Citroën plant die Rückkehr eines Klassikers: Bis 2028 soll eine Neuauflage des legendären Modells 2CV auf den Markt kommen. Damit erfolgt die Markteinführung genau 80 Jahre nach dem Debüt des ursprünglichen Fahrzeugs, das auch als „Ente“ bekannt ist. Xavier Chardon, Chef von Citroën, kündigte an, diese 2026 eine Studie präsentiert wird, die bereits sehr nah am späteren Serienmodell liegt.
Das neue Modell wird auf der künftigen eCar-Plattform der Stellantis-Tochter basieren und als rein elektrisches Fahrzeug konzipiert. Die Produktion soll in Europa erfolgen. Ein zentrales Ziel ist es, Elektromobilität für eine breite Kundschaft zugänglich zu machen. Das neue Elektroauto soll ohne staatliche Förderungen weniger als 15.000 Euro kosten.
Die Entwicklung orientiert sich an der ursprünglichen Idee einer erschwinglichen, einfachen und „emotionalen“ Mobilität. „Der ursprüngliche 2CV sollte Mobilität demokratisieren. Genau diesen Ansatz greifen wir wieder auf. Natürlich richten wir uns heute nicht mehr an die Bauern der Nachkriegszeit“, sagte Chardon laut der Autoflotte. Er sieht potenzielle Nutzergruppen heute unter anderem in Berufsgruppen wie Pflegekräften, die täglich viele Wege zurücklegen und Lademöglichkeiten zu Hause oder am Arbeitsplatz nutzen können.
„Bewusst nicht übertechnisiert“
Bei der technischen Ausstattung spricht Citroën vom Verzicht auf den Trend der „Übertechnisierung“. Anstatt auf eine Vielzahl von Bildschirmen zu setzen, wie es manche chinesische Hersteller tun, sollen einfache, intelligente und nützliche Lösungen im Vordergrund stehen. Technologie soll einen konkreten Nutzen bieten und nicht zum Selbstzweck werden.
Die Markenidentität von Citroën soll durch den Fokus auf Komfort und das Wohlbefinden der Insassen gewahrt bleiben. Dies unterscheide die Franzosen beispielsweise von der Schwestermarke Peugeot, die stärker fahrerorientiert ausgerichtet sei. Prioritäten sollen bei dem neuen Citroën-Modell auf das Wesentliche gesetzt werden, um ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis zu gewährleisten.
Ansprüche an technische Höchstleistungen wie hohe Autobahn-Geschwindigkeiten oder extrem schnelle Beschleunigung werden nicht verfolgt. Stattdessen stehen Raumangebot, einfache Bedienung und Alltagstauglichkeit im Fokus der Innovation.
Zur möglichen Wiederbelebung weiterer historischer Modellnamen wie Fourgonnette oder Dyane äußerte sich Chardon noch nicht konkret. Er betonte, dass man sich derzeit ganz auf das Projekt des 2CV konzentriere, auch wenn die reiche Geschichte der Marke grundsätzlich Möglichkeiten für die Zukunft biete. „Das eröffnet uns grundsätzlich zahlreiche Möglichkeiten. Aber heute ist es noch zu früh, über weitere Projekte oder Namen zu sprechen.“

Christian Haupt meint
Hm… „im Prinzip“ ist das mit dem „Mitschwimmen“ auf der Retro Welle ja gar keine so schlechte Idee, nur wird dabei außer Acht gelassen, was in Deutschland die Durchsetzung der e-Mobilität erschwert: die magere Infrastruktur und die nach wie vor hohen Kosten. Die Franzosen haben immer noch ihre Kernkraft, wodurch bei ihnen „der Strom aus der Steckdose“ kommt… da man die Kernkraft bei uns abgeschaltet hat, kann die e-Mobilität bei uns gar nicht so erfolgreich sein…
SEDE meint
???? soll das ein Witz sein? Seit wann haben wir in DE Stromknappheit? Davon ist jede Menge da. Dieses Jahr ein ausgeglichenen Import/Export an Strom obwohl wir 2023 alle AKW abgeschaltet haben. Weil der EE-Ausbau ins Stocken gerät dank REICHE, kann es sein das wir in Zukunft aus dem Ausland zukaufen müssen, weil unsere Stromproduktion nicht Wettbewerbsfähig ist. Und warum nicht? Weil die Staaten, bei denen wir einkaufen (NO, SE, DK, NL) viel weiter sind mit dem ausbau der Erneuerbaren. Nachzulesen bei Fraunhofer Freiburg energy-charts.info.
M. meint
Größter Anzunehmender Unfall, was Beiträge hier angeht.
Man braucht für ein BEV Strom, die Quelle ist nicht wichtig. Und, wie die Franzosen inzwischen auch gelernt haben: den Neubau ihrer Technikruinen können sie sich kaum leisten weil das einfach unfassbar teuer geworden ist, und ewig dauert – also auf Dekaden Geld verbrennt, ohne auch nur eine einzige kWh zu liefern.
https://www.fr.de/panorama/frankreich-nimmt-neues-atomkraftwerk-in-betrieb-fuer-12-milliarden-euro-zr-92920756.html
Wie kommt man aus dem Delemma?
1) Laufzeit der bestehenden AKW verlängern (z.B. das Dauer-Pannen-AKW in Cattenom)
2) Erneuerbare Energien ausbauen. Aktuell erstmal Offshore-Windkraft. Man muss sich an diese neue Technik erstmal ranstasten..
Und jetzt BTT!
Wasco meint
Toll. Schade das der Elektro Käfer nicht kommt.
Dirk meint
Cool. Diese Überdimensionierung und Übertechnisierung ist meist wirklich Selbstzweck. Alles, was dran ist, kann auch kaputt gehen, man muss damit umgehen können, es wiegt, es kostet…
Back to the basics. Unser E-Transporter hat auch nur das Nötigste und ausser einer verzichtbaren Sitzheizung wüsste ich nicht, welches Gimmick mir den Fahralltag noch erleichtern könnte.
OK, Carplay ist ganz witzig, weil ich da meine Musik selber bestimmen kann über Tidal.
elektromat meint
gibt halt, was Assistenzsysteme und andere Sicherungsmaßnahmen betrifft, gesetzliche Vorgaben da ja ein reduzieren der Verkehrstoten zum Ziel hat. Und da gehts auch immer um den Stand der Technik, nicht was man weglassen könnte. Manche Sachen müssen dann eben eingebaut sein ob man sie selber will oder nicht. Wie das Unternehmen dann manche Dinge einpreist obwohl die Entwicklung schon 10 Jahre her ist, ist wieder was ganz anderes.
Daniel S meint
Gesetze werden von uns selber resp. unseren gewählten Vertretern gemacht. Das heisst wir können wählen was wir wollen. Ich z. B. möchte nicht jedes verfügbare Gimmick zwingend eingebaut bezahlt und unterhalten wissen. Das sind auch Fehlerquellen.
Und ich muss auch nicht schneller als 130 fahren.
Jeff Healey meint
💯!
Bei mir das Gleiche!
M. meint
Carplay mag ganz witzig sein, aber ein USB-Anschluss für einen Stick reicht auch. Dann saugt man sich seine Musik, speichert die auf dem Stick und spielt die offline.
(Falls sich jetzt jemand wundert: doch, das geht.)
Mike meint
Oder man rippt die eigenen CDs. Musik wird ja nicht schlecht, nur weil sie schon 20, 30 oder 40 Jahre alt ist.
brainDotExe meint
Die ist deutlich besser als die meiste Musik der letzten 10-15 Jahre 😉
M. meint
Oder so, ja.
brainDotExe meint
Vollkommen richtig und das klappt auch noch in 30+ Jahren, wenn die Android Version auf dem Handy nicht mehr zum Auto passt.
Meinen USB Stick mit Musik habe ich jetzt schon ins dritte Auto mitgenommen.
Dirk meint
Muss ich mal testen mit der externen FP, da sind >1000 Stücke drauf.
Powerwall Thorsten meint
In der modernen Welt wird dein USB „Stick“ übrigens mittlerweile durch ein digitales Endgerät, wie beispielsweise ein iPhone ersetzt.
Da ist das mit dem „runterziehen“ dann auch etwas komfortabler als dazumal mit Napster.
;-)
brainDotExe meint
Das iPhone kann inzwischen als Massenspeicher erkannt werden?
Zu meinen Apple Zeiten war es maximal möglich Bilder per USB zu übertragen.
M. meint
Ja. Und Wasser ist nass.
Wenn du ein Ei-Fon als USB-Stick einsetzen willst, dann tu das.
Geht das besser als bei einem Stick?
Quatsch. Der Stick kann immer dran bleiben. Da brauchst du nix umstecken, keine Kompatibilität zum Auto zu klären, nix von Ei-Fon 15 zu 16 zu 17 zu kopieren,… dran, fertig. Bis du neue Musik brauchst, was bei 10.000 Titeln nicht täglich vorkommt. Zumal, wie schon gesagt wurde, Musik von CDs nicht schlecht wird. Nicht mal in der Kellerkiste.
Mike meint
Sitzheizung ist in einem BEV ein must-have, weil der Einsatz der Raumheizung durchaus spürbar Reichweite frisst. Nicht so bei Sitzheizung.
Ben meint
Übertechnisierung ??? Ist bei Verbrennern normal oder warum haben die allein 1500 Teile nur fürn Motor ?
Dirk meint
Ich mein so Zeuch wie elektrische Sitzverstellung, Massage, Supersurround-Sound, diverse Einstellungen für Fahrwerk und Lenkung und sonstiger Schnickschnack.
Was mir allerdings fehlt ist ein Abstand-O-Mat, dann könnt man besser Windschatten fahren.
M. meint
Weil notwendig, nicht zum Spaß.
Auch wenn die Zahl beeindruckend klingt, da steckt jede einzelne Schraube drin, zahlenmäßig ist das meiste daher eher low-tech.
Wenn man den Detailierunggrad auf einen E-Motor anwendet, bleibt’s da auch nicht bei 10 Teilen…
Darum ging es aber nicht. Frage: wir viele elektrische Stellmotoren MUSS ein Auto haben?
Was kann man eigenlich so alles selbst machen?
Sitz vor/zurück, heben/senken, neigen, Lehne vor/zurück. 4 Motoren. Braucht man das?