Mit „Renative“ führt Renault eine neue Marke ein, die nachhaltige Reparatur- und Wartungslösungen unter einem Markendach zusammenfasst. Der französische Autokonzern verspricht einen doppelten Vorteil für Kunden: „weniger bezahlen, weniger Umwelt belasten“. Ab diesem Jahr soll Renative schrittweise im deutschen Servicenetz ausgerollt werden und ersetzt die bisher verstreuten Angebote aus der Kreislaufwirtschaft.
Im Mittelpunkt stehen wiederaufbereitete Originalteile, geprüfte und zertifizierte Komponenten für Elektrofahrzeuge sowie Premium-Motoröle aus wiederaufbereiteten Basisölen. „Diese Lösungen sparen nicht nur wertvolle Rohstoffe ein, sondern sind im Durchschnitt bis zu 30 Prozent günstiger als vergleichbare Neuteile – ohne Kompromisse bei Qualität, Sicherheit oder Garantie“, wirbt Renault.
Für viele elektronische Fahrzeugkomponenten könnten Reparaturen anstelle eines Austauschs durchgeführt werden. Das reduziere Materialeinsatz und Abfall und ermögliche bis zu 50 Prozent Ersparnis gegenüber neuen Bauteilen.p
Auch im Bereich der Betriebsstoffe setze man mit Renative neue Maßstäbe, so Renault. Premium-Motoröle aus wiederaufbereiteten Basisölen böten Herstellerqualität, verursachten aber spürbar weniger Emissionen – beim RN17 GTX 5W30Öl etwa 15 Prozent weniger CO₂ Fußabdruck im Vergleich zur bisherigen Zusammensetzung.
„Mit Renative machen wir nachhaltige Mobilität für unsere Kundinnen und Kunden konkret erlebbar: verständlich, wirtschaftlich und ohne Abstriche bei Qualität oder Sicherheit. Weniger zahlen und zugleich Ressourcen schonen; genau diesen Anspruch lösen wir mit Renative unter einem klaren Markendach ein“, sagt Oliver Schieritz, Direktor Kundenservice und Aftersales der Renault Group Deutschland.
„Damit wird Renative zu einem starken Argument für alle Renault Fahrerinnen und Fahrer, die nachhaltige Entscheidungen treffen möchten, ohne dabei auf Wirtschaftlichkeit verzichten zu müssen“, heißt es weiter. „Das Angebot verlängert die Lebensdauer von Fahrzeugen und Komponenten und hilft gleichzeitig dabei, den ökologischen Fußabdruck messbar zu reduzieren. Die Vorteile sind klar: weniger Ressourcenverbrauch, längere Nutzungsdauer – und spürbare Einsparungen im Portemonnaie.“

South meint
Prinzipiell sollte zwar ein Accu eh ein Autoleben halten, aber man will halt als Kunde die Chance haben, im Falle eines Falles, den Accu einigermaßen in einem Kostenrahmen reparieren zu können oder eben auch ein altes E Auto doch länger zu fahren.
Deshalb würde es schlicht bei der e Mobilität für mehr Kundenvertrauen sorgen, wenn man auch darauf ein Augenmerk setzten würde. Ein Konstruktion zur Reparatur des Accus für eine Lebensverlängerung oder im Falle eines Schadens hat deshalb einen hohen Kundennutzen…
Jeff Healey meint
Absolut! Und es hat darüber hinaus nicht nur einen hohen Kundennutzen, sondern zugleich auch einen hohen Herstellernutzen, denn ein solches System schafft bei den Kunden Vertrauen in das Produkt.
F. K. Fast meint
Finde ich eine sehr gute Initiative, insbesondere, wenn die Erfahrungen auch in die Produktentwicklung bei Renault zurückfliessen und dort zu einfacher wartbaren Produkten führen würde.
Elektroautor meint
Schön, dass Renault zur Einsicht kommt und hiermit etwas umsetzen möchte, was sicher viele Kunden sich schon lange wünschen.
Ich fahren einen Renault ZOE, Bj. 2013, 180.000 km und habe in den letzten 10 Monaten 2 Onboard-Charger gebraucht. Bei den Kilometern am Tacho eigentlich 2 x ein wirtschaftlicher Totalschaden, da dieser völlig überteuerte Inverter neu über € 4.000,- kostet, inkl. Reparatur wäre ich auf ca. € 5.500,- gekommen.
Zum Glück hat beim 1. Mal der Händler einen gebrauchten OBC gefunden, der aber nach 10 Monaten kaputt gegangen ist. Keine Garantie – eh klar und, wie ich dann wegen Gewährleistung vorsichtig angefragt habe, wurde mir mit Rechtsanwalt gedroht – behandelt man so einen Kunden, der 12 Jahre immer brav Geld bei der Werkstatt gelassen hat?
Den 2. OBC habe ich dann auch relativ günstig für € 2.300,- inkl. Reparatur bekommen. Jetzt kann ich nur hoffen, dass dieser länger hält.
Gerade bei solchen Teilen wäre es halt auch sinnvoll, wenn man modular Teile austauschen könnte – wie z.B. den Netzfilter separat oder beim Motor nicht auch das Untersetzungsgetriebe gleich mittauschen muss?
Das würde allen Beteiligten helfen zu sparen: Dem Kunden, der Umwelt, dem Händler an Ressourcen.
Jeff Healey meint
5.500,-€ für den Austausch eines defekten Onboard-Chargers, da bekomme ich Schnappatmung. Aber klar, 13 Jahre alt, 180.000 Kilometer, das mögen die Industrie und deren angeschlossene Händler allgemein eigentlich nicht so gerne. Wir Kunden sollen doch am besten nach spätestens 10 Jahren wieder was neues kaufen. Wie sagt ein altes Sprichwort so schön, „der Rubel muss rollen“.
Um so löblicher, dass Renault sich um eine einfachere Reparierbarkeit seiner Produkte Gedanken macht, ein gutes Vorbild auch für andere Hersteller.