BMW hat die Automanufaktur Alpina übernommen. Ab diesem Jahr führt der Premiumhersteller den ebenfalls in Bayern entstandenen Spezialisten für exklusive BMW-basierte Fahrzeuge selbst in die Zukunft. Das erste Modell unter vollständiger Eigentümerschaft des Autokonzerns wird auf Basis der 7er-Reihe erscheinen und startet zuerst als reiner V8-Verbrenner. Später soll auch eine elektrische Version des kürzlich als Grand Tourer angeteaserten Wagens angeboten werden.
Ein Grund für den Verkauf der Mark Alpina durch die Familie Bovensiepen war die zunehmende Elektrifizierung der Automobilindustrie. Verschärfte Emissionsvorschriften stellen Hersteller mit geringen Stückzahlen vor Herausforderungen. Zudem fehlten dem Unternehmen die Ressourcen in der Softwareentwicklung, um ein Elektroauto zu entwickeln, das sich deutlich von dem als Basis dienenden BMW unterscheidet.
Das BMW-Management sieht weiter eine Zukunft für die Marke und entschloss sich zur Komplettübernahme. Maximilian Missoni, ehemaliger Designchef beim Elektroautobauer Polestar, arbeitet derzeit als Design-Vizepräsident an der Gestaltung der neuen BMW-Alpina-Modelle. Im Gespräch über die Elektrifizierung mit BMW Blog erklärte er, dass für Alpina dieselbe Regel wie für die Marke BMW gelte.
„Ich würde sagen, die gleiche Regel gilt, wie wir sie für BMW als Marke haben, also Technologieoffenheit, sodass auch Alpina beide Antriebsoptionen anbieten wird“, erklärte Missoni. Die Kunden sollen also die Wahl aus dem Antriebsportfolio der entsprechenden BMW-Fahrzeuge haben. Diese erhalten anschließend die spezifische Alpina-Behandlung, um Leistung, Komfort und Luxus zu maximieren. Die Integration in den schon länger bewusst parallel auf Verbrenner, Plug-in-Hybride und E-Autos setzenden Konzern ermöglicht dabei ein entsprechendes Angebot.
Das erste Serienmodell unter BMW-Führung basiert auf der 7er-Reihe. Für den Debütwagen der Marke BMW Alpina steht der Antrieb fest: Der für die Marke verantwortliche Manager Oliver Viellechner bezeichnete den V8-Verbrennungsmotor gegenüber BMW Blog als Kernpfeiler des Angebots und sprach von „einem reinen V8 ohne Stecker“. Ein Elektroauto soll später folgen. Viellechner begründete die Notwendigkeit von Alternativen zu Verbrennungsmotoren mit der globalen Marktentwicklung, insbesondere in Bezug auf Länder wie China.

CJuser meint
Da man mit dem BMW Alpina (8er?) Coupé nicht gerade gegen Rolls-Royce oder die großen Bentleys antreten will (Mercedes-Maybach scheint man auch keine richtigen eigenständigen Modelle bringen zu wollen), würde ich das vorgestellte Coupé knapp 25cm zu lang bezeichnen. Alternativ wäre vielleicht ein neuer Z8 als 2+2 Sitzer ganz cool gewesen. Allerdings bin ich auch sehr gespannt auf die überarbeiteten Modelle bestehender BMW-Baureihen und ob die gezeigte Front tatsächlich das Markengesicht aller Modelle der Submarke wird.