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Analyse: „E-Mobilität für gewerbliche Flotten wirtschaftlich wie nie“

12.03.2026 in Fuhrpark, Studien & Umfragen von Thomas Langenbucher | 16 Kommentare

Kazenmaier_Pflege

Bild: Kazenmaier Leasing GmbH

Fuhrparkbetreiber zögern weiter bei der Entscheidung für E-Fahrzeuge. Als Argumente werden neben Reichweite und Ladeinfrastruktur auch die politische Absage an die Fortführung staatlicher Förderprogramme genannt. Spätestens mit den neuerlichen Kostenexplosionen an den Tankstellen sei dieses Argument hinfällig, wie eine aktuelle Vergleichsrechnung von Kazenmaier Leasing zeigen soll.

Als markenunabhängiger Full-Service-Leasinganbieter hatte Kazenmaier schon im Jahr 2025 die variablen Nettokosten (Energie, Wartung und Verschleiß, Steuern) eines Elektro- und eines Dieselfahrzeugs gegenübergestellt. Verglichen wurden die Werte eines Tesla Model 3 Longe Range (Dual Motor AWD) mit denen der Mercedes-Benz C-Klasse. „Schon damals sprach alles für die E-Mobilität“, so das Unternehmen. „Nicht zuletzt aufgrund der CO2-Steuer, die für das Dieselfahrzeug anfallen, waren die Kosten des Elektroautos pro 100 Kilometer um 63 Prozent geringer als die seines Kontrahenten.“

Das habe sich in den vergangenen Wochen nochmals verschärft: Dieselpreise von über 2,00 Euro pro Liter forderten die Wirtschaftlichkeit gewerblicher Fuhrparks heraus. „Mobilitätskosten werden immer stärker von externen Effekten beeinflusst“, sagt Kazenmaier-Geschäftsführer Max Nastold. Gerade geopolitische Krisen zeigten, wie stark Unternehmen und Einrichtungen von Energiepreisen abhängig sind. Elektrische Fahrzeuge würden diese Abhängigkeit deutlich reduzieren und Flottenbetreibern dringend notwendige Planbarkeit der Betriebskosten bieten.

Ein weiterer Pluspunkt sei: Die THG-Quote, über die Betreiber von Elektrofahrzeugen zusätzliche Einnahmen erzielen können, habe sich zuletzt positiv entwickelt und verbessere die Gesamtwirtschaftlichkeit zusätzlich.

Kazenmaier hat die Vorjahreskalkulation mit den heutigen durchschnittlichen Strom- und Dieselpreisen (Stand März 2026: Diesel: rd. 2,00 Euro pro Liter, DC-Laden: rd. 0,65 Euro pro Kilowattstunde) erneut durchgeführt. Geht man von einer Fahrleistung von 40.000 Kilometern pro Jahr aus, lassen sich demnach pro Fahrzeug variable Kosten in Höhe von rund 3000 Euro einsparen. Bei Flotten mit 100 Fahrzeugen ergibt das eine Summe von 300.000 Euro pro Jahr.

Insbesondere für Unternehmen wie Pflegeeinrichtungen, bei denen Mobilitätskosten einen der größten Kostenblöcke darstellten, sei das ein wichtiger Hebel für Einsparungen, so der Leasinganbieter. Auch der Öffentliche Personennahverkehr könne von einer elektrifizierten Flotte profitieren. Je nach Bundesland könnten für deren Anschaffung und den Ausbau der Ladeinfrastruktur zudem Fördergelder beantragt werden.

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Via: Kazenmaier
Tags: KostenAntrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. gnal meint

    13.03.2026 um 11:40

    Zu @Tommi:
    Und der VW Käfer fuhr dann mit viel Glück und Rückenwind maximal 105 km/h, war laut, vergleichsweise winzig und auch der ADAC bemängelte den hohen Verbrauch und die geringe Reichweite.

    Trotz eines 34-PS-Käfers ahnte ich 1966 nichts von einer künftigen „Deutschen Reichweitenangst“. Wie ich sind Millionen damit auch ins Ausland gefahren. Mit „händischer“ Navigation. Tankstellen konnte man dabei ohne App finden. Verbrauch war meistens nicht vordergründig.

    Antworten
    • Tommi meint

      13.03.2026 um 13:10

      Klar ist ein VW Käfer kein tolles Auto. Ich finde es nur lustig, wie heutzutage Leute alles mögliche als „reiseuntauglich“ betiteln. Ein wenig mehr Bescheidenheit würde uns allen gut tun.

      Antworten
    • MK meint

      13.03.2026 um 17:30

      @gnal:
      Das ist doch genau der Punkt: Beim eAuto werden von vielen plötzlich Dinge vorausgesetzt, die den selben Leuten beim Verbrenner irgendwie noch vollkommen egal waren…

      Antworten
  2. MK meint

    12.03.2026 um 17:44

    Wer bitte fährt 40.000 km im Jahr und zahlt dann im Jahresdurchschnitt 65 ct pro kWh?

    Antworten
    • R2D2 meint

      12.03.2026 um 18:22

      Du hast das mit dem Internet, den Medien, Werbepartnern im allgemeinen immer noch nicht so richtig verstanden? Oder? Obwohl mir aktuell das Jahr nach Christus 2026 schreiben….

      Antworten
      • MK meint

        13.03.2026 um 15:05

        Doch, ich denke, ich hab das mit dem Internet ganz gut verstanden…daher weiß ich auch, wie ich ganz schnell und bequem herausfinde, wie ich mit im schlimmsten Fall einer zusätzlichen App-Installation auch sofort an billigeren Strom für mein eAuto komme.
        Also: Bei einer Leasingfirma, die vorgibt, eigentlich nur noch eAutos anbieten zu wollen (und dann bei den verfügbaren Fahrzeugen direkt auf einen Renault Diesel verweist…), ist das doch eine etwas überraschende Annahme, sollte doch grade so eine Firma als „Lobbyist“ für eAutos auftreten und eher zu positive als zu negative Annahmen treffen. Und wie Tommy schon schreibt: Die fast überall funktionierende EWE-Karte verlangt bei Roaming-Partnern mit 62 ct schon weniger. Ich wüsste also außer dauerhaftes Adhoc-Laden keinen Weg, wie ich es schaffen sollte, ein eAuto so teuer zu laden.

        Antworten
    • Tommi meint

      13.03.2026 um 07:47

      Guter Kommentar. Diese durchschnittlichen kWh-Preise sind lächerlich.

      Wenn es 2 Tankstellen gibt, bei denen in der einen Tankstelle das Benzin 1€ kostet und bei der andern 3€, dann kostet Benzin durchschnittlich 2€. Der Preis, der durchschnittlich wirklich bezahlt wird, wird dann doch eher 1€ betragen.

      Gerade wer mehr mit dem Elektroauto fährt hat entweder eine eigene Wallbox und lädt für 30 Cent/kWh oder eine Ladekarte mit Grundgebühr und bezahlt dann 39 Cent/kWh. Die Grundgebühr fällt dann nicht ins Gewicht.

      Selbst wenn man völlig ignorant ist, nimmt man die EWE GO-Karte und bezahlt maximal 62 Cent/kWh.

      Antworten
  3. R2D2 meint

    12.03.2026 um 16:42

    Natürlich, wenn das Fahrzeug passt, passt die Rentabilität wie Ars*** auf Eimer.
    20 kWh * 39 cents = 7,80 Euro für 100 KM. und das ist im Grunde worst case, also öffentlich laden bei EnBW (z.b.).
    Kannst während den Bürozeiten vom PV Dach laden, halbieren sich die Kosten min. nochmals. Da ist nur laufen günstiger.

    Mittlerweilen sind die Autos auch allesamt recht günstig geworden, oft hat man Parität zwischen einem vergleichbaren Verbrenner. Und damit meine ich nicht vergleichbar was PS angeht (keine Ahnung wer immer diesen Schwachsinn heranzieht). Mit Vergleich meine ich Fahrzeuggattung BEV zu Verbrenner. Ein ID7 ist preislich ähnlich zu einem Passat. Bei Kleinwagen sieht das etwas anders aus, bei PS Monster oberhalb der 80T Euro Klasse sind die BEVs oft sogar günstiger…

    daher braucht es auch keine staatliche Regulierungen, Förderungen oder markttechnische Eingrifffe. einfach machen lassen.

    Antworten
  4. Thomas Meyer meint

    12.03.2026 um 15:14

    Niemand zahlt 69 Cent pro kWh, höchstens im allerschlimmsten Notfall. Und wo es Diesel für 2,00 Euro gibt, ist mir auch schleierhaft.

    Antworten
    • R2D2 meint

      12.03.2026 um 16:44

      Vorgestern Diesel für 1,99 Euro getankt, ich hab ein Bier angestoßen mit dem Pächter… so günstig war es schon lange nicht mehr… heute wieder 2,19 Euro.. irre. Da ist wie daytrading an der Börse…

      Wenn ich jeztt noch ein BEVchen finde das 3,5t ziehen kann, kommt der olle Diesel auch weg.

      Antworten
      • MK meint

        12.03.2026 um 18:48

        @R2D2:
        Der neue Porsche Cayenne soll es wohl können. Also: Demnächst fehlt nicht mehr das Angebot, sondern nur noch der Lottogewinn ;)
        Ansonsten: Schöpfen Sie denn die 3,5 Tonnen exakt aus? Der Vinfast VF8 z.B. liegt meines Wissens nach nur knapp darunter…ich finde auf anhieb leider grade nur Berichte über die 2023er Variante, die „nur“ 2,1 Tonnen hatte, das wurde aber auf jeden Fall mal deutlich hochgesetzt

        Antworten
      • Andre meint

        12.03.2026 um 20:28

        Schaue doch bei Maxus vorbei. Da gibt es BEV mit 3,5 Tonnen Anhängelast.

        Antworten
      • Ben meint

        12.03.2026 um 21:19

        3,5t…also ein absoluter Nischenanwender der irrelevant für den Markt ist…aber ich glaub die Plastikbomber von Maxus sind günstig und können so viel ziehen, haste halt null Kompfort und reisetauglich sind die auch nicht.

        Antworten
        • Tommi meint

          13.03.2026 um 07:43

          Was bedeutet „reisetauglich“? Früher ist man mit einem VW Käfer in den Urlaub gefahren. Ohne Klimaanlage und so. Ein VW Käfer war also reisetauglich. Was macht ein Maxus schlechter?

        • MK meint

          13.03.2026 um 09:42

          @Tommi:
          Und der VW Käfer fuhr dann mit viel Glück und Rückenwind maximal 105 km/h, war laut, vergleichsweise winzig und auch der ADAC bemängelte den hohen Verbrauch und die geringe Reichweite.

        • R2D2 meint

          13.03.2026 um 16:52

          hallo Ben,
          danke das 3,5t Anwender eine unwichtige Gruppe für dich ist… bei mir in meinem Umfeld ( 20 Betriebe mit je min. 30 MAs ) ist das Standard. Aber sicher ist deine Klicke viel wichtiger, forcierter für Deutschland. Und seine Steuereinnahmen.

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