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Hyundai bringt simulierte Schalttechnik und Motorgeräusche in weitere E-Autos

12.06.2026 in Technik von Thomas Langenbucher | 19 Kommentare

Hyundai-Ioniq-3

Bild: Hyundai (Symbolbild)

Hyundai bereitet laut dem Portal Carsales vor, seine Technologie für simulierte Gangwechsel und künstliche Motorsounds auf mehr elektrische Modelle außerhalb der N-Reihe auszuweiten. Vorausgegangen sei positives Feedback zur Technik im Ioniq 5 N. Die Systeme ahmen Schaltpunkte und Klang benzinbetriebener Modelle nach und wurden zudem im großen SUV Ioniq 9 integriert, um die Reaktion von Käufern zu testen.

Die geplante Ausweitung betrifft weitere Elektroautos außerhalb der N-Performance-Reihe. Die per Knopfdruck ein- oder ausschaltbare Technik ist derzeit im Ioniq 5 N, im Ioniq 6 N und im nicht zur N-Reihe gehörenden Ioniq 9 zu finden. Basismodelle sollen außen vor bleiben, weil sie nicht genügend Leistung bieten.

Raf van Nuffel, Produkt-Vizepräsident von Hyundai Europe, sagte gegenüber Carsales: „Wir wollen wirklich ein echtes Fahrerlebnis haben – nicht nur den Sound, sondern auch ein wenig vom Schub.“ Zugleich erklärte er, die Technik sei nicht auf die sportliche Submarke N begrenzt. Es gebe jedoch Anforderungen, weil ein Mindestmaß an Leistung nötig sei, um das kupplungsartige Gefühl zu erzeugen.

„Wir werden es nicht über die gesamte Palette hinweg anbieten, aber definitiv kommt noch mehr, ohne dass man immer gleich 600 PS haben muss“, so Van Nuffel. Laut dem Bericht soll sich die Einführung auf Varianten mit mittlerer und höherer Leistung konzentrieren. Entsprechend sollte niemand mit Zwischengas beim Herunterschalten im E-Kleinstwagen Inster oder im kompakten Ioniq 3 rechnen. Für den regulären Ioniq 3 soll später allerdings eine Version mit rund 150 kW/204 PS eingeführt werden. Die erwartete N-Version würde die simulierten Gangwechsel und künstlichen Motorsounds den Angaben zufolge sicher erhalten.

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Via: carsales.com.au
Tags: Geräusche & SoundUnternehmen: Hyundai
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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. cbzac meint

    15.06.2026 um 08:58

    Hoffentlich bringt Tesla bald ein Update, damit ich im Innenraum Pferdewiehern und Hufgeklapper serviert bekomme.
    Den Frunk zum Heu einfüllen gibt es ja zum Glück schon.

    Antworten
  2. FrankyAC meint

    15.06.2026 um 08:12

    Komisch, gerade bei der Ente meines Kumpels damals waren die Schaltpausen deutlich zu spüren, trotz nur iwas um die 25PS… :D

    Es ist und bleibt lächerlich, die Nachteile von Verbrennern künstlich zu simulieren. Um wie viel verlängert sich eigentlich z.B. ein Überholvorgang, wenn bei der Beschleunigung der Schub mehrfach kurz unterbrochen wird?

    Naja, soll jeder machen wie er will, „vegane Hähnchen“ verkaufen sich ja auch. Jedenfalls so lange der Lärm nur über die Innenlautsprecher wiedergegeben wird.

    Antworten
  3. Arne Binnberg meint

    12.06.2026 um 19:04

    Meine Gedanken dazu….

    „Basismodelle sollen außen vor bleiben, weil sie nicht genügend Leistung bieten.“
    Stimmt. Auch Basismodelle ohne künstliche Zugkraftunterbrechung beschleunigen mehr als ausreichend stark.
    Will man jedoch künstliche „Pausen“ einbauen, müssen in den „Aktivphasen“ mehr PS zur Verfügung stehen um die Pausen wieder auszugleichen. Will man aber möglichst schnell von 0 auf 100 kommen und hat so ein Fahrzeug mit viel PS… dann sollten die Gäule am Stück traben. Dann ist man fixer. Dieweil der Wagen mit aktivierten Pausen später auf 100 kommt. Dafür werden die Insassen aber schön „kraftvoll“ durchgerüttelt.
    Also ich persönlich bevorzuge die unterbrechungsfreie Beschleunigung „als ob ein Engel schiebt“.

    „Wir wollen wirklich ein echtes Fahrerlebnis haben – nicht nur den Sound, sondern auch ein wenig vom Schub.“
    Joah. Gibt ja neben positivem Schub auch negativen Schub: In den Sitz gedrückt, ans Armaturenbrett gepresst, zurück in den Sitz geschleudert….
    Wenn es einen Petrolhead ins E-Auto treibt… meinetwegen. Solange der „Sound“ nur auf der Innenseite verbleibt.
    Ich bin da anders gestrickt. Hätte mein Auto so eine Funktion: Sie würde nie genutzt. Sollte sie bei jedoch bei jedem Start standardmäßig aktiviert sein und man müsste sie extra deaktivieren, dann wäre das ein Ausschlusskriterium beim Kauf (für mich).

    Antworten
    • cbzac meint

      15.06.2026 um 11:09

      Zustimmung, es ist absurd und auch nicht konsistent.
      Auch in der Verbrennerwelt ist die Zugkraftunterbrechung nichts begehrenswertes.
      Nicht umsonst wurde das DSG als zugkraftunterbrechungsfrei beworben.

      Einen eigenständigen Innen-Sound für ein E-Fahrzeug zu definieren – meinetwegen, auch wenn ich es nicht brauche. Aber einen Verbrenner zu simulieren ist für mich eine Sackgasse und Negativwerbung für die Marke.

      Antworten
  4. F. K. Fast meint

    12.06.2026 um 15:38

    Wenn es hilft, mehr Kunden anzulocken, warum nicht (solange es nur im Innenraum zu hören ist). Citroen hatte vor Jahren Duftkartuschen im Angebot. So etwas noch einbauen und Benzinduft anbieten, wäre auch eine Idee. Vielleicht hat aber Citroen da ein Patent drauf?

    Antworten
    • M. meint

      12.06.2026 um 22:10

      Ich kenne kein intaktes Auto, das jünger als 40 Jahre ist und innen nach Benzin riecht.
      Außer, jemand hat Benzin reingeschüttet, aber das ginge ja immer.

      Antworten
  5. Dirk Müller-Paul meint

    12.06.2026 um 15:10

    Wie gestört und gebrainwashed muss man sein, dass man diese Nachteile von Verbrennern unbedingt haben will? Vielleicht auch noch Brummen und Vibrationen im Stand?

    Ich geniesse das sanfte und nachdrückliche Beschleunigen ohne Geruckel und Gezuppel und Geröhre an jeder Ampel.

    Antworten
    • brainDotExe meint

      12.06.2026 um 17:24

      Schön wenn dir das gefällt. Viele andere Leute wollen halt mehr Feedback und guten Sound vom Antriebsstrang.
      Es geht ja nicht darum möglichst entspannt vom A nach B zu kommen, sondern möglichst viel Spaß am Fahren zu haben.

      Antworten
      • Yoyo meint

        14.06.2026 um 17:58

        Ja, mit Auspuffknallen auch noch.
        Und Reifenquietschen.
        Überflüssig finde ich.

        Antworten
        • M. meint

          15.06.2026 um 16:13

          Finde ich auch, aber dein Problem wird’s doch nicht sein, oder?
          Das stellt man ab, so wie man Schlager abstellt, wenn der aus den Lautsprechern quillt.
          Dann hat man Ruhe.

    • Jeff Healey meint

      14.06.2026 um 09:13

      „Ich geniesse das sanfte und nachdrückliche Beschleunigen ohne Geruckel und Gezuppel und Geröhre an jeder Ampel.“

      Ja, das ist bei mir auch so.
      Dazu kommt, daß ich mein E-Fahrzeug seit Erhalt vor ca. sechs Wochen direkt vom PV-Dach lade, das ist einfach nur genial, gemütlich und entspannt.
      Bye bye, liebe Tankstellen.

      Antworten
  6. South meint

    12.06.2026 um 13:59

    Ich glaube, dass der Bedarf an solchen Spielchen, wie Verbrennersound, Schalten oder künstlichem ruckeln, deutlich überschätzt wird. Bei Sportwagen mag das noch irgendwie logisch sein, aber bei allen anderen Autos wirkt das eher affig. Also mein neues eAuto hat den Sound auch und das wird das erste sein, was ich ausschalten werde. Ist doch ne Veralberung, weiss doch jeder, dass das ein eAuto ist… und ich bin ja heilfroh, dass es eben kein Verbrenner mehr ist…

    Antworten
    • eBikerin meint

      12.06.2026 um 15:06

      Der Sound ist meines Wissens nach bei allen dieser Autos im Innenraum. Das nervige Warngeräusch für Außen kann man meines Wissen nach nicht abstellen, weil Vorschrift.

      Antworten
      • South meint

        15.06.2026 um 08:25

        Egal wann und wo man den Verbrenner-Sound hören würde, es ist einfach kein Verbrenner mehr und das wissen alle, dass machts ja affig. Ist ja wie im Kindergarten, als man bei Spielzeugautos nen Brumm Brumm gemurmelt hat.
        Wenn man darüber nachdenkt ist es eigentlich ein Denkfehler, einige assoziieren Leistung immer noch mit Brumm, aber Leistung muss eben keinen Sound haben, das hat sich eben historisch zufällig so entwickelt. Wer schon mal mit nem eAuto gefahren ist, es ist ja genau das wirklich unbeschreiblich schöne Fahrgefühl beim eAuto ist, dass man sofort volle Power hat und das ja genau ohne Ruckeln und Geräusche. Deshalb gibts ja auch Diesel witze, nach dem Motte „versehentlich nen Traktor“ gekauft?
        Das künstlich Brumm sind nur noch Phantomschmerzen von alten Leuten…
        Übrigens ist der Sound bei langsamen Geschwindigkeiten für Fussgänger, Tiere etc., das gibt schon Sinn…

        Antworten
        • M. meint

          15.06.2026 um 16:15

          Natürlich ist das affig. Aber es darf sich dochnjeder so zum Affen machen, wie er will.
          Lächerlicher als der Audi Q5 mit V8 Sound wird’s nimmer. Hier fährt so einer rum.
          Mir wäre vor Lachen fast das Eis aus der Hand gefallen.

  7. Future meint

    12.06.2026 um 12:34

    Jetzt fehlt nur noch der Benzingeruch, so wie ihn sich Herr Toyoda vor ein paar Tagen gewünscht hat. Das wird schon noch was mit der Umgewöhnung. Beim Rauchen ist das Abgewöhnen ja auch nicht so einfach.

    Antworten
    • brainDotExe meint

      12.06.2026 um 15:00

      Warum sollte man auf Dinge die man liebt verzichten, wenn es auch Möglichkeiten gibt diese bei der Antriebswende attraktiv umzusetzen?

      Antworten
    • Bär (NL) meint

      12.06.2026 um 15:03

      https://www.amazon.de/auto-lufterfrischer/s?k=auto+lufterfrischer
      Demnächst erhältlich – mit Benzingeruch! :)

      Antworten
    • Referendar meint

      12.06.2026 um 17:35

      Welcher Verbrenner hat denn Benzingeruch im Innenraum? Wenn ja, dann schnellstmöglich eine Werkstatt ansteuern.

      Antworten

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