Hyundai bereitet laut dem Portal Carsales vor, seine Technologie für simulierte Gangwechsel und künstliche Motorsounds auf mehr elektrische Modelle außerhalb der N-Reihe auszuweiten. Vorausgegangen sei positives Feedback zur Technik im Ioniq 5 N. Die Systeme ahmen Schaltpunkte und Klang benzinbetriebener Modelle nach und wurden zudem im großen SUV Ioniq 9 integriert, um die Reaktion von Käufern zu testen.
Die geplante Ausweitung betrifft weitere Elektroautos außerhalb der N-Performance-Reihe. Die per Knopfdruck ein- oder ausschaltbare Technik ist derzeit im Ioniq 5 N, im Ioniq 6 N und im nicht zur N-Reihe gehörenden Ioniq 9 zu finden. Basismodelle sollen außen vor bleiben, weil sie nicht genügend Leistung bieten.
Raf van Nuffel, Produkt-Vizepräsident von Hyundai Europe, sagte gegenüber Carsales: „Wir wollen wirklich ein echtes Fahrerlebnis haben – nicht nur den Sound, sondern auch ein wenig vom Schub.“ Zugleich erklärte er, die Technik sei nicht auf die sportliche Submarke N begrenzt. Es gebe jedoch Anforderungen, weil ein Mindestmaß an Leistung nötig sei, um das kupplungsartige Gefühl zu erzeugen.
„Wir werden es nicht über die gesamte Palette hinweg anbieten, aber definitiv kommt noch mehr, ohne dass man immer gleich 600 PS haben muss“, so Van Nuffel. Laut dem Bericht soll sich die Einführung auf Varianten mit mittlerer und höherer Leistung konzentrieren. Entsprechend sollte niemand mit Zwischengas beim Herunterschalten im E-Kleinstwagen Inster oder im kompakten Ioniq 3 rechnen. Für den regulären Ioniq 3 soll später allerdings eine Version mit rund 150 kW/204 PS eingeführt werden. Die erwartete N-Version würde die simulierten Gangwechsel und künstlichen Motorsounds den Angaben zufolge sicher erhalten.

F. K. Fast meint
Wenn es hilft, mehr Kunden anzulocken, warum nicht (solange es nur im Innenraum zu hören ist). Citroen hatte vor Jahren Duftkartuschen im Angebot. So etwas noch einbauen und Benzinduft anbieten, wäre auch eine Idee. Vielleicht hat aber Citroen da ein Patent drauf?
Dirk Müller-Paul meint
Wie gestört und gebrainwashed muss man sein, dass man diese Nachteile von Verbrennern unbedingt haben will? Vielleicht auch noch Brummen und Vibrationen im Stand?
Ich geniesse das sanfte und nachdrückliche Beschleunigen ohne Geruckel und Gezuppel und Geröhre an jeder Ampel.
brainDotExe meint
Schön wenn dir das gefällt. Viele andere Leute wollen halt mehr Feedback und guten Sound vom Antriebsstrang.
Es geht ja nicht darum möglichst entspannt vom A nach B zu kommen, sondern möglichst viel Spaß am Fahren zu haben.
South meint
Ich glaube, dass der Bedarf an solchen Spielchen, wie Verbrennersound, Schalten oder künstlichem ruckeln, deutlich überschätzt wird. Bei Sportwagen mag das noch irgendwie logisch sein, aber bei allen anderen Autos wirkt das eher affig. Also mein neues eAuto hat den Sound auch und das wird das erste sein, was ich ausschalten werde. Ist doch ne Veralberung, weiss doch jeder, dass das ein eAuto ist… und ich bin ja heilfroh, dass es eben kein Verbrenner mehr ist…
eBikerin meint
Der Sound ist meines Wissens nach bei allen dieser Autos im Innenraum. Das nervige Warngeräusch für Außen kann man meines Wissen nach nicht abstellen, weil Vorschrift.
Future meint
Jetzt fehlt nur noch der Benzingeruch, so wie ihn sich Herr Toyoda vor ein paar Tagen gewünscht hat. Das wird schon noch was mit der Umgewöhnung. Beim Rauchen ist das Abgewöhnen ja auch nicht so einfach.
brainDotExe meint
Warum sollte man auf Dinge die man liebt verzichten, wenn es auch Möglichkeiten gibt diese bei der Antriebswende attraktiv umzusetzen?
Bär (NL) meint
https://www.amazon.de/auto-lufterfrischer/s?k=auto+lufterfrischer
Demnächst erhältlich – mit Benzingeruch! :)
Referendar meint
Welcher Verbrenner hat denn Benzingeruch im Innenraum? Wenn ja, dann schnellstmöglich eine Werkstatt ansteuern.