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Sachsen-Wirtschaftsminister fordert: Zölle erhöhen für chinesische Beteiligung in Zwickau

20.07.2026 in Autoindustrie, Politik von Thomas Langenbucher | 3 Kommentare

VW-Werk-Zwickau

Bild: VW

Die kritische wirtschaftliche Lage bei Volkswagen und die mögliche Schließung deutscher Standorte führen zu Forderungen nach einer Anpassung der Handelspolitik. Der sächsische Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD) regt höhere Zölle auf Elektroautos aus chinesischer Produktion an, um den Erhalt des VW-Werks in Zwickau zu unterstützen.

Das Werk in Zwickau produziert derzeit Modelle der VW-Elektroauto-Reihe ID. An dem Standort sind 8000 Menschen beschäftigt, Zulieferer haben weitere 20.000 Beschäftigte.

„Ein mögliches Joint-Venture mit chinesischen Autoherstellern in Werken wie Zwickau muss attraktiv für die chinesischen Partner sein, das heißt, eine Produktion in Zwickau muss sich für sie lohnen“, so Panter gegenüber der Bild. „Wir müssen auf EU-Ebene über höhere Zölle auf Autos aus chinesischer Produktion nachdenken. Wenn mit einem Joint-Venture in Sachsen dann europäische Zölle vermieden werden können, wäre das ein Argument, mit dem man ganz anders verhandeln kann.“

Die EU hat die Zölle für Elektrofahrzeuge aus China im Jahr 2024 bereits erhöht. Zusätzlich zum allgemeinen Importzoll von 10 Prozent fallen seitdem je nach Hersteller Aufschläge zwischen 7,8 und 35,3 Prozent an. Da chinesische Fahrzeuge preislich weiterhin unter deutschen Modellen liegen, schlägt Panter eine deutliche Steigerung vor, etwa eine Verdopplung des grundsätzlichen Einfuhrzolls.

Sachsens Wirtschaftsminister fordert von der Bundesregierung einen klaren Kurs in Brüssel. Er erwartet, dass sich die Regierung bei der EU für Wettbewerb einsetzt, ohne naiv zu agieren. Unternehmen, die Zugang zum europäischen Markt suchen, sollten Verantwortung für die Wertschöpfung und Beschäftigung in der Region übernehmen. In China verdiene nur derjenige Geld, der auch in der Volksrepublik investiere und produziere. „Warum sollte Europa sich mit weniger zufriedengeben?“

Panter sieht es nicht als Ziel an, chinesische Hersteller aus Europa auszuschließen. Vielmehr möchte er sicherstellen, dass sie unter denselben Bedingungen wie europäische Unternehmen agieren und fairer Wettbewerb herrscht.

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Via: Bild
Tags: China, Europa, ProduktionUnternehmen: VW
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. MXD meint

    20.07.2026 um 13:20

    Wer bei 10% Basiszoll zzgl. bis zu 35% Strafzoll noch immer nicht konkurrenzfähig ist, macht vielleicht etwas mehr falsch. Ab dem Punkt können es nicht nur die bösen Wettbewerber sein.

    Antworten
  2. F. K. Fast meint

    20.07.2026 um 13:18

    Dann fluten die chinesischen Hersteller den deutschen Markt halt mit Verbrennern. Wie wäre es, bessere Produkte anzubieten, die einen unvermeidbar höheren Preis rechtfertigen? Z.B. durch besonders einfach reparierbare Modelle? Ach, nein, der ID.Polo kommt ja in der günstigen Akkuvariante mit verklebten Zellen (und ohne jegliche Ausstattung) daher. Weiters traut sich VW auch nur 2 Jahre Garantie anzubieten, Toyota bis zu 15 Jahre.

    Antworten
  3. MK meint

    20.07.2026 um 12:01

    Und dann?
    Zölle, die für alle anderen Firmen z.B. Firmenwagen teurer und/oder schlechter machen, machen den Standort Deutschland sicher nicht wettbewerbsfähiger…und wir leben nun Mal vom Export.

    Antworten

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