Der Europachef von Smart, Wolfgang Ufer, hat angekündigt, dass der neue #2 zu einem Einstiegspreis von unter 22.500 Euro im kommenden Jahr in Europa startet. Damit wird die Neuauflage der Elektro-Version des Zweisitzers ForTwo nur etwa 500 Euro mehr kosten als der Vorgänger beim Produktionsende 2024. Die Batteriekapazität und Reichweite des elektrischen Stadtwagens sollen sich dabei ungefähr verdoppeln.
Gegenüber Auto Motor und Sport sagte Ufer auf die Frage, wo zwischen 20.000 und 25.000 Euro der Preis liegen werde: „Er wird unterhalb der Mitte liegen.“ Der Manager ist überzeugt, dass der Kleinstwagen, der an die alte Smart-Tradition anknüpfen soll, in Europa erfolgreich sein wird.
„Ich bin absolut überzeugt, dass wir ein ganz großes Marktpotenzial haben. Allein wenn wir auf die schiere Anzahl der aktuell fahrenden Smart Fortwo schauen“, so Ufer. „Alleine in Italien hat sich der Smart Fortwo seit 1998 knapp 600.000 Mal verkauft und rund 90 Prozent fahren immer noch. In Deutschland sind immer noch zwischen 300.000 und 400.000 Fahrzeuge dieses Typs unterwegs. Das sind unsere Bestandskunden. Deswegen sehe ich ein riesiges Potenzial.“
Der wichtigste europäische Markt für den neuen #2 sei Deutschland, gefolgt von Italien und Frankreich, Großbritannien, Spanien und Portugal. Bei erwartet hohen Verkaufszahlen in Europa hält Ufer auch eine lokale Produktion des #2 wieder für sinnvoll. „Das können wir uns vorstellen. Aber wir sind unternehmerisch motiviert und können erst mit einem entsprechenden Volumen ernsthaft so einen Schritt wagen. Aber ich finde, es ist vernünftig über eine Produktion in Europa nachzudenken, wenn man gewisse Volumina erreicht hat.“
Die aktuellen Smart-Modelle der Kompakt- und Mittelklasse im SUV-, SUV-Crossover- sowie Limousinen-Format kommen aus China. Dorthin sind die Entwicklung und Produktion umgezogen, nachdem Mercedes-Benz die Hälfte der Tochter an den chinesischen Partner Geely verkauft hat. Smart visiert zudem inzwischen eher das Premiumsegment als den Massenmarkt an. Auf den neuen Zweisitzer gibt der Concept #2 (Artikelbild) einen Ausblick.

Futureman meint
Für etwas weniger gibt es aktuell den MG4 Urban. Und das ist ein „vollwertiges“ Auto mit 5 Sitzen, großem Kofferraum und ausreichend Reichweite. Aber der Fiat 500 wurde trotz seinem überteuerten Preises nur wegen seinem Niedlichkeitsfaktor gekauft…
CaptainPicard meint
Naja, Smart war noch nie ein billiges Auto, auch damals als Verbrenner nicht. Da hat man schon immer ein wenig „Lifestyle-Aufpreis“ mit bezahlt.
Future meint
Mit dem MG4 kann man halt nicht quer einparken. Auch als Verbrenner reichte der Smart vielen Leuten damals schon vollkommen aus. Warum sollte das nicht auch jetzt wieder so sein. Die Autos müssen wieder kleiner werden, denn es ist einfach kein Platz mehr da. Wer abends 30 Minuten lang einen freien Parkplatz in der Großstadt suchen muss, der versteht, was ich meine.
Peter meint
Pures Marketinggeblubber. Auch MG zaubert nicht. Der MG4U steht mit dem kleinen Akku (43kWh = 325km WLTP) für 25k€ in der Liste. Beim #2 werden für einen Zweisitzer mit ca. 35kWh ca. 300km WLTP angepeilt (er wäre dann also deutlich effizienter) und 22,5k€, dazu 20 Minuten von 10-80% und ein Wendekreis von ca. 7 Metern. Aber auch das ist alles Marketinggeblubber. Aber schlussendlich gibt es sicherlich eine Zielgruppe für beide Modelle.
MK meint
@Futureman:
Wie meine Vorredner hier schon geschrieben haben: Viele Leute suchen halt kein „vollwertiges Auto“, sondern eines, dass z.B. auch in eine max. 4 m lange Parklücke passt. Verschiedene Modelle gibt es ja nur, weil auch die Anforderungen der Kunden unterschiedlich sind.
Tt07 meint
Herrlich hier einen Einblick in die Kognition mancher Gehirne zu bekommen.
@Smart, wieso seid ihr nicht in der Lage einen Stadtwagen für Liefer-, Pflegedienste, Oma und Opa zu bauen, der sportlich ist und nach dem sich alle Dorfbewohner umdrehen?
M. meint
Wozu brauchen Liefer-, Pflegedienste, Oma und Opa einen Stadtwagen, der sportlich ist und nach dem sich alle Dorfbewohner umdrehen?
eBikerin meint
Tja das ist wirklich eine gute Frage. Und was ihm an dem Smart so nicht passt, hat er auch nicht gesagt.
Tt07 meint
Das erschließt sich mir auch nicht aber das Superhirn kann dir die Frage sicher beantworten.
hu.ms meint
Wieso macht dein lieblingshersteller keine kleinwagen oder kompakter ?
Wäre dringend nötig !
Denn bei der hoffnung „voll selbständiges fahren“ werden sie nicht – wie beim M3 – die ersten und einzigen sein und deshalb damit schiffbruch erleiden.
Ach ja: vor ein paar wochen hat waymo eine tocherfirma in D eingetragen.
Nächstes jahr fahren waymos in München genauso wie VWs.
Tt07 meint
Auch für Dich nochmal: Tesla ist mir schnuppe. Dein Post ist aber wieder einmal ein schönes Paradebeispiel von Whataboutism.
…hast Du bei Goliath abgeguckt?
brainDotExe meint
Mit dem Smart Roadster hatten sie ja wenigstens diesbezüglich mal ein passendes Auto im Programm. Der wäre den Preis auch Wert gewesen.
Aber für so eine absolute Verzichtskarre für Liefer-, Pflegedienste, Oma und Opa über 20.000€ ist doch viel zu wenig Auto fürs Geld.
Interessant das manche Zeitgenossen doch bereit sind so viel Geld zu versenken.
wosis meint
Europa-Produktion möglich -> heißt das China Produktion sicher?
MK meint
@wosis:
Smart gehört mehrheitlich einem chinesischen Konzern, wo es Überkapazitäten gibt und das einzige Werk in Europa, das jemals Smart-Fahrzeuge gebaut hat, in Frankreich ist längst verkauft und baut meines Wissens nach grade u.a. die Ineos-Fahrzeuge. Von daher würde ich davon ausgehen, dass China gesetzt ist.
Geely hat über die Kontakte zu/Anteile an Volvo, Polestar und Mercedes ja auch wenn eher Zugriff auf Werke für größere Premiumfahrzeuge. Für einen elektrischen Kleinwagen für unter 25.000 € taugen die sicher alle nicht…
Dunkel-O meint
Der Smart EQ Forfour wurde doch zwischen 2016 und 2021 auch im slowenischen Revoz-Werk in Novo Mesto gebaut.
Meines Wissens nach baut dort aktuell Renault kleine E-Modelle.
Vielleicht gibt es dort ja noch freie Kapazitäten.
M. meint
Der Forfour war ja auch ein Renault.
(ein Twingo)
MK meint
@Dunkel-O:
Wie M. schon schreibt, war die zweite Generation des forfour ein Renault mit Smart-Logo und kein wirklicher Smart. Und Geely wird ganz sicher nicht Renault beauftragen, Autos für sie zu bauen…und auch die Partnerschaft zwischen Mercedes und Renault ist ausgelaufen.
CJuser meint
Ich finde den Preis ok. Die Akkukapazität eines ID.1 oder Basis ID. Polo ist auch nicht höher, die Reichweite sollte beim Smart aber merklich höher sein. Ich vermute, in einem ID.1 will man hinten eh nicht sitzen. ;)
Merlin meint
in einem E-up kann man auch hinten als Erwachsener gutz sitzen…
M. meint
Definiere „Erwachsener“.
Gunnar meint
Preisnennung ohne Reichweitenangabe bringt nicht viel. So kann sich niemand ein Bild machen.
brainDotExe meint
Über 20.000€, für einen Smart!
Für einen Smart!
Also die Karre wäre mir keine 5.000€ wert.
(Der klassische) Smart ist für mich der Inbegriff des Verzichtsautos, daran ist überhaupt nichts sportlich.
Für 20.000€ bekommt man gebraucht deutlich bessere und vor allem sportlichere Autos.
eBikerin meint
Smart war schon immer teuer. Der Smart EQ hat 2018 schon so viel gekostet. Wurde wohl eher nicht wegen dem Preis gekauft, sondern wegen der super kompakten Maße.
Laut Wiki wurden von 2017-2024 über 80.000 elektrische Smart verkauft. Und kaufkraftbereinigt war der da ja sogar teurer als der jetzt.
Ja mir wäre der Smart so viel Geld auch nicht wert – mal abwarten wie viele den doch kaufen.
David meint
Die magische 22.500 € Grenze. Man hat sie geknackt, andächtig klatschen Marketing-Verantwortliche.
MrBlueEyes meint
Also 22.499,0 € 😅🤷♂️
Werner Mauss meint
Nackt🙆👍
Future meint
Die Rabatte vom Verhandlungstisch werden in Deutschland doch immer noch abgezogen, wird hier immer geschrieben. Das wird Smart also auch alles eingepreist haben, denn Mercedes muss ja auch noch was dran verdienen fürs ganze schöne Design.
PHS meint
So viel negativität. Schade.
Ich kann es kaum erwarten diesen Prachtkerl zu fahren