Polestar plant eine deutliche Steigerung seines Marktanteils durch die Erweiterung des Modellprogramms. Das Ziel ist es, den jährlichen Absatz von derzeit 60.000 Fahrzeugen im Jahr 2025 auf 100.000 Einheiten zu steigern. Das soll dem schwedisch-chinesischen Elektroautobauer auch dabei helfen, hohe Verluste auszugleichen und die Marke nachhaltig profitabel zu machen.
Das aktuelle Portfolio von Polestar ist auf das Premiumsegment ausgerichtet und auf Volumenmärkte mit geringeren Stückzahlen fokussiert als das Geely-Schwesterunternehmen Volvo. Mit der Einführung neuer Modelle in eher massentauglichen Segmenten strebt man nun ein deutliches Wachstum an.
Geplant ist unter anderem eine Kombi-artige Version des Crossovers Polestar 4 sowie ein kompaktes SUV namens Polestar 7, das technisch eng mit einem entsprechenden Volvo verwandt ist. Trotz dieser Expansion in breitere Marktsegmente betont Polestar-Chef Michael Lohscheller gegenüber Autocar, dass die Premium-Positionierung und die Abgrenzung zu Volvo gewahrt bleiben sollen.
Lohscheller äußerte sich gegenüber Autocar unbesorgt über die Fähigkeit der Marke, ihren Premium-Anspruch beizubehalten. Er betonte, dass maßgeschneidertes Design und Abstimmungen zentral für die Strategie bleiben sollen. Jedes kommende E-Auto soll sich deutlich von Wettbewerbern sowie von Modellen unterscheiden, mit denen es Plattformen und Technologien teilt.
„Wir bringen in den nächsten drei Jahren vier Modelle auf den Markt. Der Polestar 5 – ein einzigartigeres Auto als dieses gibt es nicht. Auch unsere neue Version des Polestar 4 ist so unverwechselbar, so anders; ich mache mir keine Sorgen um Cross-Shopping oder Kannibalisierung“, sagte der CEO. „Das gilt auch für den Nachfolger des Polestar 2 – er ist ebenso einzigartig und etwas ganz Besonderes. Und das kompakte SUV Polestar 4 ist supercool; aber auch hier werden wir dafür sorgen, dass er sich deutlich von der Masse abhebt.“
Ein wesentlicher Bestandteil der Strategie ist laut Lohscheller die Integration der „Polestar DNA“. Diese manifestiere sich bereits im Design und erstrecke sich auf die Abstimmung des Fahrwerks sowie der Aufhängung. Die Präsenz in Schweden diene dazu, diese spezifische Ausrichtung sicherzustellen.

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