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Januar bis April 2026: Elektroauto-Anteil in der EU bei 19,7 Prozent

27.05.2026 in Autoindustrie von Thomas Langenbucher | 13 Kommentare

Fiat-500e-Ladeanschluss

Bild: Fiat (Symbolbild)

Die EU-Neuzulassungen von Autos stiegen bis April 2026 im Jahresverlauf um 4,2 Prozent. Der Markt profitierte weiter von starker Nachfrage nach verschiedenen elektrifizierten Technologien.

Hybridfahrzeuge blieben mit 38,2 Prozent Marktanteil die bevorzugte Antriebsart in der EU. Rein batterieelektrische Autos erreichten 19,7 Prozent Marktanteil, nach 15,3 Prozent im Vorjahreszeitraum. Plug-in-Hybride kamen auf 9,6 Prozent.

In den ersten vier Monaten 2026 wurden 746.899 Elektroautos neu zugelassen, womit diese 19,7 Prozent Marktanteil erreichten. Drei der vier größten EU-Märkte, die zusammen 64 Prozent dieser Zulassungen ausmachten, wuchsen deutlich: Italien um 73,1 Prozent, Frankreich um 48,2 Prozent und Deutschland um 41,3 Prozent. Belgien legte um 1,1 Prozent zu.

Screenshot
(Zum Vergrößern anklicken) Bild: ACEA

Bei Hybridautos stiegen die EU-Neuzulassungen auf 1.447.864 Einheiten, was einem Marktanteil von 38,2 Prozent entspricht. Italien wuchs um 25,5 Prozent, Spanien um 19,7 Prozent, Deutschland um 6,6 Prozent und Frankreich um 2,3 Prozent.

Plug-in-Hybride erreichten 364.067 Einheiten. Dies ist vor allem auf steigende Absatzzahlen in Schlüsselmärkten wie Italien (+99,2 %), Spanien (+64,3 %) und Deutschland (+17,6 %) zurückzuführen. Teilzeitstromer mit Stecker machen nun 9,6 Prozent der Zulassungen in der EU aus, gegenüber 7,9 Prozent im gleichen Zeitraum des Jahres 2025.

Benziner und Diesel verloren Marktanteile. Der gemeinsame Anteil fiel von 38,1 auf 30,2 Prozent. Benziner sanken um 17,7 Prozent auf 854.843 Zulassungen und 22,5 Prozent Marktanteil. Diesel gingen um 16,1 Prozent zurück und machten 7,7 Prozent der Neuzulassungen aus.

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Via: ACEA (ENG)
Tags: ACEA, EU, ZulassungszahlenAntrieb: Elektroauto, Hybridfahrzeuge

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Gunnar meint

    03.06.2026 um 09:35

    Im Vergleich zu 2025 ist die Entwicklung in den ersten 4 Monaten 2026 in 9 Ländern negativ und in 23 Ländern positiv. Spitzenreiter sind weiterhin die skandinavischen Länder plus BeNeLux. Nur Malta schafft es, da oben mitzuhalten.
    Schlusslichter sind zum großen Teil der europäische Südosten und der ehemalige Ostblock. Kroation, Polen und Slovakei sind auf den letzten drei Plätzen.

    Norwegen: 98,10%
    Dänemark: 80,50%
    Finnland: 47,30%
    Schweden: 40,70%
    Belgien: 35,20%
    Island: 35,00%
    Niederlande: 32,30%
    Malta: 29,90%
    Luxemburg: 28,10%
    Frankreich: 27,50%
    Deutschland: 23,60%
    Portugal: 23,50%
    Österreich: 23,40%
    Liechtenstein: 23,10%
    Großbritannien: 23,10%
    Schweiz: 22,50%
    Irland: 22,30%
    Slowenien: 14,00%
    Zypern: 12,60%
    Ungarn: 9,60%
    Spanien: 9,10%
    Rumänien: 8,60%
    Italien: 8,00%
    Litauen: 7,60%
    Bulgarien: 7,40%
    Lettland: 6,50%
    Tschechien: 6,20%
    Estland: 6,10%
    Griechenland: 6,10%
    Slowakei: 5,60%
    Polen: 5,60%
    Kroatien: 4,30%

    Antworten
  2. South meint

    27.05.2026 um 14:25

    Naja, wie mal halt schreibt, die Schlagzeile müsste doch wohl lauten, anhaltend sehr hohes Wachstum der BEV in Europa, jedes fünfte Auto ein reines BEV und fast jedes Dritte ein BEV/PHEV. Man könnte auch schreiben, Benziner und Diesel anhaltend im freien Fall.

    Von 15,4 auf 19,7%, das ist ein BEV Wachstum von um die 25%+ und das nicht in einem kleinen Markt, sondern in Europa. Mal davon abgesehen, auch noch 9,6% PHEV. Gut. natürlich sind Mildhybride ne Makulatur, aber die eAutos verdrängen ohne Zweifel mittlerweile deutlich die Diesel und Benziner. Meine persönliche Prognose ist, dass wir ohne Probleme die seit Jahren erwarteten 50% BEV bis 2030 sehen werden. Gut, danach wirds spekulativ. Aber „BYDs Blade Battery 2.0 unterstützt Schnellladen binnen 5 Minuten. „. Dem Verbrenner ist technisch das Genick gebrochen worden und das kann man heute schon sehr sicher sagen, es ist nur noch ein Frage Zeit…. ;-)

    Antworten
  3. David meint

    27.05.2026 um 13:05

    Also kaufen auch dieses Jahr 80 % der Kunden Verbrenner. Nicht dass ich das gut finde, aber nur noch einmal als Eye-Opener gesagt. Wer sich für ein BEV entscheidet, ist immer noch ein Sonderling.

    Antworten
    • Futureman meint

      27.05.2026 um 13:52

      Vielleicht sollte man eher schreiben „Benzin- und Dieselfahrzeuge verlieren (jedes Jahr) rund 20%“? Wer also ein Auslaufmodell will, muss noch schnell zugreifen. Dann parkt der Stinker neben dem Haus mit Plasmafernseher (angeblich technisch besser als LCD) inkl. Beta-Videorekorder (auch besser als VHS) und es werden weiter Leserbriefe auf der Schreibmaschine gegen den technischen Fortschritt geschrieben.

      Antworten
      • MK meint

        27.05.2026 um 15:58

        @Futureman:
        So sehe ich es auch. Natürlich gibt es Leute, die weiterhin partout Verbrenner fahren wollen…aber das sind in Europa meiner Erfahrung nach deutlich weniger als 80%.
        Vor Allem ist es doch grade die Industrie, die Zeit zur Umstellung braucht und den Kunden die eAutos mit teils haarsträubenden Geschichten madig macht. Erst gestern oder vorgestern wurde hier gemeldet, dass im Juni die Produktion des elektrischen iX1 zurückgefahren werden müsse und Kunden teils Monate länger auf ihr Fahrzeug warten sollen, weil 17- und 18-Zoll Räder nicht ausreichend verfügbar seien. Beim Verbrenner-Pendant X1 sind die Räder in diesen Größen hingegen überhaupt kein Problem…da greifen viele dann mehr oder weniger notgedrungen zum Verbrenner.
        Dazu kommen dann Autovermieter wie Sixt, die melden „unsere Kunden wollen keine eAutos mieten“, wobei ich bisher bei jedem einzelnen Versuch, dort eines zu bekommen daran gescheitert bin, dass die jeweilige Station entweder generell keine eAutos hat oder die, die man hat halt trotz „die Kunden wollen das nicht“ merkwürdigerweise ausgebucht waren. Verbrenner hingegen bekommt man dort dann immer in allen Größen und Formen…

        Antworten
    • Future meint

      27.05.2026 um 15:23

      Ein Sonderlng ist (mit 7,7 Prozent), wer sich tatsächlich noch so einen Diesel andrehen lässt vom Verkäufer des einzigen Autohauses im Dorf.

      Antworten
      • brainDotExe meint

        27.05.2026 um 18:59

        Genau so Sonderlinge wie damals die ersten BEVs. Lass die Leute doch kaufen was sie wollen, vollkommen ohne Wertung.
        Geben und Nehmen.

        Antworten
        • Paule meint

          28.05.2026 um 13:56

          Anarchie!
          „Lass die Leute doch kaufen was sie wollen“

          Niemals. Das muß streng geregelt sein. Vor allem bei Dingen, die der Gemeinschaft oder dem Einzelnen schaden können (Waffen, Verbrennerautos, Störsender, Chemikalien, Medikamente…)

    • hu.ms meint

      27.05.2026 um 16:57

      Sehe ich anders:
      Wer ein BEV kauft hat eine lademögichkeit, dort wo das auto lange steht.
      In meinem umfeld würde mindl.die hälfte BEV kaufen, wenn sie so laden könnten.
      Keiner will zusätzlich zeit und geld (über HH-stromtarif hinaus) aufwenden.

      Antworten
    • South meint

      27.05.2026 um 20:05

      Völliger Quatsch. Bei den Neuwagenkäufen in der BRD sind wir nun schon bei nem Drittel, mit den PHEV sogar bei knapp der Hälfte. Da von ner Randgruppe ala Sonderling zu sprechen ist lächerlich. In Europa gab es vorallem im Hinblick der ehemaligen Ostblockstaaten schon immer zwei Geschwindigkeiten bezüglich Innovationen, was zum Teil auch der schwächeren Kaufkraft geschuldet ist.
      Jetzt könnte man natürlich noch argumentieren, dass der Bestand erst um die 5-6% BEV enthält, aber auch das täuscht gewaltig. Allgemein ist ein eAuto eine sehr teure, langfristige Ausgabe. Das wechselt man nicht wie die Unterhose. Zudem ist auch nicht jeder Kunde innovationsfreudig und solvent, sondern vorallem bei der Ausgabenhöhe erstmal vorsichtig. Es wurde ja wahrlich viel getan, um die eAutos als unnütz und gefährlich abzustempeln. So was baut sich erst über die Zeit ab.
      Aber wieder so ein typisch deutsches halb glasleer mimimi Sichtweise. Ich würde mal steil behaupten, dass es gar nicht viel besser hätte laufen können und die Aussichten sind wirklich glänzend. Neben dem anhaltend starken BEV Anstieg ist davon auszugehen, dass das so weitergehen wird, denn viele deutliche Verbesserungen bezüglich Laden und Accu sind nicht nur abzusehen, sondern wanzen sich bereits in den Markt … und das erschließt immer weitere Käufergruppen….
      In Kürze. Yeah. Die Zahlen sind wirklich ausgezeichnet. Die Iran Krise boostet ordentlich. Ich glaube keiner hier hat solche Sprünge auf der Pfanne…
      Popcorn raus! Der Markt bleibt spannend… ;-)

      Antworten
  4. Mäx meint

    27.05.2026 um 11:00

    Ich bin gespannt ob man die Einordnung jemals ändern wird.
    Für die Einordnung wie bisher spricht Greenwashing, 38% Hybrid klingt ja schon ganz schön nachhaltig und ist damit eigentlich ganz nett für die Automobilbranche.
    Andererseits könnte ich mir vorstellen, dass es schwieriger ist dem Verkäufer ein Nischenfahrzeug zu verkaufen (7,7% nur noch Diesel Tendenz abnehmend).

    Zum BEV Anteil: Das Wachstum (25-30% pro Jahr) mal bis 2030 gehalten und wir hätten 50% BEV Neuzulassungen in der EU!
    25% PHEV (hälftig von den BEVs wie aktuell) und der Rest dann noch 20% Hybrid und 5% Benzin+Diesel+andere.
    Das wäre schon ziemlich cool.

    Antworten
    • MK meint

      27.05.2026 um 12:55

      @Mäx:
      Ich wäre auch dafür, „Mildhybride“ ohne die Möglichkeit, Strom zu laden, auch als Verbrenner und nicht nur in der Hybrid-Kategorie auszuweisen.
      Übrigens auch grade, weil es auch Hybride immer häufiger nur noch in Kombination mit Benzinern gibt (siehe z.B. Mercedes CLA). Dann könnte sich auch keiner mehr den Diesel-Anteil schön reden und es würden vielleicht mehr Menschen verstehen, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis erste Innenstadt-Tankstellen, die nicht von LKW angefahren werden, Diesel komplett aus dem Portfolio werfen. Und dann noch einen Diesel verkaufen? Dürfte schwierig werden…

      Antworten
    • hu.ms meint

      27.05.2026 um 16:58

      „und wir hätten 50% BEV Neuzulassungen in der EU!“
      Nur wenn die lademögichkeiten wie in N vorhanden sind.

      Antworten

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