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Mercedes plant vorerst keinen elektrischen C-Klasse-Kombi

21.04.2026 in Neues zu Modellen von Thomas Langenbucher | 6 Kommentare

Mercedes-C-Klasse-Elektroauto

Bild: Mercedes‑Benz

Mercedes-Benz hat kürzlich die erste rein elektrische Version der C-Klasse vorgestellt. Das zweite Modell nach dem neuen Batterie-GLC auf der Elektroauto-Plattform MB.EA-M wird neben den Verbrenner-Ausführungen des Mittelklassewagens angeboten. Eine Kombiversion planen die Stuttgarter für das Elektroauto vorerst nicht.

„Es ist interessant: Wenn ich mich mit Leuten wie Ihnen oder anderen Designern unterhalte, sagen sie: ‚Na ja, ich mag Kombis!‘, aber letztendlich kauft sie niemand“, sagte Mercedes-Designer Robert Lesnik gegenüber dem Portal Autocar. „Wir haben drei Regionen. In Amerika kauft niemand sie; wir haben es mit der Shooting-Brake-Version des CLS versucht, und niemand hat sie gekauft. Die Chinesen verstehen sie nicht und kaufen sie nicht.“

Dann bleibe noch Europa – „und wenn man sich eine Mercedes E-Klasse ansieht, ist sie ziemlich teuer – wer kann sich also in Europa tatsächlich so ein Auto leisten?“, so Lesnik. Er selbst sei ein Fan von Kombis und halte die entsprechende, „fast perfekte“ Version der E-Klasse für das beste Auto im Angebot bei Mercedes.

„Frag mich nicht“, sagte er mit Blick auf einen elektrischen C-Klasse-Kombi. „Ich finde, wir sollten Kombis haben, aber die Realität sieht ein bisschen anders aus.“ Letztendlich, so der Manager, gehe es darum, „niemals Nein zu sagen“. Bis auf Weiteres werden Käufer von mittelgroßen Elektroautos bei Mercedes aber nur die neue Batterie-Version des SUV GLC auf der MB.EA-M mit mehr Platzangebot finden. Etwas kleiner gibt es noch den elektrischen CLA Shooting Brake.

Die rein elektrische C-Klasse im Limousinen-Format soll derweil die bekannten Kernwerte der Baureihe fortführen, darunter Eleganz, Komfort, Intelligenz und Sportlichkeit. Mercedes-Vorstandschef Ola Källenius spricht von einem Gesamtpaket aus „Performance, Komfort, Dynamik und intelligenter Technologie“ und nennt das Modell die „sportlichste C-Klasse, die wir je gebaut haben“. Die Stuttgarter bewerben die elektrische C-Klasse als agile Limousine für Kurven und lange Strecken.

Kunden können zum Marktstart die leistungsstärkste Variante bestellen: den C 400 4Matic elektrisch mit 360 kW/490 PS. Das Spitzenmodell sprintet mit Allradantrieb in 4,0 Sekunden von null auf 100 km/h und hat eine Reichweite von bis zu 762 Kilometern. Die 800-Volt-Technologie und eine Batterie mit 94 kWh nutzbarem Energieinhalt sollen ermöglichen, in zehn Minuten bis zu 325 Kilometer Reichweite nachzuladen. Zudem ist das Fahrzeug für bidirektionales Laden vorbereitet.

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Via: Autocar
Tags: Mercedes C-KlasseUnternehmen: Mercedes-Benz
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. David meint

    21.04.2026 um 12:15

    Der Kombi stirbt langsam mit den Boomern. Stimmt schon. Aber nicht so schnell. BMW und VW sind da gut im Geschäft.

    Antworten
  2. simon meint

    21.04.2026 um 12:14

    Aber warum gibt es dann einen Kombi beim BMW i3, i5, VW ID.7 und Audi A6 Etron. Sogar der Enyaq ist ein halber Kombi. Den CLA gibt es als Kombi. Ich verstehe den Vorstand bei Mercedes nicht, aber die glänzten ja eh mit vielen Fehlentscheidungen.

    BMW bringt einfach alle beliebten Verbrenner Modelle auch als Elektroauto und die haben im Gegensatz zu Audi und Mercedes den Erfolg. Erfolgreicher Verbrenner = verkauft sich auch gut als Elektro, ersetzt man durch 100ert Studien und Marktanalysen.

    Antworten
  3. M. meint

    21.04.2026 um 11:32

    „und wenn man sich eine Mercedes E-Klasse ansieht, ist sie ziemlich teuer – wer kann sich also in Europa tatsächlich so ein Auto leisten?“

    Der Satz ist schon lustig, so kurz nach der Vorstellung des EQS-Upgrades.

    Antworten
    • David meint

      21.04.2026 um 12:25

      Naja, stimmt aber. Im Geschäft ist die C-Klasse oft die neue E-Klasse und die S-Klasse ist auch unter Druck. Das ist aber nicht schlimm. Von der S-Klasse sind viele Kunden zur G-Klasse, zum GLS oder zum AMG gewechselt. Und die Firmenkunden zahlen jetzt genauso viel für eine C-Klasse wie früher für eine E-Klasse.

      Antworten
  4. F. K. Fast meint

    21.04.2026 um 11:09

    Weil Kombis keiner ausser ein paar Europäern kauft, hat deshalb MG extra für diese den MG5 entwickelt. Solchen Aufwand kann sich Merc nicht leisten?

    Aber es ist ja OK, wenn beim Öffnen der Heckklappe der Limousine auch die Heckscheibe mit hochgeht. Oops.

    Antworten
  5. ID.alist meint

    21.04.2026 um 11:04

    Er hat recht mit USA und China, aber Europa? Laut dem Artikel baut Mercedes kein T-Modell für die neue C-Klasse weil eine E-Klasse T-Modell zu teuer sei. (finde den Fehler).

    Am Ende werden ein paar Menschen das Auto kaufen, und alle die eigentlich ein Kombi wollten werden den GLC bevorzugen, und dann wird man uns sagen, dass die Menschen lieber einen Strassenpanzer fahren, wegen der Sitzposition oder Platzangebot.

    Antworten

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