Der chinesische Technologiekonzern Xiaomi plant, den Parallelimport seiner Fahrzeuge nach Deutschland zu unterbinden. Das Unternehmen wehrt sich gegen das Vorhaben des deutschen Anbieters Autohelden, der beabsichtigt, Modelle von Xiaomi sowie drei weiterer chinesischer Marken in Europa zu vertreiben.
Ein Sprecher von Xiaomi Technology Germany erklärte gegenüber der Automobilwoche, dass keine Geschäftsbeziehungen zu Autohelden/Fleemo bestünden. Um den Import seiner Elektroautos zu untersagen, habe man bereits rechtliche Schritte eingeleitet. Sollten dennoch Exemplare in das Land gelangen, drohen weitere Konsequenzen. Der Sprecher kündigte an, dass für den Import aller nicht autorisierten Fahrzeuge zeitnah eine EU-weite Grenzbeschlagnahme beantragt werde.
Autohelden bereitet derzeit den Aufbau eines Händlernetzes vor und hat die notwendigen Prozessketten schon etabliert. Geschäftsführer Christoph Wicke strebt im ersten Jahr einen Verkauf von rund 50.000 Fahrzeugen in Europa an, wobei etwa ein Drittel davon auf den deutschen Markt entfallen soll.
Wicke äußerte sich zuversichtlich und gab an, dass man sich in jeder Hinsicht rückversichert habe, um Probleme auszuschließen. Die Beschaffung der Fahrzeuge erfolge dabei teils direkt von den Herstellern in China, teils über einen Vermittler. Xiaomi hat angekündigt, mit seinen E-Autos selbst nach Europa zu kommen. Wicke merkte dazu an, dass bislang trotz dieser Ankündigung nichts geschehen sei.
Autohelden plant die Einführung beider Xiaomi-Erstlingswerke SU7 und YU7 in allen verfügbaren Leistungsstufen. Die Sportlimousine und das ebenfalls dynamische SUV-Coupé mit je etwa fünf Metern Länge gelten als attraktiv, weil sie moderne Technik, hohe Leistung, große Reichweite und vergleichsweise aggressive Preisgestaltung verbinden. Zudem profitiert Xiaomi von seinem bestehenden Software- und Geräte-Ökosystem, wodurch E-Auto, Smartphone und Smart-Home-Produkte eng miteinander vernetzt werden können.


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