Die neue Elektroauto-Kaufprämie der Bundesregierung kann wie angekündigt rückwirkend für Zulassungen seit Jahresanfang genutzt werden. Dem hat nach dem Bundestag nun auch der Bundesrat in Berlin zugestimmt.
Die staatliche Förderung kann von Privatkunden beim Kauf von Elektroautos sowie bestimmten Plug-in-Hybriden und Elektroautos mit Verbrennungsmotor als Stromgenerator („Range Extender“) beantragt werden. Je nach Fahrzeugart und persönlichen Umständen liegt der Zuschuss zwischen 1500 und 6000 Euro. Allerdings gibt es Einkommensobergrenzen: Diese liegen bei 80.000 Euro Haushaltseinkommen im Jahr, mit zwei Kindern bei 90.000 Euro.
Die Basisförderung beträgt für reine Stromer 3000 Euro. Für Haushalte mit einem Einkommen von maximal 60.000 Euro gibt es 4000 Euro, für Haushalte mit einem Einkommen von höchstens 45.000 Euro gewährt der Staat eine Subvention von 5000 Euro. Pro Kind steigt die Förderung um 500 Euro, insgesamt um höchstens 1000 Euro.
Die Regelung für den Zeitpunkt 1. Januar 2026, von dem an die Förderung in Anspruch genommen werden kann, war angehängt an das Gesetz zur Verbesserung des Verbraucherschutzes beim Abschluss von Kreditverträgen. Der Bundesrat stimmte also nicht getrennt über die Elektroauto-Förderung ab. Den inhaltlichen Details der neuen Kaufprämie mussten Bundestag und Bundesrat nicht zustimmen.

Gunnar meint
Das bedeutet, dass erst ab jetzt zusätzliche BEV-Bestellungen durch die Kaufprämie getätigt werden. Die erhöhten Zulassungszahlen sehen wir dann in circa 4 Monaten.
MK meint
@Gunnar:
Da ja in den Medien oft so getan wurde, als sei es längst beschlossen, denke ich schon, dass der ein oder andere, der auf die Prämie angewiesen ist, auch in den letzten Wochen schon bestellt hat. Aber ja: Ich denke auch, die wirklichen Auswirkungen von Prämie und vor Allem anhaltend hohen Spritpreisen wird man erst in den nächsten Monaten sehen. Bei den Gebrauchtwagen sieht man ja schon jetzt Auswirkungen der gestiegenen Spritpreise. So melden große Portale, dass die Verkaufspreise steigen (alleine um 7% von März auf April) und die Anzeigen für gebrauchte eAutos trotzdem im Schnitt rund eine Woche kürzer online sind als noch Ende letzten Jahres.