Toyota hält an seiner „Multi-Pathway“-Strategie fest und sieht für den Bestseller RAV4 auf absehbare Zeit keine vollelektrische Version vor. Trotz des weltweiten Trends zur Elektrifizierung und eines wachsenden Interesses an Elektroautos bleibt das Modell an Verbrenner- und Hybridtechnik gebunden.
Yoshinori Futonagane, Chefingenieur des RAV4, sagte gegenüber dem australischen Portal Carsales, vieles sei möglich – eine rein elektrische Version des meistverkauften SUV der Marke werde derzeit aber nicht erwogen.
Toyota trennt damit seine Modelle mit Verbrenner- und Hybridantrieb weiter klar von seiner eigenständigen E-Auto-Palette. Diese Rolle übernimmt die bZ-Baureihe, die hierzulande mit dem Mittelklasse-SUV bZ4X sowie dessen geräumigerem Derivat bZ4X Touring vertreten ist.
„Wir haben den bZ4X speziell als Fahrzeug entwickelt, um die Entwicklung und Präsentation der Elektrofahrzeugtechnologie voranzutreiben und den Bedürfnissen derjenigen gerecht zu werden, die sehen möchten, welche Möglichkeiten diese Technologie bietet“, so Futonagane.
Der schon länger neben dem Vollhybrid auch als Plug-in-Hybrid mit größerer E-Reichweite erhältliche RAV4 bleibt ein global stark nachgefragtes Modell. Aber auch mit Blick auf die schnelle Entwicklung der Elektrotechnik sieht Futonagane keine kurzfristige Kursänderung.
Futonagane sagte gegenüber Carsales, die Elektroauto-Technologie entwickle sich sehr schnell und man befinde sich in einer Übergangsphase. Zugleich bleibe die derzeitige Position bestehen, dass es sich um ein getrenntes Programm handele. Neben bZ-Elektroautos bietet die Marke inzwischen hier auch die Vollstromer C-HR+ und Urban Cruiser sowie Nutzfahrzeuge der Proace-Reihe an.


Futureman meint
Mit Hybrid lässt sich einfach mehr im Aftersales verdienen. Die meisten kaufen ihre Autos halt immer noch in einer Werkstatt und rechnen wohl die laufenden Kosten fest mit ein. Es gibt halt Hersteller, die es etwas anders sehen. Denn eigentlich reicht ein Online-Shop, eine Übergabe und wenn was ist kommt der Service ins Haus.
Böhser Neffe meint
Es wird nicht das -eine- Welt-Auto geben, es werden sich BEV auch nicht global durchsetzen, noch ist Toyota die globale Nr. 1, aber falls alle etablierten OEMs untergehen sollten, dürfte Toyota mit am längsten durchhalten.
Ford, Renault (+Nissan/Mitsubishi), Stellantis wären die Hersteller gegen die ich wetten würde.
South meint
Na, ob’s dann wirklich satte 100% BEV sein werden, wer weiß, aber die BEV werden sich global durchsetzen und den Markt sehr stark durchdringen und dominieren, weit jenseits der 90%+. Sogar Entwicklungsländer werden schnell umsteigen, weil Verbrenner einfach schlicht zu teuer sind.
Die Nischen ausserhalb des BEV werden eher dünn und teuer sein, auf alle Fälle nichts wesentliches mehr für nen Massenhersteller wie Toyota oder VW…. und man ja heute, also an IST Zahlen sehen, dass der Verbrenner schon stark an Boden verliert…
42 meint
ich halte daran fest, dass Hybrid nichts für mich ist und werde keinen Toyota kaufen
Gerry meint
100% Zustimmung👍.
Vom Antrieb mal abgesehen, das Design ist auch fürchterlich 😆.
Dagobert meint
Das wir den absatzstärksten Automobilhersteller der Welt sicher ganz hart treffen und sofort zum Umdenken bewegen…
Gernot meint
Genau da liegt das Problem. Je stärker die Marktposition im bisherigen Markt, um so stärker der Beharrungskräfte. Nokia war auch unumstrittener Marktführer für Smartphones. 3 Jahre später war Nokia praktisch tot. Man kann den Effekt auch bei den deutschen Autozulieferern sehen. Wir werden schon 2029 in Deutschland 90+% BEV-Anteil bei den Neuzulassungen erreichen und Stand jetzt ist Toyota dafür nicht aufgestellt.