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Togg will Expansion in Deutschland mit Leasing und Händlernetz forcieren

21.07.2026 in Autoindustrie von Thomas Langenbucher | 17 Kommentare

Togg-T10F

Bild: Togg

CEO Gürcan Karakaş strebt für die türkische Elektroauto-Marke Togg eine jährliche Absatzmenge von 110.000 Einheiten an. Das soll durch die Expansion nach Europa gelingen. In Deutschland ist man neuerdings als zweitem Markt nach dem Heimatland vertreten. Hierzulande sieht sich der 2018 gegründete Elektroautobauer aktuell mit geringen Zulassungszahlen konfrontiert: Im ersten Halbjahr wurden lediglich 197 Fahrzeuge registriert, 162 Exemplare des SUV T10X und 35 Einheiten der Limousine T10F.

Um den Markteintritt in Deutschland zu unterstützen, plant das Unternehmen neue Vertriebsstrukturen. Karakaş sieht die Ursache für den bisher verhaltenen Anlauf in einem fehlenden Leasing-Angebot sowie dem noch nicht existierenden Händlernetz. „In den kommenden Monaten erweitern wir unsere Finanzierungsangebote um Leasing. Parallel dazu entwickeln wir unser Vertriebs- und Servicenetz im Agenturmodell weiter“, sagte der früher Bosch-Manager der Automobilwoche. Verhandlungen mit potenziellen Partnern seien bereits im Gange.

Die Preise für die aktuellen Modelle starten bei 41.200 Euro. Während in Deutschland bisher primär Online-Käufe über die eigene „Trumore“-App vorgesehen sind, verfügt die Zentrale in Stuttgart über eine kleine Testwagenflotte. Trotz der niedrigen Zahlen in Deutschland zeigt sich die Unternehmensführung aufgrund der Marktsituation in der Türkei zuversichtlich: Dort wurden seit dem Marktstart im März 2023 schon rund 110.000 T10X und T10F ausgeliefert.

Zu Hause erreichte Togg zuletzt einen Marktanteil von etwa 30 Prozent bei rein elektrischen Fahrzeugen, wobei der T10X der meistverkaufte Vollstromer vor Importmodellen wie dem Tesla Model Y ist. Karakaş betonte die Stabilität durch den heimischen Markt: „Wir haben im Moment keinen Druck, da sich unsere Fahrzeuge in der Türkei sehr gut verkaufen.“

Ein wesentlicher Faktor für die Entwicklung der Elektromobilität in der Türkei sind die Infrastruktur sowie steuerliche Anreize. Während das Tesla Model Y als US-Modell in der Gunst der Kunden steht, spielen chinesische Marken derzeit eine untergeordnete Rolle.

Für die zukünftige Expansion setzt Togg auf das Modell T6X. Das kompakte SUV soll Mitte 2027 erscheinen und durch einen günstigeren Preis überzeugen. Das soll auch durch die Batterie gelingen, die wie das komplette „Skateboard“ samt LFP-Akkupaket vom Batterie- und Technologiekonzern CATL aus China zugeliefert wird. Dieses Modell soll laut Karakaş dazu beitragen, die angestrebte Absatzzahl von 110.000 Elektroautos pro Jahr zu erreichen. Die Fabrik in Gemlik bei Istanbul wäre dann im Zwei-Schicht-Betrieb gut ausgelastet.

Togg plant, die Wachstumsstrategie in Deutschland im nächsten Jahr durch ein attraktives, bisher fehlendes Leasingangebot und den Aufbau des Händlernetzes zu forcieren. Karakaş betonte eine langfristige Ausrichtung: „Deutschland ist ein wichtiger Markt für uns. Aber wir wollen uns hier nachhaltig aufstellen und schauen nicht nur kurzfristig auf Stückzahlen.“

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Via: Automobilwoche (kostenpflichtig)
Tags: Europa, TürkeiUnternehmen: Togg
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. David meint

    22.07.2026 um 09:00

    Es hätte mich schon gewundert, wenn es hier irgendwelche positiven oder zumindest sachlichen Kommentare gegeben hätte. Kaum ist die Rede von einer türkischen Automobilmarke, gehen die Lästereien los. Nationalstolz, BMW/Mercedes/Aufdi fahrende Türken, Nationalstolz, Autokraten, Wahlverhalten.
    Was haben die Themen mit der TOGG Expansion zu tun?
    Leider scheinen einige noch total in ihrer überholten, eigenen Realität zu leben. Die Überheblichkeit, Arroganz und Doppelmoral, die hier an den Tag gelegt wird, kann man sachlich betrachtet gar nicht mehr ernst nehmen. Wer sich so um die demokratischen Werte bemüht, sollte auf die Straße gehen und für den Erhalt der Demokratie des Landes im Nahen Osten kämpfen. Dort herrscht nämlich eine rechtsextreme Regierung, die Journalisten nicht verhaftet sondern einfach tötet, illegal Menschen vertreibt und deren Land und Häuser einnimmt und Gesetze verabschiedet, die Menschen je nach Herkunft/Rasse anders bestraft… Übrigens, mit der Todesstrafe. Die war ja so verpönt in der Türkei, dass sie die abschaffen musste, um den europäischen Werten zu entsprechen!

    Antworten
    • eBikerin meint

      22.07.2026 um 13:21

      Warum hört sich eigentlich David hier so gar nicht nach David an? Eher an jemanden ganz anderen – ihr wisst schon der mit den „Toggen“

      Antworten
      • Paule meint

        22.07.2026 um 17:29

        Zum Inhalt hast Du nichts zu melden?

        Und ja, solch ehrenwerten Standpunkt traue ich David auch nicht zu. Da stimme ich mit Dir überein.

        Antworten
    • Future meint

      22.07.2026 um 15:28

      Die Millionen deutschen Touristen lassen ihre Meinungsfreiheit ja auch immer gern zuhause, weil der Urlaub in den Luxus-Ressorts in Antalya eben so schön preiswert ist. Hinzu kommt die großartige Gastfreundschaft in der Türkei. Ich glaube, sehr vielen Deutschen ist das mit der »Liberalen Demokratie« nicht mehr so wichtig, was man ja auch an den Wahlprognosen in »ganz Deutschland« gut erkennen kann. Wir werden sehen, was diese Entwicklung für das Interesse an »deutschen Produkten« haben wird.

      Antworten
      • M. meint

        23.07.2026 um 15:18

        Das stimmt schon.
        Die Frage ist nur, warum ausgerechnet ein China-Influenzer sich darüber echaufiert.

        Schlimmer sind die, die in D sitzen und in T den E wählen. Die sollten eigentlich im Urlaub gleich mal dort bleiben und helfen, die Suppe auszulöffeln, die sie anderen einbrocken.

        (Also ein ganz ähnlicher Vorschlag wie der, den ich jedem China-Influenzer nahelege)

        Antworten
  2. Donlot meint

    21.07.2026 um 23:50

    Was Togg bisher rausgebracht war, war schlichtweg nicht konkurrenzfähig, allein die Akku-Technik veraltet. Für 2027 hat TOGG wie Artikel erwähnt den T6X angekündigt, ein günstiger Kompakt SUV
    Mit dem Togg T6X bringen sie ein Modell auf der Bedrock Cell-to-Chassis (CTC) Skateboard-Plattform von CATL.
    ​Damit überspringt Togg die klassischen Modul-Plattformen deutscher B-Segment-Modelle und nutzt die gleiche Skateboard-Hardware, mit der CATL auch gegen BYD antritt.
    ​Wer Togg jetzt unterschätzt, übersieht, welche Hardware da ab 2027 unter der Haube steckt.

    Antworten
  3. Egon_meier meint

    21.07.2026 um 16:23

    TOGG? Echt .. in Deutschland in 2026 mit 197 Zulassung bislang einen BEV-Marktanteil von ca 0,1% .. immerhin mehr als Lexus, Zeekr, Nio, Lucid, DS, Vinfast und anderen Kellerkindern ..
    Jetzt dürften allerdings nun die vom türkischen Staat bezahlten Prediger versorgt sein und es kann weiter nach unten gehen.

    Antworten
    • klaus meint

      21.07.2026 um 23:07

      Glückwunsch zum Eigentor! Du feierst es als Niederlage, dass ein absoluter Newcomer mal eben Lexus und Nio hinter sich lässt? Danke für das Riesen-Kompliment an TOGG! 🤡Und danke für den Tipp mit dem ‚Prediger-Gehalt‘ – ich frag direkt mal in Ankara nach meinem Scheck. Geh mal lieber Spaltmaße zählen, während dich die Realität 2026 links überholt

      Antworten
      • M. meint

        23.07.2026 um 15:19

        Ein Vergleich mit Nio-Absatzzahlen ist hierzulande nie ein Kompliment. Lexus natürlich auch nicht, die sind hier schon traditionell schwach.

        Antworten
    • Referendar meint

      22.07.2026 um 13:40

      Die Deutschland Zentrale von Togg befindet sich in Stuttgart, aber nicht mal das dortige Türkische Generalkonsulat fährt die Marke. Das sagt eigentlich schon alles.

      Antworten
    • Donlot meint

      25.07.2026 um 21:55

      Bitte einfach mal nach Absatzzahlen in der Türkei googlen. TOGG ist in der Türkei mit Abstand Nummer 1 bei EV-Zulassungen

      Antworten
  4. David meint

    21.07.2026 um 12:44

    Natürlich. Erst einmal das Händlernetz ausbauen. Ein bewährter Move von Nio, Daewoo und Aiways.

    Antworten
  5. Miro meint

    21.07.2026 um 12:31

    Wo sind denn nur die ganzen Einwohner in Deutschland die sich als Türken bezeichnen und Nationalstolz aufweisen wie kein zweiter? Da kriegen sie ein echtes türkisches Produkt und dann greift man dennoch zum BMW/Mercedes?

    Antworten
    • David meint

      21.07.2026 um 12:58

      Sei mal fair, einige fahren auch Audi. Den Autokraten wählen sie aus der Ferne, aber, hej, das heißt ja noch lange nicht, dass sie auch alle Sachen von ihm kaufen. Die Klamotten, die er trägt, sind in der Community ja auch kein Verkaufsschlager, sondern eher Jogging Anzüge, die das doppelte kosten.

      Antworten
    • klaus meint

      21.07.2026 um 23:11

      Stimmt, weil man Autos ja auch nach der Flagge im Pass kauft und nicht nach Budget. 🤡

      Antworten
    • Erwin meint

      22.07.2026 um 00:54

      Diese Türken mit Nationalstolz sind mir lieber als Menschen ohne Nationalstolz, die immer nur bei Temu und Co Ihre Sachen bestellen und chinesische Autos fahren.

      Antworten
      • M. meint

        23.07.2026 um 15:23

        Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion.

        Antworten

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