BYD präsentiert mit dem Plug-in-Hybridauto Dolphin G DM-i einen Neuzugang im europäischen Kleinwagensegment. Angetrieben von einem „Super-Hybrid mit DM‑Technologie“ soll das Modell kompakte Abmessungen mit der Alltagstauglichkeit eines Familienfahrzeugs sowie der Fähigkeit, tägliche Fahrten rein elektrisch zurückzulegen vereinen.
Der Dolphin G DM-i richte sich an Kunden, die einen erschwinglichen Kleinwagen suchen, der die lokal emissionsfreie Mobilität eines reinen Stromers mit der Langstreckentauglichkeit eines Hybridantriebs vereint, so der Hersteller. Der Super-Hybrid mit DM‑Technologie biete dabei ein elektrisches Fahrerlebnis „mit kraftvoller und zugleich geschmeidiger Beschleunigung“ durch den vorn positionierten Elektromotor.
„Wenn es darauf ankommt, längere Strecken zu absolvieren, entfaltet der Dolphin G DM‑i seine Stärke: Sein intelligentes Hybridsystem sorgt für eine Flexibilität, welche die Möglichkeiten herkömmlicher Kleinwagen mit reinem Verbrennungsmotor deutlich übertrifft“, heißt es weiter. Mit vollgeladener Batterie und gefülltem Tank sind den Angaben zufolge Reichweiten von über 1000 Kilometern möglich.
Als erstes Fahrzeug von BYD, das gezielt für internationale Märkte wie Europa entwickelt wurde, markiere der Dolphin G DM‑i einen Meilenstein auf dem Weg zu bezahlbarer, nachhaltiger Mobilität, werben die Chinesen. Mit einer Länge von 4,16 Metern und einer Breite von 1,825 Metern treffe er die Anforderungen des europäischen B‑Segments und positioniere sich im Herzen der Kleinwagenklasse.
Stella Li, Executive Vice President von BYD: „Das europäische B‑Segment zählt zu den tragenden Säulen des Automobilmarktes. Mit dem Dolphin G DM‑i setzen wir hier neue Maßstäbe und denken die Erwartungen an einen Kleinwagen im elektrischen Zeitalter konsequent weiter. Durch die Kombination aus hoher elektrischer Reichweite, intelligenter Hybridtechnologie und modernen digitalen Funktionen in einem erschwinglichen, kompakten Fahrzeug schaffen wir nachhaltige Mobilität, die nicht nur intelligenter, sondern vor allem auch alltagstauglicher ist – und damit für deutlich mehr Menschen in ganz Europa erreichbar wird.“
BYD will den Dolphin G DM‑i in den kommenden Wochen auf den europäischen Märkten einführen. In Deutschland soll der elektrifizierte Kleinwagen im Juni sein Debüt feiern. Die ersten Auslieferungen an Kunden sind für den Spätsommer und Frühherbst geplant. Detaillierte Angaben zur Ausstattung, technische Spezifikationen sowie Preisen sollen demnächst bekannt gegeben werden.

Egon_meier meint
Jeder motzt gegen Plug-In-Hybride aber sobald einer aus China kommt (BYD, MG… ) ist es viel viele hier der heilige Gral.
Schade …
Kai meint
Danke an die Boomer, wegen denen wir eine hybrid Auto aus China bekommen. So unnötig, dass das kommt. Da kann man nur den Kopf schütteln….
Kainon meint
Den Zusammenhang bekommt man auch nur als Flacherdler hin.
Mark Müller meint
Entweder weiss man die Batteriegrösse, dann muss man sie auch bringen, oder man weiss sie nicht, dann berichtet man nicht über dieses PHEV.
South meint
Wie viele Kunden brauchen denn einen Kleinwagen mit 1.000km Reichweite….? War kurz beim Rewe ein paar Semmel holen und bin über Rom wieder zurückgefahren?
Auch hier könnte man meinen, die Branche kennt kein Mittelmaß mehr. Beim ID Polo bauen sie ne sündteuren lachhaften 37kWh Accu ein und bei BYD das Extrem mit den 1Tkm. Tss….
Referendar meint
Sry BYD, aber ihr schafft es mal wieder ein Fahrzeug komplett am Bedarf vorbei zu entwickeln.
Jörg2 meint
Dann kennst Du schon die zukünftigen Zulassungszahlen für Europa!?
Alle Achtung! Wie machst Du das?
M. meint
Ah, ein Hybrid. Wieder mal.
Ich bringe mal Daten, die hier nach meiner Auffassung fehlen, und die man im Internet zusammensuchen muss, weil nicht mal die BYD-Seite sie bereitstellt:
Elektrische Reichweite: 90 km nach WLTP, also 50 bis 70 real.
Im Hybridmodus soll der Verbrauch 4,5 bis 5,5 L betragen, was nicht bestätigt ist, aber klassenüblich wäre.
Bleibt noch die Frage, für wen sich dieses Auto eignet – abgesehen davon, dass es sich natürlich eignet, persönliche Daten nach China zu übertragen.
Wer da auf Menschen schielt, die zu Hause nicht laden können: denen hilft dieser hier nicht.
Wer zu Hause laden kann und einen Zweitwagen für die Arbeit sucht, findet besseres.
Der Kunde ist also jemand, der eigentlich kein BEV fahren will, nur 20 bis 40 km (einfach) pendelt, wenig Budget für einen Firmenwagen hat und/oder Geld über die geringere Hybrid-Einstufung sparen will. Und dafür seine Daten… aber das hatten wir ja schon ;-)
Die 1000 km Reichweite (mit Reservekanister sind es noch mehr) sind eigentlich uninteressant. Auf große Fahrt geht damit fast niemand.
JuergenII meint
Ich glaube Du bist noch nie in einem Dophin gessen, bzw. mit ihm gefahren. Platz auf den Sitzen gibt es da jede Menge. Zu zweit oder zu dritt ist das ein optimales Fahrzeug auch und gerade für Langstrecken ohne groß mit der Ladeinfrastruktur in Berührung zu kommen.
Ideal für Leute, die täglich nicht viel weiter wie 60 km fahren, denn das geht elektrisch und für Urlaubsfahrten hat man den Vorteil eines Benziners, ohne nach 200 bis 350 km an Ladepunkte denken zu müssen.
M. meint
Wenn ich nicht mit der Ladeinfrastruktur in Berührung kommen will, brauche ich keinen Dolphin. Da reicht ein hundsgewöhnlicher Verbrenner. Und ob der den Platz, den er bietet, jetzt auf 4,17 oder 4,30 bietet, da bin ich flexibel.
Aber wenn ich ein Auto extra für den Urlaub kaufe – dann einen Van oder ein Campingmobil. Oder etwas, um einen Wohnwagen an den Haken zu nehmen. Oder ich nehme den Zug, fliege,… auf einen Kleinwagen würde ich da lieber verzichten.
Das hat nicht mal was mit BYD zu tun.
Christian meint
Ich habe in Thailand einen BYD Seal 5 PHEV als Mietwagen erhalten. Das Fahrzeug fährt sehr ruhig und lädt seinen Akku während der Fahrt automatisch nach. Im Stadtverkehr von Bangkok lag der Verbrauch bei etwa 4,5 Litern pro 100 Kilometer.
Bemerkenswert ist auch der Preis: In Thailand kostet das Fahrzeug neu umgerechnet etwa 17.000 Euro. Der BYD Seal 5 kommt inzwischen auch nach Europa und wird beispielsweise in Rumänien bereits für rund 26.000 Euro angeboten.
Zum Vergleich: Mein VW Golf GTE (Modelljahr 2025) hatte einen Neupreis von etwa 52.000 Euro. Zudem empfinde ich den Verbrennungsmotor des Golf GTE als deutlich lauter als den Antrieb des BYD.
JuergenII meint
Wer kauft denn sein Auto extra für den Urlaub? Hier geht es um einen Wagen der „Golfklasse“ mit dem hundertausende von Familien mehr als bequem bis jetzt in den Urlaub gekommen sind. Vom Alltagsnutzen in dieser Größenklasse ganz zu schweigen.
Ist es nicht etwas abgehoben gleich von Van oder Campingmobil zu sprechen? Selbst vor dem erscheinen von EV’s waren sowohl Van als auch Campingmobile jetzt nicht so der Verkaufsschlager.
Und was die Ladeinfrastruktur in meinem Post anbelangt war das auf längere Urlaubsfahrten im In- und Ausland bezogen. Und da macht ein Hybrid mit großem Akku – vor allem in der Hauptreisezeit – durchaus Sinn, auch wenn das so manchem EVler nicht einleuchten mag.
M. meint
„Wer kauft ein Auto für den Urlaub?“
Das wäre ja meine Frage.
Ansonsten ergibt der Hybrid ja keinen Sinn.
Die nötigen täglichen Reichweiten schafft ein BEV fast immer, wenn es geladen werden kann.
Kann es aber nicht geladen werden, ist die Batterie unnötig.
Das Konstrukt mit 2 Antrieben ist Unsinn, egal von welchem Hersteller. Das ergibt allenfalls steuerlich Sinn.
Und: einen Benzintank für 1000km Reichweite braucht man dann bei einem Kleinwagen immer noch nicht… den braucht man nur für’s Marketing. Oder für den Urlaub, wer weiß…
F. K. Fast meint
Die europaeischen Hersteller hofften wohl, durch die Zoelle auf BEV, die chinesischen Autohersteller von Europa fernhalten zu koennen. Jetzt werden sie in ihrem Kernmarkt (Verbrenner) von diesen angegriffen. Und nicht mit irgendwelchen qualitativ schlechten Modellen. Welcher europaeischer Hersteller hat denn im Kleinwagen einen PHEV im Angebot?
Wenn sich europaeische Hersteller oder europaeische Politik noch laenger am Verbrenner klammern, werden sie den Anschluss an China komplett verlieren. Nach der Elektronik-, Textil-, Medikamenten-, Kleinkram- und PV-Branche wird Europa nun auch auf dem Automobilmarkt von China abhaengig. Das kann man China allerdings nicht zum Vorwurf machen.
brainDotExe meint
Gegenfrage: Welcher europäischer Kunde will im Kleinwagen Segment denn einen wartungsintensiven PHEV?
Das ist eher was für Dienstwagen der Mittelklasse und aufwärts.
Udo Perl meint
Meine PHEVs seit knapp 10 Jahren (Toyota Priuse verschiedener Generationen) empfinde ich zumindest als nicht wartungsintensiv – Danke, Toyota 🙏🏿
brainDotExe meint
Der Prius war bis zur dritten Generation aber kein PHEV, sondern eher ein serieller Hybrid.
Wenn man sich einen typischen PHEV anschaut (z.B. Elektromotor im Getriebe) ist das ganze ziemlich wartungsaufwändig im Vergleich zum BEV.
Udo Perl meint
Genau. 2017 kauften wir den ersten Prius PHEV, 2024 dann den zweiten.
Aber auch die Prius-Generation vor 2017 gab‘s schon als PHEV, aber damals noch mit dünnem Batteriechen.
Unsere beiden PHEV von 2017/24 sind nach wie vor in voller familiärer und begeisterter Nutzung.
Frank Lustig meint
Plugin-Hybrid ist nicht gleich Vollhybrid. Ein Prius (und ich hatte drei davon) ist in aller Regel ein Vollhybrid. Mein letzter war zwar ein Plugin-Hybrid, aber der war (sorry) dermaßen scheiße, dass ich mich danach für das vollelektrische Fahren entschieden habe. Und dabei werde ich bleiben!
F. K. Fast meint
> Welcher europäischer Kunde will im Kleinwagen Segment denn einen wartungsintensiven PHEV?
Das kann ich dir nicht beantworten, sondern nur Vermutungen anstellen: vielleicht haengt es am Preis (meist teurer als BEV) oder Kofferraum (der meist besonders klein ist)? Manchmal gibt es auch Leute, die gern BEV fahren wollten, aber entweder zu faul sind, 20min laenger beim Laden im Urlaub zu warten, oder aengstlicher Natur sind (huh, was ist wenn ich keine Ladesaeule finde).
Futureman meint
Dank europäischen Zöllen auf reine E-Autos kommen jetzt also auch vermehrt Hybrid-Fahrzeuge mit stinkendem Auspuff. Die Service-Werkstätten wird es freuen. Wer langfristig sparen will, holt sich ein reines E-Fahrzeug.
CaptainPicard meint
Es zeigt aber auch dass all das Gerede, von wegen China setzt deshalb auf Elektromobilität weil Europa beim Verbrenner uneinholbar vorne ist, auch Quatsch ist. Ganz offensichtlich kann China auch halbwegs brauchbare und vor allem günstige Verbrenner bauen.
Mäx meint
Naja Kleinwagen gelten jetzt nicht unbedingt als die Non-Plus-Ultra-Verbrenner.
Da muss es funktionieren; da braucht es keinen Sound, keine Leistungsentfaltung, keine Laufruhe oder was man sich sonst noch alles einfallen lassen will.
Das Ding muss mich von A nach B bringen und dabei wenig kosten.
Das Image haben sich die deutschen Hersteller aber nicht damit aufgebaut, sondern mit den toll kultivierten Reihensechszylinder bei BMW oder den V8 Motoren von Mercedes bla bla bla.
Und dass China mittlerweile auch Verbrenner beherrscht sieht man an Mercedes, wo der 1,5l Vierzylinder von Geely kommt und auch an den vielen Range Extendern, die oft sehr gute thermische Effizienzen versprechen.
Ob da nun alles stimmt usw. sei mal dahingestellt, gilt für Presseversprechen aus Europa oder Amerika genau so.
Böhser Neffe meint
Wenn europäische Hersteller aus dem Verbrenner Markt ausgestiegen sind, werden die Chinesen beides übernehmen.
Bin gespannt wer in 10 Jahren besser dasteht, Toyota oder VAG.
M. meint
Hast du denn schon ein Datum für diesen Ausstieg?
brainDotExe meint
Niemand zwingt BYD einen „bösen“ PHEV anzubieten. Sie hätten ja auch einfach die Zölle bei den BEVs einpreisen oder hierzulande bauen können.
Aber vielleicht geht es BYD ja gar nicht um den Umweltaspekt sondern darum Gewinn zu machen…
Stefan meint
Das Herz der Kleinwagenklasse liegt bei um die 4 m.
Bei 4,16m ist man schon sehr nah an der Kompaktklasse dran.
Keine Angaben zu Tank- oder Batteriegröße?