Mercedes-Benz hat im letzten Jahr die jüngste Generation des CLA auf der neuen, vorrangig für Elektroautos ausgelegten Mercedes Modular Architecture (MMA) eingeführt. Das 4720 Millimeter lange Modell wird rein elektrisch als Limousine und Kombi angeboten, außerdem in Hybridversionen. Die Schwaben arbeiten nun an der darüber positionierten C-Klasse, um sie künftig erstmals vollelektrisch anzubieten. Die Basis stellt hier wie bei der schon verfügbaren neuen Generation des SUV GLC die reine Stromer-Plattform MB.EA (Mercedes-Benz Electric Architecture).
Der Hersteller hat Medien kürzlich einen aktuellen Ausblick auf die neue C-Klasse elektrisch gegeben. Die Serienversion soll im nächsten Monat vorgestellt werden, davor gibt es Bilder getarnter Prototypen zu sehen. Das konkrete Design lässt sich unter der blauen Tarnfolie nicht wirklich ausmachen. Mercedes hat aber schon vor einigen Monaten mit einem Teaser verraten, dass die C-Klasse sich als Elektroauto weniger am jüngsten CLA mit Batterieantrieb orientieren wird.
Stattdessen nimmt die batteriebetriebene C-Klasse vorn das neue „Iconic Grill”-Design der Marke auf (Artikelbild). Dieses soll als zentrales optisches Unterscheidungsmerkmal zwischen den Elektroautos und den weiter parallel angebotenen Verbrennern dienen. Eingeführt wurde die neue Front im letzten Jahr mit der jüngsten Strom-Generation des Mittelklasse-SUV GLC.
Die erste vollelektrische C-Klasse wird als zweites MB.EA-Modell nach dem „GLC mit EQ Technologie“ über eine 800-Volt-Architektur verfügen. Die Batterie-Limousine wird Berichten zufolge länger als die sich 4751 Millimeter streckende Verbrenner-C-Klasse sein. Auch deren Breite von 1820 Millimetern soll übertroffen werden. Ein längerer Radstand und breitere Spurweiten sollen zu einem geräumigeren Innenraum beitragen.
Electric C-Class: I've been out in Mercedes' most important new car 👀 https://t.co/4Yssokxh4R pic.twitter.com/ybqu9dBBZn
— Autocar (@autocar) March 17, 2026
Eine Kombiversion der elektrischen C-Klasse soll nicht geplant sein. Mercedes-Kunden mit Interesse an einem elektrischen Kombi sollen zur Shooting-Brake-Ausführung des neuen CLA mit EQ Technologie greifen.
Der Antrieb der C-Klasse mit EQ Technologie soll weitgehend mit dem des neuen elektrischen GLC übereinstimmen. Den SUV-Kunden steht zum Marktstart das leistungsstärkste Modell zur Verfügung: Der 360 kW/490 PS starke GLC 400 4Matic mit EQ Technologie, der nach WLTP-Norm bis zu 713 Kilometer Reichweite bietet. Von 0 auf 100 km/h soll es in 4,3 Sekunden gehen, bei Tempo 210 ist Schluss. Der Verbrauch wird angegeben mit 14,9 – 18,8 kWh/100 km. Vier weitere Modelle sollen auf den GLC 400 4Matic mit EQ Technologie folgen.
Die schlankere und aerodynamisch effizientere C-Klasse dürfte schneller und sportlicher als das E-SUV fahren, jedoch etwas sparsamer sein und je nach Variante bis zu 800 Kilometer pro Ladung schaffen. „Wir wollten ein Auto, das sich leichtfüßig anfühlt, aber dennoch den gewohnten Komfort der aktuellen C-Klasse bietet“, erklärte Ingenieur Ewald Dirks gegenüber Autocar. „Das Ziel war, dass der Fahrer das durch den Umstieg auf Elektroantrieb bedingte Mehrgewicht kaum spürt. Im Vergleich zur C-Klasse mit Verbrennungsmotor ist das eine ganz andere Liga. Außerdem ist die Bandbreite zwischen der sportlichsten und der komfortabelsten Einstellung deutlich größer.“
Im Innenraum soll die C-Klasse mit EQ Technologie über eine fast identische Ausstattung wie der neue Elektro-GLC verfügen. Die batteriebetriebene Limousine wird demnach mit der neuesten Generation des optionalen „Hyperscreen“ von Mercedes ausgestattet, der das gesamte Armaturenbrett abdeckt.


Justin Case meint
Der Status, den Mercedes repräsentieren möchte, darf sich gerne in Qualität, Solidität, Haltbarkeit, intuitiver Bedienbarkeit und Understatement zeigen.
Stattdessen bekommen wir außen LED-Blinkprotz und innen schlecht zu bedienende Bildschirmwüsten. Als ob man immer noch nur für den chinesischen Geschmack designt, obwohl der Markt dort für europäische Hersteller längst tot ist.
Mercedes, bitte: Hört auf Leute, die innen wissen, was ergonomisch ist und sich gut anfasst und außen erkennen, wie etwas solide, satt und nicht billig protzig aussieht.
Den Grill finde ich furchtbar.
CJuser meint
Der AMG C EQ soll angeblich als „53“ laufen. Allerdings frage ich mich, warum der Wagen trotz angeblich absolut absurden 952 PS Peak-Leistung, nicht als „63“ laufen soll. Bisher hat man es sich angeblich nur verkniffen, weil man nicht die vergleichbare Sportlichkeit umsetzen konnte.
Aztasu meint
Sieht gut aus. Leaks zeigen ja bereits den BMW i3, der sieht auch gut aus aber die kurze Front mit der runtergezogen Nase und der Lichtleiste die als Kühlergrillersatz dient und mit den Tagfahrlicht verbunden ist gefällt nicht jedem. Die C-Klasse sieht mehr Premium aus, wenn auch etwas auffällig was auch nicht jedem gefallen dürfte. Da fehlt eigentlich nur der Audi A4 e-tron ab 2028. Der dürfte zwar zu spät kommen um den Rückstand in den Verkaufszahlen auszugleichen, der späte Markteintritt mit neuerer Technik dürfte Ende 2028 den A4 aber zur besseren Limousine machen, das Design dürfte sich an das neuste Audi Concept Fahrzeug orientieren, damit wird der Audi außen wie innen ebenfalls führend sein.
Wer jetzt keine Eile hat könnte vielleicht noch drauf warten. Mit C-Klasse und i3 macht man aber absolut nichts verkehrt und man bekommt mit die besten Gesamtpakete der Automobilindustrie. Top
MrBlueEyes meint
Mir persönlich gefällt der große Grill nicht sehr… bisschen was von einem „Schweinchen“ hat das schon… oder wie mein Frisör sagte (ohne Witz): „Hat was von einem ‚Happy Hippo‘ bzw. wirkt der GLC sehr „unmännlich“.“ 😅
Ich saß gestern zumindest mal in einem GLB EQ und das war ergonomisch sehr schlimm
–> Der Mitteltunnel ist extrem hoch und viel zu breit, sodass man kaum das Bein locker und gemütlich anlegen kann
–> Das Lenkrad hat ca. 1/5 vom Zentraldisplay verdeckt… keine Ahnung, wer so etwas in der Entwicklung durchwinkt…
–> auch die extrem senkrecht stehende Displaywand wirkt befremdlich und wie wenn ein Schreibtischmonitor zu nah an einem dran wäre
Bin auf den GLC die Tage gespannt, ich befürchte aber Schlimmes, da das Grundsetup vom Innenraum ähnlich dem GLB ist…
jm2c
David meint
800 km ist ordentlich, damit kann sich Mercedes auf der Autobahn sehen lassen. Am Ende geht es nur darum, die Reichweitenangst von Elektronovizen abzustreifen. Im echten Leben fahren die Leute nicht einmal beruflich mehr die Langstrecken, die sie früher bewältigt haben. Das Berufsleben hat sich digitalisiert. BMW oder Mercedes, der Klassiker. Audi ist dafür eine halbe Klasse höher mit dem A6 etron der Platzhirsch. Und der ID.7 als Raumwunder und Kombi ist auch noch da. Der Dienstwagenmarkt ist fest in deutscher Hand.
ID.alist meint
Jetzt fehlt nur noch ein T-Modell.
cbzac meint
„Eine Kombiversion der elektrischen C-Klasse soll nicht geplant sein. Mercedes-Kunden mit Interesse an einem elektrischen Kombi sollen zur Shooting-Brake-Ausführung des neuen CLA mit EQ Technologie greifen.“
Da lässt man zwar Potential liegen, denn dann gibt es 3 flache C-Modelle mit wenig Laderaum. Aber statt Kombi greift der Weltmarkt eben zum GLC.
Aztasu meint
Der GLC ist auch deutlich gewachsen und das größte SUV in seiner Klasse. Wer den Laderaum tatsächlich braucht ist beim GLC EQ gut aufgehoben. So verkehrt finde ich die Strategie nicht
CJuser meint
Nicht gerade eine positive Entwicklung, auf was für Abmessungen der GLC EQ inzwischen kommt. Für ein Fahrzeug der „Mittel“klasse. Das Akkupack hat ja trotzdem die identische Fläche, wie beim CLA EQ. Und für China kommt trotzdem noch ein GLC L EQ.
Mäx meint
Da passt der Grill irgendwie besser als im VLE und GLC.
Das Heck sieht mir aber irgendwie immer noch arg nach EQE und EQS aus, also Dachlinie, Radstand und Überhang, wenn auch etwas entschärft.