Die Seat-Schwestermarke Cupra plant die Serienproduktion des sportlichen SUV-Coupé Tindaya für die kommenden Jahre. Das Modell soll als neues Flaggschiff im Stromer-Segment fungieren. Das Konzeptfahrzeug wurde im vergangenen vorgestellt und soll später preislich über dem rein elektrischen Crossover Tavascan und dem Verbrenner-SUV Terramar angeboten werden.
Bisher galt das 4,72 Meter lange Fahrzeug primär als Technologie- und Design-Visitenkarte. Markus Haupt, CEO von Seat-Cupra, bestätigte aber nun gegenüber Autocar, dass Designer und Ingenieure an der finalen Version arbeiten. „Wir schauen uns tatsächlich unsere Pläne an, wann wir den Tindaya bauen könnten, eines kann ich versprechen: Dieses Auto wird in einigen Jahren auf die Straße kommen“, wird Haupt zitiert.
Das neue Modell soll Cupra den Einstieg in das wichtige europäische Premium-SUV-Segment ermöglichen. Basierend auf der Preisstruktur aktueller Modelle wird dem Bericht zufolge ein Verkaufspreis im Bereich von rund 60.000 britischen Pfund erwartet, umgerechnet knapp 70.000 Euro.
Technisch wird der Tindaya dem Bericht zufolge auf der neuen SSP-Plattform (Scalable Systems Platform) des Mutterkonzerns Volkswagen basieren. Diese Basis ist demnach so konzipiert, dass sie im Gegensatz zum aktuellen Elektroauto-Baukasten MEB auch Antriebssysteme mit Verbrennungskomponenten aufnehmen kann.
Ob das Serienmodell den 365 kW (496 PS) starken Range-Extender-Elektroantrieb des Konzeptfahrzeugs nutzen wird, ist offen. Dabei arbeitet neben der Fahrbatterie und den E-Motoren ein 1,5-Liter-TSI-Benziner als Stromgenerator ohne Verbindung zu den Rädern. Das soll unter dem Strich eine Gesamtreichweite von über 1000 Kilometer erlauben. Haupt erklärte gegenüber Autocar, dass die Entscheidung über die Antriebsstränge noch nicht gefallen sei und man flexibel bleiben wolle, um die passenden Technologien für die jeweiligen Märkte anzubieten.
Die Einführung des Tindaya ist Teil der Strategie der Seat-Cupra-Gruppe, bis 2030 einen globalen Marktanteil von 3 Prozent zu erreichen. Trotz der Markterweiterung soll dabei die junge Marke Cupra ihren sportlichen Charakter bewahren. „Wir wollen nicht zum Mainstream gehören. Ich glaube, das Erfolgsrezept von Cupra liegt darin, anders zu sein und Kunden anzusprechen, die etwas Besonderes wollen und kein herkömmliches Auto“, so Haupt.

CJuser meint
So wie der Wagen von Autocar „abgemildert“ wurde, darf der gerne in Serie gehen. Die Studie war dann doch etwas zu sehr zerklüftet und die Motorhaube zu hoch gezogen. Bin aber sehr gespannt auf das Serienmodell. Und dann mit Akkus von 80-120 kWh.