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LichtBlick setzt erstmals Batteriespeicher fürs Schnellladen ein

13.08.2026 in Aufladen & Tanken von Thomas Langenbucher | 20 Kommentare

Bild: LichtBlick (Symbolbild)

Die LichtBlick eMobility GmbH treibt den Ausbau ihres „QuickCharge“-Netzes weiter voran. Mittlerweile sind laut dem Energieversorger 27 Standorte in Betrieb. Die Ladeinfrastruktur befindet sich an verschiedenen Famila-, Markant- und Edeka-Märkten in Norddeutschland und soll schnelles Laden im Alltag ermöglichen, etwa während des Einkaufs.

Neu im Netz sind zwei Schnellladestandorte mit Batteriespeicher. Die Batteriespeicher in Stralsund und Heiligenhafen verfügen jeweils über eine Leistung von 330 Kilowatt und eine Speichertiefe von zwei Stunden. Die Speicher ermöglichen hohe Ladeleistungen mit begrenzten Netzanschlusskapazitäten. Zudem gleichen sie Lastspitzen aus und unterstützen so einen effizienten Betrieb der Ladeinfrastruktur.

„Besonders in Regionen mit begrenzter Netzkapazität kann ein Batteriespeicher dazu beitragen, dass E-Mobilist*innen ihr Fahrzeug schnell und komfortabel laden können. Für uns als Betreiber von Ladeinfrastruktur ist das wichtig, um Kund*innen ein zuverlässiges Ladeerlebnis zu bieten. Überall dort, wo Batteriespeicher den Aufbau neuer Ladeinfrastruktur sinnvoll ergänzen können, prüfen wir ihren Einsatz“, sagt Simon Schröder, Leiter Projektmanagement bei der LichtBlick eMobility.

Die Batteriespeicher in Stralsund und Heiligenhafen sind Teil der Strategie von LichtBlick, Ladeinfrastruktur und Flexibilitätslösungen stärker miteinander zu verzahnen. Bis 2030 will das Unternehmen eigenen Angaben zufolge allein im E-Mobilitätsbereich mehr als 100 Millionen Euro investieren. Darüber hinaus realisiert LichtBlick derzeit einen Großbatteriespeicher in Röhrsdorf bei Chemnitz mit rund 100 Megawatt Leistung und einer Speichertiefe von vier Stunden. Ziel sei es, Stromnetze zu entlasten und gleichzeitig zusätzliche Flexibilitäten für ein zunehmend erneuerbares Energiesystem bereitzustellen.

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Via: LichtBlick
Tags: Batterie, Schnellladen, StromspeicherUnternehmen: LichtBlick
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Julian meint

    13.08.2026 um 17:00

    Die Lösung von ME-Energy hätte genau hier Ihren Platz gefunden. Mit geringsten CO2-Emissionen und viel weniger Rohstoffbedarf. Grüner Strom auch bei Dunkelflaute und ganz ohne Netz.

    Schade drum.

    Antworten
    • M. meint

      13.08.2026 um 18:03

      Bio-Ethanol. 😄
      Wahrscheinlich hatte niemand Lust, alle 2 Tage mit dem Tankwagen nachzuladen.
      Oder es waren die Kosten. Wer weiß….

      Antworten
    • MK meint

      13.08.2026 um 19:32

      @Julian:
      Wollen Sie wirklich behaupten, dass die Lösung von ME Energy per Tanklastzug Treibstoff anzuliefern und dann an der Ladestation in einem Verbrennungsmotor zu verbrennen, „grünen Strom“ erzeugen könne?
      Außerdem geht es hier nicht um Dunkelflauten. Es geht darum, an den Ladesäulen z.B. eine Leistung von insgesamt 600 kW bereitzustellen, obwohl sie nur eine Anschlussleistung ans Netz von nur 200 kW haben: Sagen wir mal, zwischen 12 und 13 Uhr scheint Deutschlandweit die Sonne und wir haben genug Solarstrom für 100% Versorgung alleine damit. An zwei Ladesäulen steht jeweils 1 Auto und lädt mit z.B. 150 kW, insgesamt also 300 kW. Das Netz stellt 200 kW bereit, die anderen 100 kW kommen aus dem Akku. Wenn die Autos voll sind, braucht der Besitzer einen Moment, um das zu realisieren, den Stecker zu ziehen, wegzufahren und dann muss der nächste erstmal an die Ladestation fahren. Diese Wechselzeit nutzt man, um den Akku wieder aufzuladen: es werden dann immer noch 200 kW aus dem Netz gezogen, obwohl unter Umständen 0 kW in Autos geladen werden. Das macht den Netzanschluss bedeutend billiger und das Geschäft für die Netzbetreiber und Erzeuger einfacher: Statt kurzer Lastspitzen und dann gar keine Entnahme gibt es eine nahezu konstante Entnahme aus dem Netz.

      Antworten
  2. Mark Müller meint

    13.08.2026 um 13:03

    Man sollte sich schon bewusst sein, dass der – zu Beginn – grün erzeugte Strom nach jeder Speicherung in einer Batterie weniger grün ist. Wenn der Strom zuerst im Grossspeicher, dann im Speicher der Ladestation und zuletzt im Auto-Speicher gespeichert wurde, muss er am Schluss den ökologischen Fussabdruck aller dieser Speicher mit tragen, bzw. amortisieren helfen. Kommt natürlich noch darauf an, wo und wie die Batterie und ihre Rohstoffe erzeugt wurden, aber sehr viel grün bleibt im beschriebenen Fall nicht mehr.

    Antworten
    • MK meint

      13.08.2026 um 14:40

      @Mark Müller:
      Naja, Windkraft- und Solaranlagen immer wieder abschalten um dann nachts bei Windstille doch das alte Gaskraftwerk anzuschmeißen, ist auch nicht grade Grün.
      Also: Natürlich ist es am „grünsten“, Energie erst gar nicht zu verbrauchen.
      Von daher: Es ist immer noch die „grünste“ Lösung.
      Und: es ist die einzige Lösung, Deutschland unabhängig von permanenten Brennstoffimporten zu versorgen: Kriegsausbrüche in Ukraine oder Iran hätten in Zukunft keinerlei Einfluss mehr auf die Energiepreise hier bei uns.

      Antworten
      • Powerwall Thorsten meint

        13.08.2026 um 17:20

        @ MK
        Ja, so ist das Mark, der beim „out of the box“ Denken in der Fossil Blase hängen geblieben ist.

        Antworten
        • M. meint

          14.08.2026 um 18:19

          Fossile Blase mal anders
          https://www.fr.de/fr7/die-gasturbinen-von-elon-musks-xai-verpesten-die-luft-in-memphis-94266642.html

      • Fred Feuerstein meint

        14.08.2026 um 09:32

        Er ist halt in seiner Wasserstoffbubble, die halt nicht vorankommt. Muss frustrierend sein.

        Antworten
        • MK meint

          14.08.2026 um 18:30

          @Fred Feuerstein:
          Was hat denn jetzt Wasserstoff damit zu tun? ME Energy hat vorgeschlagen, Bioethanal zu verwenden.

    • Stw meint

      13.08.2026 um 14:47

      …. lieber weniger Grün als gar kein Grün!
      Mit freundlichen Grüßen

      Antworten
    • Steffen meint

      13.08.2026 um 15:02

      Du scheinst nicht verstanden zu haben worum es hier geht. Nicht um grün.
      „Ziel sei es, Stromnetze zu entlasten und gleichzeitig zusätzliche Flexibilitäten für ein zunehmend erneuerbares Energiesystem bereitzustellen.“
      Es geht darum Schnellladeparks auch an Stellen anbieten zu können, wo vom genehmigten Anschluss her keiner hätte entstehen können. Die Batterien werden halt nach einem Ladevorgang bzw. schon nebenher (wenn möglich) aus dem Netz aufgeladen. Und wenn nicht dauernd geladen wird, dann ist die Batterie auch irgendwann wieder voll um den nächsten Kunden wieder eine schnelle Ladung anbieten zu können.

      Das ganze System ist dann eben so grün, wie Lichtblick seinen Strom eben bilanziell grün einkauft oder selbst grün erzeugt.

      Antworten
    • Gernot meint

      13.08.2026 um 15:46

      Das ist pure Desinformation. Für die Produktion von 1 kWh Batteriezelle braucht man heute noch 20 kWh Energie. Auch chinesische Hersteller wie CATL haben längst Batteriefabriken, die komplett mit erneuerbarem Strom laufen und einzelne Fabriken, die bereits komplett klimaneutral arbeiten. Von dem einstmaligen Klimarucksack ist kaum noch etwas übrig.

      Und selbst wenn wir dann mal mit dem dank all der Braunkohlekraftwerke vergleichweise dreckigem deutschen Strommix rechnen, fielen für die 20 kWh Energieaufwand in der Produktion nur ca. 6,9 kg CO2 an. Im Laufe ihres Lebens wird die Batterie in der Ladesäule mindestens 5.000 kWh durchziehen. Das ergäbe rechnerisch dann 1,38 g CO2 pro kWh. Für die gleiche Fahrstrecke wie mit 1 kWh Strom bei BEV erzeugt ein Auto mit Dieselmotor ca. 147g CO2. Mehr als das Hundertfache.

      Antworten
      • Futureman meint

        14.08.2026 um 08:14

        Achtung, Daten und Fakten sind für viele nicht ertragbar. Denn ansonsten würde besonders bei der gerade von Wissenschaftlern vorhergesagten Hitzewelle die Diskussionen nicht in die falsche Richtung gehen.
        Der Umbau auf PV, Wind und Speicher muss viel schneller gehen. Und vor allem, er ist inzwischen technisch möglich und sehr wirtschaftlich. Verändert aber halt Zahlungsströme von einigen reichen (die es gerne so lassen würden) zu vielen sogenannten Prosumern.

        Antworten
      • ZastaCrocket meint

        14.08.2026 um 09:45

        So sieht das aus, danke für die Klarstellung!

        Antworten
    • M. meint

      13.08.2026 um 18:05

      Wenn nicht mehr sehr viel grün bleibt, kannst die die „verbleibende Grün-Quote“ doch mal vorrechnen.

      Antworten
  3. Powerwall Thorsten meint

    13.08.2026 um 12:35

    Tja, dass Batteriespeicher in bestimmten Anwendungsfällen eine gute Idee für die elektrische Zukunft sind – und auch immer mehr sein werden, konnte der Interessierte schon vor Jahren einmal in so einem „Masterplan“ lesen.

    Antworten
    • M. meint

      13.08.2026 um 18:06

      Das konnte man auch woanders lesen. Ist ja nicht so, dass dein Master die Batterie erfunden hätte. 🥱

      Antworten
      • eBikerin meint

        14.08.2026 um 13:39

        Ja zB 1986 in Berlin – aber die haben die Idee bestimmt von EM geklaut – ach ne die haben die Idee auch nur geklaut: Wikipedia
        „Batterie-Speicherkraftwerke wurden bereits gegen 1900 eingesetzt, um in vielen der damaligen dezentralen Gleichstromnetze die Lastspitzen zu decken.“

        Antworten
        • M. meint

          17.08.2026 um 18:20

          Tja, hätte Musk für Grog(k) mal einfach jeden Wiki-Artikel einfach übernommen statt ihn auf „woke“ Inhalte zu checken und dann zu verfälschen, wäre dort auch mal Wissen angekommen.
          Satz mit X, sozusagen.

    • Powerwall Thorsten meint

      14.08.2026 um 17:07

      Entfernt. Bitte verfassen Sie konstruktive Kommentare. Danke, die Redaktion.

      Antworten

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