Skoda-Chef Klaus Zellmer hat im Mai das neue vollelektrische Einstiegsmodell Epiq vorgestellt. Das kleine SUV rundet das elektrische Modellportfolio der tschechischen Volkswagentochter mit einem Basispreis von 25.900 Euro nach unten ab. Ein Gegenstück zum noch kleiner und erschwinglicher geplanten VW ID.1 ist derzeit nicht geplant.
Die zukünftige Modellplanung umfasst dafür als neues Flaggschiff den Peaq, ein großes SUV mit einer Länge von 4,87 Metern. Das Fahrzeug soll als siebensitziges Flaggschiff das E-Auto-Trio aus Epiq, Elroq und Enyaq ergänzen. Zudem befindet sich ein rein elektrischer Kombi auf Basis der Studie Vision O in Vorbereitung.
Die Produktion des Epiq erfolgt in Spanien. Das Projekt sei aufgrund von Skaleneffekten durch die gemeinsame Produktion mit den Schwestermarke VW und Cupra sowie einer guten industriellen Anbindung attraktiv, so der CEO gegenüber dem Portal Edison. Da die Werke in Tschechien voll ausgelastet seien, dienten die Kapazitäten in Navarra als Lösung für weiteres Wachstum. Der Peaq wird in Mladá Boleslav produziert, wobei ein flexibler Verbund mit Modellen wie Elroq, Enyaq und Octavia vorgesehen ist.
Die Umsatzrendite von Skoda lag im ersten Quartal 202 6 bei 8,3 Prozent. Zellmer betonte die Effizienz des Geschäftsmodells und die Nutzung von Skaleneffekten im Volkswagen-Konzern. Das Ziel sei es, profitabel zu bleiben und die Transformation in die Elektromobilität „wirtschaftlich solide“ zu gestalten. Gleichzeitig behalte man die CO2-Flottenziele im Blick. „Qualität des Wachstums ist für uns wichtiger als bloße Menge“, erklärt der Skoda-Boss.
Hinsichtlich der technischen Entwicklung der Elektroautos wird die Einführung einer 800-Volt-Plattform als Option für die nächste Plattformgeneration geprüft. Die aktuelle 400-Volt-Plattform treffe derzeit die Bedürfnisse der Kunden, meint Zellmer. Bedarf an Range-Extender-Technologie, bei der E-Autos durch einen Verbrenner als Stromgenerator mehr Reichweite erhalten, sieht man bei der Marke derzeit nicht.
„Wenn Batterie, Ladegeschwindigkeit und Reichweite bereits sehr gut sind, dann braucht es nicht zwingend zusätzliche Komplexität. Wir schauen also nicht auf einzelne technische Vorteile, sondern auf das Gesamtpaket“, sagt Zellmer. Dabei strebe das Unternehmen mit seinem Angebot ein profitables Wachstum an und fokussiere sich auf dessen Qualität sowie die Erreichung der CO2-Flottenziele.

MK meint
Was ich schade finde, ist, dass man bei Skoda scheinbar aktuell auch keinen „Bedarf“ für elektrische Varianten von z.B. Fabia und Scala sieht…grade ein Fabia könnte ja problemlos auch auf der Plattform des ID.Polo aufbauen und die meisten Teile 1:1 übernehmen.