Die neue Elektroauto-Kaufprämie kann wie angekündigt rückwirkend für Zulassungen seit Jahresanfang in Anspruch genommen werden. Das hat der Bundestag in Berlin beschlossen, berichtet die Zeit. Beantragen lässt sich der staatliche Zuschuss für reine Stromer, Plug-in-Hybride und Range-Extender-Elektrofahrzeuge aber noch nicht. Die dafür vorgesehene Internet-Plattform muss erst gestartet werden, dies soll nach früheren Angaben im Mai passieren.
Vorgesehen ist, dass die staatliche Förderung von Privatkunden beim Kauf von Elektroautos, Plug-in-Hybriden und E-Autos mit kompaktem Verbrennungsmotor als Stromgenerator beantrag werden kann. Je nach Fahrzeugart und persönlichen Umständen sind zwischen 1500 und 6000 Euro verfügbar. Dabei gelten Einkommensobergrenzen: Diese liegen bei 80.000 Euro Haushaltseinkommen im Jahr, mit zwei Kindern bei 90.000 Euro.
Die Basisförderung für Elektroautos beträgt 3000 Euro. Für Haushalte mit einem Einkommen von maximal 60.000 Euro gibt es 4000 Euro Zuschuss vom Staat, für Haushalte mit einem Maximal-Einkommen von 45.000 Euro sind es 5000 Euro. Pro Kind steigt die Förderung um 500 Euro, insgesamt um höchstens 1000 Euro.
Weniger Subvention gewährt wird für Plug-in-Hybride mit extern aufladbarer Batterie, die längere Strecken mit Strom sowie anschließend auch mit Treibstoff fahren können. Für diese Autos und für Fahrzeuge mit einem Range Extender liegt die Basisförderung bei 1500 Euro. Range Extender sind kleine Verbrennungsmotoren ohne Kontakt zu den Rädern, die durch Aufladen der Batterie die Reichweite von Elektroautos erhöhen.
In der Bundestagsdebatte kritisierte Till Steffen von den Grünen, mit der Förderung von Plug-in-Hybriden und Range-Extender-Fahrzeugen würden die „absolut falschen Anreize“ gesetzt, schreibt die Zeit. Denn diese würden im Prinzip mit Benzin fahren. Von der Kaufprämie profitierten zudem Besserverdienende. „Wir brauchen ein Angebot, wo sich eben auch die Krankenschwester auf dem Land ein günstiges, kleines Elektroauto leisten kann. Die lassen Sie im Regen stehen“, sagte Steffen.

Anti-Brumm meint
Na klar, fördern wir eben wieder mit dem Geld aller, damit die Hersteller ordentlich Marge kassieren.
Freddy K meint
Wer volle Förderung will kauft halt über ein Familymitglied mit weniger EK..
Es gibt Wege… Es sollten aber nur BEV gefördert werden….
Sou meint
Nein, es sollten auch hocheffiziente Verbrenner gefordert werden, nicht nur bei und hybride.
Gerry meint
Hocheffiziente Verbrenner/Hybride gibt es nicht 😉. Physik siebte Jahrgangsstufe.👍
South meint
… es gibt kein hocheffizienten Verbrenner… lokale Abgase, Treibhausgase und auch wirtschafltich gibt das keine Sinn, schon gar nicht, dass auch noch zu fördern…
Gunnar meint
Bitte um Begründung deiner Aussage.
Allerdings ist das egal, denn es gibt keine hocheffizienten Verbrenner. Das sind rollende Heizungen, die als Nebenprodukt Vortrieb erzeugen. 70-80% der eingesetzten Energie geht als thermische Energie verloren.
Andreas meint
„Von der Kaufprämie profitierten zudem Besserverdienende“
Klar, 40k pro Kopf und Jahr bei Paaren sind ja eindeutig Besserverdienende, und 22,5k erst, ich hasse diese Grünenlogik.
MK meint
@Andreas:
Fakt ist doch, dass wer zu arm ist, um sich überhaupt ein Auto zu kaufen oder höchstens den 25 Jahre alten rostigen Golf für ein paar hundert Euro in der Hoffnung, dass dieser bis zum nächsten TÜV, überlebt, bekommt gar nichts. Erst wer in der Lage ist, einen mindestens 5stelligen Betrag für einen Neuwagen zu investieren, kann von der Prämie profitieren.
BEV meint
Leasing … die leute sollen an der kurzen Leine gehalten werden, Schulden sind eine Möglichkeit die Leute zur Arbeit zu „motivieren“
MK meint
@BEV:
Und das ändert was? Auch ein Leasing-Wagen ist nicht günstiger als einen Neuwagen zu kaufen, eher im Gegenteil. Wer vorher nicht konstant jeden Monat 250 € für einen neuen PKW bei Seite legen konnte, kann auch keine 250 € Leasingrate bezahlen.
Wenn man dann noch Folgekosten einrechnet (wenn in meinem gekauften PKW ein oberflächlicher Kratzer ist, läuft das unter „Shit happens“ und bleibt einfach, in einem Leasingfahrzeug muss der professionell beseitigt werden), wird Leasing noch viel unbezahlbarer.
Leasing ist also nur für die ein guter Deal, die noch viel mehr Geld haben und es sich leisten können und wollen, alle paar Jahre wieder einen Neuwagen zu haben und auch beim eigenen PKW bereit wären, Reparaturen in der Vertragswerkstatt durchführen zu lassen.
Futureman meint
Zähle mich nicht zu den Besserverdienenden und darf dank guter Zukunftsplanung (viele Kinder) auf die höchste Förderstufe hoffen.
Dadurch wird selbst ein neues E-Autos wesentlich günstiger, als alle andere Verbrenneroptionen. Die monatliche Raten bei Vollfinanzierung liegen weit unter den sonst notwendigen Spritkosten. Höhe Steuern und Wartungskosten für alte Verbrenner noch ausgenommen. Und die Auswahl an Modellen ist inzwischen so groß, dass es den ein oder anderen Familienrat bedarf, um das passende Auto zu finden. Nicht wegen dem Preis, sondern den nötigen „Optionen“. Die Familie ist halt inzwischen zu verwöhnt von perfekter Elektromobilität.
Gerry meint
Gerade mal 1 Jahr lang hin und her diskutiert und schon beschlossen. Das ging ja flott 🤣.
Antragsportal dauert noch, macht man ja schließlich zum allerersten mal 🙄😂.
Steffen meint
Da muss man den Grünen mal wieder absolut Recht geben. Dämlicher Förderansatz irgendwas anderes als nur BEVs zu fördern.
Christian meint
Stimmt, da Dienstwagenfahrer raus sind bei der Förderung sollte sich doch irgendwann bei den Käufern Vernunft einstellen angesicht der Spritpreise, die bestimmt nicht auf das alte Niveau zurückgehen werden dafür sorgen die Konzerne.
Trevi meint
Und die „anderen Konzerne“ werden langfristig schon dafür sorgen, dass der Preis an der Stromtanke Richtung Verbrenner-Niveau geht.
MK meint
@Trevi:
Nur gibt es bei den „Stromtanken“ keine beherrschenden Anbieter, sondern neben ein paar großen auch hunderte kleine, Einzelhändler, dazu halb-öffentliche (z.B. Arbeitgeber) und private Möglichkeiten zu Hause, teils mit eigener Solaranlage…während man beim Verbrenner einer Hand voll Konzerne also einfach ausgeliefert ist, kann man beim eAuto ausweichen. Beispiel: Bei uns in Marbrurg steht eine Aplitronic-300-kW-Ladesäule von EWE. Mit App für 52 ct total in Ordnung (Kosten von rund 10 € für 100 km mit einem SUV…schafft kein vergleichbarer Verbrenner). Adhoc kostet aber ich glaube 84 ct…Problem für EWE: Zwei baugleiche Alpitronic-300-kW-Ladesäulen vom kleinen Anbieter Stark Energy stehen nur 25 m entfernt ebenfalls auf dem Messeplatz. Adhoc-Laden da: 55 ct. Warum sollte also irgendwer sich auf das EWE-Adhoc-Angebot einlassen? Direkt daneben stehen übrigens noch AC-Lader von den lokalen Stadtwerken…36 ct/kWh als registrierter Kunde…