch mehr aus dem Dunkeln gezogen
Peter meint
Ein BEV-Anteil von ca. 26% zeigt doch, das ein BEV derzeit zwar für viele, aber eben nicht für alle passt. Eine reine schwarz-weiß-Betrachtung ist sehr selten hilfreich und es gewinnt hier auch niemand, wenn man die hier weiter kultiviert.
M. meint
Der Punkt ist, dass der Anteil steigt, wenn Vorurteile und reale Hindernisse schwinden.
Es hieß in den 1990ern ja auch mal, dass mehr als 1% Windstrom nicht ins deutsche Netz passen würde, was eine nette Analogie ist, wie ich finde,
South meint
Naja, Mäx hat gar nicht von 100% gesprochen, aber selbst das wäre sogar nahe dran an der Wahrheit. Das E Auto passt für über 90% der Autofahrer… wenn die man will und die Rahmenbedingungen passen…
Und egal ob 90% oder 99%. Sein richtiger Punkt ist ja, dass man in der BRD ja immer so redet, als wenn das E Auto für eine weit große Mehrheit keine Lösung wäre und das ist nachweislich falsch.
Ben meint
Naja BEV ist halt nur für 90% der PKW Nutzer heut schon möglich, und die restlichen 10% schwarz in der Betrachtung sind egal da nieman speziel für diese die Infrastrucktur vorhalten wird.
South meint
Ja, man kann das ja an Ländern wie Norwegen sehen. Und man muss auch mal kucken, dass es ja noch ein riesigen Bestand gibt. Wir haben aktuell um die 4-5% E Autos im Bestand. Der Markt kann locker das 10 bis 15 fache aufnehmen… und bis das gesättigt ist, wird sich noch einiges bei den Rahmenbedingungen und der Technik getan haben, dass auch der Rest kein Problem mehr sein wird.
Der Bestand ist erstmal geschenkt. Wesentlich klüger wäre es, so wenig wie möglich neue Verbrenner zuzulassen. Für den das E Auto noch nicht in Frage kommt, der soll den alten Bestand runterräubern…
brainDotExe meint
„Für den das E Auto noch nicht in Frage kommt, der soll den alten Bestand runterräubern“
Das ist aber auch schon wieder diese schwarz/weiß denke. Warum sollte jemand, für den ein E-Auto nicht in Frage kommt, sich auf Gebrauchtwagen beschränken müssen?
Was wenn derjenige lieber ein Neuwagen und trotzdem Verbrenner haben will?
Mäx meint
Ja, ab 2035 dann eben mit eFuels und ansonsten ist es wie mit Kat, Bleifrei oder Partikelfilter: Es gibt eben nur noch Neufahrzeuge mit Kat, bleifreiem Benzin und Partikelfilter, egal ob ich das gerne lieber anders hätte.
brainDotExe meint
Ja, Stand heute nur mit eFuels.
Das wird ja glücklicherweise noch gekippt.
Mäx meint
Das geplante Automobilpaket ist bisher nur ein eingebrachter Vorschlag.
Da müssen sich erstmal genug Länder finden, die dafür abstimmen.
Ansonsten bleibt es bei der bisherigen Regelung.
Und das Paket bekommt ja gerade wieder Gegenwind aus den eigenen Reihen, also der Industrie, denen die Entlastungen nicht weit genug gehen.
Mäx meint
Hab nochmal die KI gefragt.
Es müsste per qualified majority abgestimmt werden, was heißt 55 % der Mitgliedstaaten (mind. 15 von 27) die 65 % der EU-Bevölkerung repräsentieren müssen zustimmen.
Mit den Ländern die aktuell dagegen oder eher dagegen sind, wird es schon recht knapp; enthält sich z.B. Spanien, ist es schon gelaufen.
ap500 meint
Nach wie vor sind die Eautos viel zu teurer deshalb und nur deshalb werden die nicht gekauft. In Norwegen kostet das Eauto in der Anschaffung deutlich weniger als ein Verbrenner und oh Wunder plötzlich werden fast 100% Eautos gekauft.
Das die Leute ein Eauto mit 100er Akku nicht bedienen können glaubt wohl doch keiner ernsthaft.
Mäx meint
Du hast dich doch vor allem immer an der Akkugröße gestört.
Gibt es in Norwegen jetzt andere Akkugrößen oder wie soll ich das verstehen?