Tesla-Chef Elon Musk hat die Vorstellung des neuen Roadster erneut verschoben. Auf der Telefonkonferenz zu den Zahlen des ersten Quartals 2026 sagte er, der Elektro-Supersportwagen könne „in etwa einem Monat oder so“ präsentiert werden. Damit wurde der zuvor genannte Zeitrahmen Ende April überschritten, ursprünglich war der Marktstart für 2020 angekündigt worden.
Seit der ersten Präsentation eines Prototyps im November 2017 wurde der Zeitplan für den Roadster mehrfach verändert. Die jüngsten Verzögerungen begründete Musk mit den Anforderungen vor einer öffentlichen Demonstration. Es seien umfangreiche Tests und Validierungen nötig, damit nichts schiefgehe. Zugleich sagte er: „Ich denke, es wird eine der spannendsten Produktvorstellungen überhaupt.“
Tesla richtet seine Modellpalette langfristig auf autonome Fahrzeuge unterschiedlicher Größen aus. Nach Musks Angaben soll der neue Roadster auf lange Sicht das einzige manuell gefahrene Auto des US-Unternehmens bleiben. Zur künftigen Modellplanung machte der CEO keine weiteren Angaben. Auf eine breitere Frage zu einem großen Familienfahrzeug nach der Einstellung des dreireihigen SUV Model X ging er nicht ein. Auch zu einer möglichen Wiederaufnahme von Plänen für ein günstiges Kompaktauto äußerte er sich nicht.
Tesla verwies zugleich auf die Entwicklung hin zu einer vollständig autonomen Produktpalette. Dazu gehören Software-Upgrades für bestehende Modelle sowie das zweisitzige Robotaxi Cybercab, dessen Produktion begonnen hat. Der Roadster der zweiten Generation wird den Unternehmensangaben zufolge als manuell gefahrenes Fahrzeug eine Sonderrolle in dieser langfristigen Ausrichtung einnehmen.
„Sicherheit ist nicht das Hauptziel“
Teslas erstes Fahrzeug war der Roadster der ersten Generation, der von 2008 bis 2012 produziert wurde. Das neue Modell soll deutlich leistungsstärker als der noch mit Lotus-Technik realisierte Vorgänger sein. „Das ist kein … Sicherheit ist nicht das Hauptziel“, so Musk jüngst. „Wenn Sie einen Ferrari kaufen, ist Sicherheit nicht das oberste Ziel. Ich sage, wenn Sicherheit Ihr oberstes Ziel ist, kaufen Sie den Roadster nicht … Wir werden danach streben, dass niemand in diesem Auto ums Leben kommt. Es wird das beste der letzten von Menschen gefahrenen Autos sein. Das beste der letzten.“
Laut früheren Aussagen wird der nächste Roadster drei Elektromotoren haben und über 400 km/h schnell fahren. Die Energie könnte ein 200-kWh-Batteriepaket für 1000 Kilometer pro Ladung bereitstellen. Es wird wohl mehrere Versionen des neuen Roadster geben. Am mächtigsten soll das Super-Elektroauto mit Schubdüsen des von Musk gegründeten Raumfahrtkonzerns SpaceX sein. Zunächst hatte er eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 1,9 Sekunden angekündigt, inzwischen visiert er sogar eine Zeit von unter einer Sekunde an.

Future meint
Supersportwagen sind eine Nische und natürlich überflüssig. Eigentlich weiß das Musk auch. Deshalb wird das Projekt wohl auch immer weiter verschoben. Für Tesla ist jetzt der Semi wichtig, denn der Wechsel zur Elektromobilität in der Logistik ist dich das große Trend, damit dieser Bereich endlich nachhaltiger wird.
MK meint
Kurzzusammenfassung des Artikels:
Tesla wird ganz viele tolle neue Produkte auf den Markt bringen…also irgendwann demnächst…jetzt aktuell tut sich erstmal nichts, obwohl man seinen Kunden, Aktionären und Mitarbeitern das eigentlich versprochen hatte.
Michal meint
Steile These: Weder der Roadster noch der Semi gehen dieses Jahr in die Serienproduktion.
David meint
Also zehn Jahre zu spät und das Foto stellt wohl nicht den aktuellen Stand da. Zuletzt wurde ein viertüriger Entwurf ähnlich des Taycan gezeigt. Ein Roadster, der kein Roadster ist. Vor allem aber ist das mal wieder kein Massenmodell, also nichts, womit man das Geld verdienen kann. Außerdem befinden wir uns bei Tesla: sollte das Teil also wirklich auf dem Markt kommen, kann man sich gut vorstellen, dass es sehr schnell zu technischen Probleme kommen wird wie beim KlapperTruck und nachfolgend die gesamte Konstruktionsabteilung für ein Jahr gebunden ist, bis die gröbsten Mängel beseitigt sind. Da fällt dann auf der Autobahn einfach mal ne Düse ab. Tesla halt.
EVrules meint
Wir sprechen nun von einer Verzögerung von über 6 Jahren – übertragen könnte man von der Unendlichen Geschichte sprechen.
Dieses Produkt wird nicht mehr kommen – es gibt keinen guten und ernsthaften Grund, warum sich Entwicklung und Umsetzung derartig verzögern.
Wäre das Projekt korrekt und beabsichtigt geplant, dann wären 6 Monate oder 12 meinetwegen noch erklärbar, hierbei haben wir es aber mit vermutlich beabsichtigter Verschleppung zu tun.