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Mercedes stellt erste Elektro-C-Klasse mit bis zu 800 Kilometern Reichweite vor

20.04.2026 in Neues zu Modellen von Thomas Langenbucher | 6 Kommentare

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Bilder: Mercedes‑Benz

Mercedes-Benz stellt die erste rein elektrische C-Klasse vor. Das Elektroauto soll die bekannten Kernwerte der Baureihe fortführen, darunter Eleganz, Komfort, Intelligenz und Sportlichkeit. Vorstandschef Ola Källenius spricht von einem Gesamtpaket aus „Performance, Komfort, Dynamik und intelligenter Technologie“ und nennt das Modell die „sportlichste C-Klasse, die wir je gebaut haben“.

Die neue, knapp 4,9 Meter lange Limousine wird mit einer Reichweite von bis zu 762 Kilometern nach WLTP-Norm beworben. Sie fährt wie die schon gestartete neue Batterie-Version des SUV GLC auf der E-Auto-Plattform MB.EA-M. Die 800-Volt-Technologie und eine Batterie mit 94 kWh nutzbarem Energieinhalt sollen ermöglichen, in zehn Minuten bis zu 325 Kilometer Reichweite nachzuladen. Zudem ist das Fahrzeug für bidirektionales Laden vorbereitet.

Mit Blick auf das Fahrverhalten betont Mercedes-Benz eine 4,5-Grad-Hinterachslenkung, die den Wendekreis auf 11,2 Meter reduziert, sowie die Luftfederung Airmatic mit vorausschauender Dämpfung auf Basis von Car-to-X- und Google-Maps-Daten. Das Stuttgarter beschreiben die elektrische C-Klasse als agile Limousine für Kurven und lange Strecken.

Beim Klimakomfort verweist Mercedes-Benz auf eine Multi-Source-Wärmepumpe. Bei einer 20-minütigen Fahrt bei minus 7 Grad Celsius heize sich der Innenraum doppelt so schnell auf wie in konventionell angetriebenen Modellen und benötige dabei etwa die Hälfte an Energie. Vorklimatisierung sei dafür nicht erforderlich.

Im Innenraum setzt man auf den 39,1 Zoll großen MBUX Hyperscreen mit Matrix-Backlight-Technologie und mehr als 1000 LEDs. Hinzu kommen der MBUX Virtual Assistant mit generativer Künstlicher Intelligenz (KI), Navigation mit Electric Intelligence, MBUX-Surround-Navigation und ein Head-up-Display mit Augmented Reality. Über das Betriebssystem MB.OS sind regelmäßige Over-the-Air-Updates für die gesamte Fahrzeugsoftware möglich.

Das Interieur beschreibt der Hersteller als neue Komfortzone mit „Welcome home.“-Anspruch. Genannt werden fließende Formen, edle Materialien, ein zertifiziert veganes Interieur, „Twisted Diamond“-Nappaleder-Design, hoher Geräuschkomfort sowie Highend-Sitze mit Lordosenstütze, Massage, Sitzbelüftung und 4D-Sound. Im Sky-Control-Panoramadach sind 162 Sterne illuminiert, deren Farbe sich an die Ambientebeleuchtung anpasst.

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(Zum Vergrößern anklicken) Bild: Mercedes-Benz

Beim Exterieur hebt Mercedes-Benz eine coupéhafte Silhouette, ein athletisches GT-Heck und den Grill mit 1050 illuminierten Dots hervor. Das Modell folgt der neuen Designsprache der Marke. Die rein elektrische Antriebsarchitektur ermöglicht dabei ein neues Maßkonzept mit großzügigen Platzverhältnissen. Mit 2962 Millimetern ist der Radstand 97 Millimeter länger als bei der konventionell angetriebenen C‑Klasse-Limousine. Davon profitieren insbesondere die Frontpassagiere: Sie haben 12 Millimeter mehr Beinraum. Durch das serienmäßige Panoramadach fällt der maximale Kopfraum vorne um 22 Millimeter und hinten um 11 Millimeter größer aus.

Für Alltag und Reisen führt Mercedes-Benz einen großzügigen Innenraum, einen variablen Kofferraum mit 470 Litern Fassungsvermögen und einen 101-Liter-Frunk (vorderer Stauraum) auf. Die Anhängelast wird mit bis zu 1,8 Tonnen angegeben. Zu den Sicherheits- und Assistenzsystemen zählen unter anderem Distronic, MB.Drive Assistenz, Pre-Safe-Kurvenfunktion und optional MB.Drive Assist Pro.

„Die sportlichste C‑Klasse, die wir je gebaut haben“

„Mit unserem KI‑gestützten MB.OS wird die neue elektrische C‑Klasse Intelligenz und Fahrdynamik auf ein neues Niveau heben. Sie ist die sportlichste C‑Klasse, die wir je gebaut haben – und zugleich ermöglicht sie dank Airmatic Luftfederung und Hinterachslenkung Fahrkomfort auf S‑Klasse-Niveau. Mit bis zu 762 Kilometern Reichweite und bis zu 325 Kilometern, die in nur zehn Minuten nachgeladen werden können, werden selbst lange Strecken mühelos und reibungslos“, so Mercedes-Entwicklungschef Jörg Burzer.

Kunden können zum Marktstart das leistungsstärkste Modell bestellen: den C 400 4Matic elektrisch mit 360 kW/490 PS. Das Spitzenmodell sprintet mit Allradantrieb in 4,0 Sekunden von null auf 100 km/h und hat eine Reichweite von bis zu 762 Kilometern. Durch die 800‑Volt-Technologie lassen sich in zehn Minuten bis zu 325 Kilometer nachladen. Die neue Lithium-Ionen-Batterie hat einen nutzbaren Energieinhalt von 94 kWh. Schnelles Gleichstrom-Laden (DC) ist an 800‑Volt-Säulen mit einer Leistung von bis zu 330 kW möglich. Mit dem optionalen DC-Konverter kann die Limousine auch 400‑Volt-Schnellladesäulen nutzen. Wechselstrom (AC) kann serienmäßig mit 11 kW geladen werden, gegen Aufpreis mit 22 kW.

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„Unter 70.000 Euro“ soll die elektrische C-Klasse dem Hersteller zufolge zum Marktstart als C 400 4Matic kosten. Ab Mai öffnen die Bestellbücher, beim Händler steht das Modell ab Sommer. Im nächsten Jahr sollen weitere Versionen mit Heck- und Allradantrieb sowie verschiedenen Batterievarianten folgen. Darunter ist ein Heckantriebler mit einer voraussichtlichen Reichweite von bis zu 800 Kilometern – „das ist Benchmark im Segment der elektrischen Mittelklasse-Limousinen“, betonen die Schwaben. Das spätere Einstiegsmodell dürfte Berichten zufolge rund 60.000 Euro kosten.

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Via: Mercedes‑Benz
Tags: Mercedes C-KlasseUnternehmen: Mercedes-Benz
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Mäx meint

    20.04.2026 um 14:29

    Ob der Schritt sich nicht deutlicher vom one-bow Design zu verabschieden für Mercedes aufgeht?
    Ich hätte eine deutlich klassischere Limousinenform am Heck erwartet.
    Beim CLA ging das ja auch, dieser sieht ja auch konservativer an der C-Säule aus, bzw. hat einen längeren Überhang hinten.

    Antworten
  2. Koalxo meint

    20.04.2026 um 14:28

    Irgendwie sieht diese hochgebaute C-Klasse ziemlich geil aus. Mal abgesehen vom absolut übertriebenen Screen im Interieur. Hammermäßig, was BMW und Mercedes da gerade auf die Beine stellen. Sehr gut!

    Antworten
  3. Justin Case meint

    20.04.2026 um 14:26

    Wo sind die 4 Ringe am Single-Frame-Grill?

    Antworten
  4. South meint

    20.04.2026 um 14:24

    Die C Klasse bietet die Leistungsdaten, welche die Kunden wollen, 750 WLTP+ in Kombination mit 800V Technik für’s nachladen.Beim Rest kann immer mal hin- und herreden, also mir wäre der Bildschirm zu groß und nen Pixelfehler willst du da nicht haben und der Preis ab 60T finde ich sehr sportlich bepreist, mein Audi A6etron hat ne Klasse höher fertig 70T gekostet. Aber hey, mittlerweile gibts langsam Auswahl und ich finde die C Klasse von Aussen wirklich gelungen.
    Einzig VW krebst noch länger mit alter 400V Technik und nem Harz 4 Interieur rum und nennt das auch noch „True Volkswagen“, aber bei 800V Technik, das war mir den Aufschlag zum Premium Wert, da ist der ID keine Alternative mehr…

    Antworten
  5. Calimator meint

    20.04.2026 um 14:20

    Bei aller Kritik an EQE und EQS aber wen will man mit dieser Nasenbär-Front abholen? Es wirkt wie eine billige Kopie des Audi-Single-Frame-Grill mit extra viel bling-bling. Finde ich persönlich seht schade, weil von der Seite und von hintern wirkt der Wagen echt gelungen und die technischen Daten lesen sich auch viel versprechend. Ob es den riesigen Bildschirm braucht ist auch eine Frage. Die meisten Beifarer schauen sowieso viel lieber ins eigene Smartphone oder sie schlafen.

    Antworten
  6. ID.alist meint

    20.04.2026 um 14:19

    Leider kein T-Modell. Und nein, der CLA ist kein Ersatz für die C-Klasse als T-Modell.

    Antworten

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