Die THG-Quotenregelung (Treibhausgasminderungsquote) ermöglicht es Haltern von Elektrofahrzeugen, jährlich eine finanzielle Vergütung zu erhalten. Laut dem Umweltbundesamt verzichten jedoch vermehrt berechtigte Personen auf diese Auszahlung. Im vergangenen Jahr haben mehr als 40 Prozent der E-Auto-Halter kein Geld aus dieser Regelung beantragt, berichtet das Portal Next Mobility unter Berufung auf die Behörde.
Das Umweltbundesamt stellte demnach für lediglich 58 Prozent der berechtigten Fahrzeuge eine Bescheinigung aus. Damit sank die Teilnahmequote im Vergleich zum Vorjahr, in dem sie noch bei 64 Prozent lag, sowie zu den Jahren 2022 und 2023 mit jeweils 75 Prozent. Trotz des sinkenden prozentualen Anteils stieg die Nutzung der Quote in absoluten Zahlen an, da der Bestand an Elektrofahrzeugen gewachsen ist.
Die THG-Quote wurde 2015 eingeführt, um die Treibhausgasemissionen im Verkehr zu senken. Mineralölunternehmen sind verpflichtet, den CO2-Ausstoß ihrer verkauften Kraftstoffe zu reduzieren. Hierfür können sie seit 2022 auch die rechnerischen Einsparungen reiner Elektrofahrzeuge nutzen. Diese können private wie gewerbliche Halter von E-Autos im Rahmen der THG-Quotenregelung bereitstellen.
Die Abwicklung der THG-Quote erfolgt meist über Vermittler, welche die Anträge bündeln und beim Umweltbundesamt einreichen, wobei sie einen Teil des Erlöses als Provision einbehalten. Für das laufende Jahr hat sich der Markt erholt, Vermittler bieten derzeit laut Next Mobility oft rund 300 Euro oder etwas mehr pro Elektroauto an. Die Beträge können je nach Anbieter, Vertragsmodell und Marktlage variieren.

David meint
Das ist ja ganz normal. Die Leute beschweren sich pausenlos, dass alles zu teuer ist und der Verdienst so gering.
Dabei ist die Quote für die Lohnsteuerrückerstattung ähnlich gering, obwohl da statistisch sogar noch mehr zu holen ist. Auch gibt es einen großen Anteil von Leuten, die Commodities wie Hausstrom, Mobilfunkvertrag, Internetanschluss und Standardversicherungen bezüglich Preis-/Leistung noch nie auf dem Prüfstand gestellt haben. Ebenso kaufen Leute täglichen Bedarf sehr häufig zu unstrukturiert und zu teuer ein. Dafür haben sie gerne Vicious-Finanzprodukte und zu viele Abos.
Wir haben das mit unseren Mädchen vor einigen Jahren an einem verregneten Tag am Wochenende mal als Familienprojekt gemacht – alle diese Themen und Kosten gezeigt, dann gemeinsam recherchiert, ob das günstiger geht ohne Leistung zu verlieren und dann beschlossen, was wir wie optimieren. Das war für alle sehr interessant. Und es sind leider Sachen, die man in der Schule gar nicht lernt. Das merkt man dann später, wenn sie erwachsen sind.
Paule meint
Ich habe überall gesucht und es nicht gefunden: wer hat gefragt was Du zu Hause gemacht? Was hat es hier zu suchen?
Ungefragt kann ich aber mitteilen, es ist komplett frei erfunden. Du weißt es, und ich weiß es. Du lebst nicht in einem Paralleluniversum, auch wenn man es manchmal glauben mag.
brainDotExe meint
„Verzichten“ ist hier der falsche Begriff. Die meisten Leute werden schlicht nicht wissen was das ist und dass es so etwas überhaupt gibt.
eBikerin meint
Das halte ich für ein Gerücht. Leute die ein eAuto haben werden dass wohl überwiegend wissen. Einerseits wird immer wieder darüber in den großen Medien berichtet (SZ, Stern, Bild ) anderseits machen Ladeanbieter wie zb EnBW ebenfalls Werbung dafür.
Und natürlich erklären der ADAC (22,5 Millionen Mitglieder) und AvD wie man die THG Auszahlung beantragt. Ich denke es ist Bequemlichkeit oder man hat es schlicht vergessen.
Futureman meint
Wahrscheinlich wissen viele E-Auto Besitzer gar nichts von dieser Möglichkeit. Klingt ja auch eigentlich unglaublich, bei so niedrigen Betriebskosten nochmal zusätzlich belohnt zu werden. Wenn sich das rumspricht wollen alle eins haben.
Christian meint
Vielleicht sollte sich auch rumsprechen, daß die ungenutzten THG Quoten dann vom Staat vermarktet werden.
eBikerin meint
Wegen 300 Euro / Jahr wollen dann plötzlich alle die eigentlich gar kein eAuto wollen dann doch eines haben? Naja halte ich für sehr optimistisch.