Der Markt für Li-Ionen-Batterien in Elektrofahrzeugen soll von 170 Milliarden US-Dollar im Jahr 2026 auf 320 Milliarden US-Dollar im Jahr 2036 wachsen. Das entspricht einer jährlichen Wachstumsrate von 6,5 Prozent. Die Nachfrage nach Li-Ionen-Batterien für E-Fahrzeuge soll 2036 insgesamt mehr als 4500 Gigawattstunden (GWh) erreichen. Das geht aus einer Analyse von IDTechEx hervor.
Getrieben wird das Wachstum laut den Marktkennern vor allem durch batterieelektrische Autos, besonders in China. Europa verzeichnet ebenfalls eine zunehmende Verbreitung, während die USA wegen jüngster politischer Änderungen eine Verlangsamung erleben. Für das nächste Jahrzehnt wird dort wieder ein Anziehen der Bemühungen zur Elektrifizierung erwartet.
Autos bilden das größte Marktsegment, doch Nutzfahrzeuge sollen höhere Wachstumsraten erreichen. Als Grund werden niedrigere Gesamtbetriebskosten genannt. Bei Elektroautos hat sich der Markt zu Lithium-Eisenphosphat-Chemie (LFP) verschoben, die geringere Kosten und eine höhere Zyklenlebensdauer ermöglicht. IDTechEx sieht einen Trend zu höherer Energiedichte sowohl bei LFP für den Massenmarkt als auch bei NMC/NCA (Nickel-Mangan-Kobalt/Nickel-Cobalt-Aluminium) im Premiumsegment.
Außerhalb von Pkw sind Chemie- und Formfaktorentscheidungen vielfältiger. NMC bietet höhere Leistung und gravimetrische Energiedichte, was für Schwerlastanwendungen wichtig ist. Mit Blick auf das Format bieten zylindrische und Pouch-Zellen eine höhere gravimetrische Energiedichte als prismatische Zellen und eignen sich dadurch ebenfalls besser für Schwerlastanwendungen. Zudem ist für Nutzfahrzeuge die Zyklenlebensdauer besonders wichtig.
Regulierung wird als einer der wichtigsten Treiber für die Einführung von Elektrofahrzeugen und damit für den entsprechenden Batteriematerialien-Markt genannt. In China waren Steuergutschriften sowie staatliche Subventionen und Investitionen bedeutende Faktoren für die schnelle Entwicklung des Markts. In Europa liegt der Fokus auf der schrittweisen Verschärfung von CO₂-Emissionsregeln, während in den USA ausgelaufene E-Auto-Steuergutschriften und Vorgaben zu Abgasemissionen kurzfristig zu einer Verlangsamung der Verkäufe geführt haben.
Batteriemanagementsysteme (BMS) werden als „Gehirn des Batteriepacks“ beschrieben. Sie übernehmen Diagnostik, Zellbalancierung und Laden. Verbesserungen bei BMS-Hardware und -Software können mehr Sicherheit, schnelleres Laden und längere Lebensdauer ermöglichen. Eine Patentanalyse durch IDTechEx ergab deutlich gewachsenes Interesse an diesem Bereich im vergangenen Jahrzehnt.


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