Smart bringt mit dem neuen #2 den Zweisitzer zurück und knüpft damit an die Anfänge der Klein(st)wagen-Marke an. Das wie alle neuen Modelle rein elektrische Fahrzeug steht im Zentrum eines Kurses, der die frühere Ausrichtung auf den ForTwo aufgreift und zugleich mit dem Neustart von Smart verbunden wird.
Seit der Neuaufstellung mit Geely als 50-Prozent-Partner von Mercedes hat sich Smart zu einer vollelektrischen Lifestyle-Marke mit Premium-Orientierung entwickelt. Die Entwicklung und Produktion sind nach China umgezogen. Mit dem neuen #2 greift das Unternehmen nun seine Wurzeln wieder auf und verbindet sie mit der neuen Ausrichtung. Wolfgang Ufer, Europa-Chef von Smart, hat mit dem Portal Electrive über Strategie, Wachstum und die Zukunft der Marke gesprochen.
Ufer beschreibt den kommenden Wagen nicht als bloße Fortsetzung der Zweisitzer-Historie, sondern als Neuinterpretation eines Stadtautos unter veränderten Anforderungen. „Da kommt eine Legende zurück – und es wird das Beste, was es je als Zweisitzer gab“, sagt er. Der #2 soll die DNA des ForTwo aufnehmen und zugleich technologisch sowie konzeptionell auf ein neues Niveau heben.
„Wir stehen für vollelektrische, kompakte Premium-Lifestyle-Fahrzeuge – mit starkem Design und klarer Technologie“, sagt Ufer zur Markenstrategie. Plug-in-Hybride und Range-Extender-Lösungen schließt er in Europa aus. Stattdessen setzt Smart als Gemeinschaftsunternehmen Venture von Mercedes und Geely konsequent auf batterieelektrische Antriebe und verweist auf Fortschritte bei Reichweite, Ladegeschwindigkeit und Alltagstauglichkeit.
Diese Ausrichtung soll sich nach den Jahren des Aufbaus nun auch im Geschäft niederschlagen. Ufer sieht Smart am Beginn einer Phase des Wachstums und erwartet in jedem Markt eine positive Entwicklung. In Europa kommt dabei Deutschland ebenso wie den nordischen Ländern und ausgewählten Märkten in Südeuropa eine zentrale Rolle zu. Wichtig sei, dass die Fahrzeuge im Straßenbild sichtbarer werden und damit auch die Marke wieder stärker wahrgenommen wird.
Dem neuen #2 kommt in diesem Zusammenhang eine besondere Funktion zu. Er soll nicht nur als emotionaler Bezugspunkt dienen, sondern auch wirtschaftlich funktionieren. Ufer bezeichnet ihn als „ein Volumenmodell – mit ganz klaren Absatzchancen“. Anders als die bisherigen größeren E-Modelle im SUV-, Crossover- und Limousinen-Format soll der neue #2 eine breitere Zielgruppe ansprechen, vom urbanen Individualverkehr bis zu Carsharing- und Flottenlösungen.
Vor Kurzem hat Smart die ersten offiziellen Designskizzen und Detailbilder des Concept #2 veröffentlicht. Das Designmodell eröffnet den Ausblick auf das neue Stadtauto der Marke. Der Concept #2 soll bald bei der Auto China 2026 seine Premiere feiern. Eine erste Vorschau auf die Silhouette der neuen Generation gab es im letzten Jahr.


Ihre Meinung