TotalEnergies hat seinen ersten großen Flagship-Ladehub im Zentrum der Hauptstadt eröffnet. Die neue Station liegt an der Invalidenstraße zwischen der Nationalgalerie der Gegenwart im ehemaligen Hamburger Bahnhof und dem Berliner Sozialgericht.
Vor Ort befinden sich insgesamt 18 Ladeplätze, an denen Elektroautos mit einer Leistung von jeweils bis zu 400 Kilowatt aufladen können. Alle Ladesäulen werden laut dem Betreiber zu 100 Prozent mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen versorgt, belegt durch Herkunftsnachweise.
Der neue Ladehub richtet sich TotalEnergies zufolge an Mitarbeiter der umliegenden Bürogebäude der Europacity und Gewerbetreibende wie Taxifahrer ebenso wie an Privatpersonen, die Reisende zum Bahnhof bringen, von dort abholen oder eines der nahegelegenen Museen besuchen.
Alle Ladesäulen der neuen Station sind überdacht. Zudem verfügt der Flagship-Hub über zwei barrierefreie Ladeplätze sowie zusätzliche Serviceangebote wie Reifenluftdruckmessgeräte und Staubsauger.
„Mit unserem neuen Flagship-Ladehub am Berliner Hauptbahnhof bringen wir leistungsstarkes Schnellladen dorthin, wo es besonders gebraucht wird: an einen zentralen Verkehrsknotenpunkt mit hoher Frequenz“, sagt Jan Petersen, Geschäftsführer TotalEnergies Charging Solutions Deutschland GmbH. „Erst im vergangenen Jahr haben wir mit dem Flagship-Hub am Flughafen BER einen wichtigen Mobilitätsstandort erschlossen. So treiben wir den Ausbau unserer Schnellladeinfrastruktur konsequent voran und leisten mit unseren schnellen, komfortablen und vollständig mit erneuerbarem Strom gespeisten Ladelösungen einen konkreten Beitrag zur Dekarbonisierung des Verkehrs in der Hauptstadt.“

Peter meint
Wirklich interessant wäre die Nennung eines Preises gewesen. Ich vermute mal irgendwas über 75 Cent. Und das ist absolut nicht mehr akzeptabel.
MK meint
„Alle Ladesäulen der neuen Station sind überdacht.“
Ist damit das kleine Dach überm Display neben der Ladestation gemeint, dass nur sehr dünne Menschen bei richtiger Windrichtung schützt und auch nur dann, wenn sie am Display stehen (was in Zeiten von Apps kaum jemand tut) oder ist das nur ein Symbolbild?
Andere Medien kritisieren auf jeden Fall die Einordnung als „überdacht“.
Ansonsten zur Zielgruppe: Für Taxen am Hauptbahnhof sicher total sinnvoll. Für Büromitarbeiter im Umkreis dürften eher AC-Lader Sinn machen. Wer hat schon im Büroalltag Zeit, nach einer halben Stunde oder Stunde das Auto wieder umzuparken?
M. meint
„Der neue Ladehub richtet sich TotalEnergies zufolge an Mitarbeiter der umliegenden Bürogebäude der Europacity und Gewerbetreibende wie Taxifahrer ebenso wie an Privatpersonen, die Reisende zum Bahnhof bringen, von dort abholen oder eines der nahegelegenen Museen besuchen.“
Taxifahrer? Bestimmt. Mit dem richtigen Preis.
Privatpersonen, die Reisende zum Bahnhof bringen? Wenn die aus Hannover gebracht werden…
Museumsbesucher? Ja, wer bleibt schon länger als 30 Minuten in einem Museum.
Aber Mitarbeiter umliegender Büros?
Nicht, wenn die an dem Tag noch was arbeiten sollen.
Aber nette „Dächer“. ;-)
Future meint
Natürlich ist das Ladehub ideal an diesem Standort. Nach der Arbeit können die Leute so noch kurz ein paar kWh nachladen – meistens reichen doch schon 10 bis 15 Minuten dafür aus. Das gilt natürlich genauso für Leute, die jemand zum Bahnhof bringen müssen und danach oder währenddessen nachladen. Eigentlich müssten solche Hubs 100 Ladeplätze haben. Auch das wird natürlich noch alles in Berlin kommen. Es ist doch ncht so, dass immer nur vollgeladen werden muss – seit 8 Jahren lade ich immer nach auf öffentlichen Parkplätzen, wo ich eh stehen muss, mal eben nur kurz und mal etwas länger.
M. meint
Na klar. Menschen, die in Berlin am Hbf arbeiten, kommen alle mit dem Auto und haben dort auch günstige Parkmöglichkeiten.
In Berlin. Am Hauptbahnhof.
Und natürlich Spaß daran, nach der Arbeit noch vom Parkplatz durch den Verkehr rüber zur Ladestation zu fahren, um nochmal 15 Minuten rumzustehen, und sich dann nochmal durch den Feierabendverkehr zu boxen.
Man hat ja sonst nichts zu tun…
Wie kommt man auf sowas, ohne rot zu werden?
Future meint
Schon mal in einer Großstadt gelebt, M.?
An der Tankstelle wird es doch auch voll, wenn am Abend der Sprit billiger wird und da steht man dann auch in der »Schlange« und braucht dafür Zeit. Warum sollte der Besucher oder der Pendler aus dem Europaviertel nicht 15 Minuten fürs öffentliche Laden einplanen?
Es ist schon eigenartig, wenn man sich nicht vorstellen kann, wie andere Lebensmodelle funktionieren. Total Energies versteht allerdings die Lebensmodelle der anderen und schafft ein Angebot, damit Elektromobilität nicht nur auf dem Dorf gut funktioniert.
ID.alist meint
Entfernt. Bitte verfassen Sie konstruktive Kommentare. Danke, die Redaktion.
David meint
Ich vermute, du hattest laut überlegt, welche Geschäftsleute, die seit den siebziger Jahren ihr Zielpublikum am Bahnhof Zoo versorgen, jetzt auf Elektro-G-Klasse umsteigen könnten?
Future meint
Das Zielpublikum sind doch die Besucher der Nationalgalerie der Gegenwart, des Hauptbahnhofs, die Taxifahrer und die Mitarbeiter im Europaviertel. Der Zoologische Bahnhof hat doch seine eigenen Ladesäulen. Berlin ist mittlerweile eben auch immer besser versorgt.
M. meint
Ein sehr guter Plan.
5 Min hin
5 Min zurück
10 Min an der Kasse
Da bleiben glatt noch 10 Minuten für die Ausstellungen.
Außer man fährt was mit 800 V, dann muss man kurz vor der aus der Schlange ausscheren und zurücklaufen. Spart immerhin das Eintrittsgeld, das einen vor die Frage gestellt hätte: Eintritt umsonst bezahlt, oder Blockiergebühr zahlen?
Und das alle 3 Tage. Aber die Ecke hat ja mehr Sehenswürdigkeiten zu bieten, da kann man abwechseln.
ID.alist meint
Sarkasmus war immer konstruktiv, und die Kritik der führende Klasse auch.
Es ist ja eure Seite, und somit könnt ihr alles handhaben wie ihr am besten findet, aber Selbstzensur ist der erste Schritt zum Autoritarismus.
Schönes Wochenende.
Future meint
Regeln sind ja nun mal für alle da. Und das gilt auch dann, wenn man es ja nur lustig oder sarkastisch gemeint haben will. Häufig ist das nämlich die Strategie dahinter, um seine Ressentiments bei jeder Gelegenheit zu vermitteln. Aber diese Haltung passt natürlich in diese Zeit in Deutschland. Das zeigt ja auch wieder die Sonntagsfrage.