Die bisherigen Elektroautos von Mercedes hatten ein „EQ“ im Namen, etwa die Limousinen EQE und EQS als Vollstromer-Pendants zu E- und S-Klasse-Verbrenner. Später ging die Marke dazu über, die regulären Modellnamen zu nutzen und „mit EQ Technologie“ anzuhängen – so beim G 580 mit EQ Technologie. Zwischenzeitlich wurden zudem Plug-in-Hybride mit dem Zusatz „EQ Power“ gekennzeichnet. Doch nun trennt man sich offenbar von der E-Auto-Submarke.
Die neuen Elektroautos der Stuttgarter werden laut dem auf den Hersteller spezialisierten Portal MB Passion Blog künftig schlicht mit dem Zusatz „Elektrisch“ gekennzeichnet. Das kennt man schon vom neuen CLA und der kommenden ersten Batterie-Version der C-Klasse.
Bereits bei der Einführung der „EQ“-Submarke habe es intern ein Ablaufdatum für die Bezeichnung gegeben, so der Bericht. Nun sollen E-Autos nicht mehr als eigene Produktlinie neben den bekannten Baureihen angeboten, sondern wieder vollständig in die jeweilige Modellfamilie integriert werden. „Kunden können künftig beispielsweise zwischen verschiedenen Antriebsarten innerhalb einer Baureihe wählen, ohne dass sich die Namen der Fahrzeuge grundsätzlich unterscheiden“, erklärt MB Passion Blog.
Am Heck zeigt sich demnach künftig lediglich die klassische Modellbezeichnung mit der Leistungs- und Ausstattungsangabe, etwa „GLB 400 4MATIC“. Der Hinweis auf den Elektroantrieb erfolgt nicht mehr mit dem Kürzel EQ, sondern nur noch über die Modellinformationen und die Fahrzeugausstattung.
Mit der neuen Strategie wolle Mercedes-Benz die Trennung zwischen Elektro- und Verbrennerfahrzeugen aufheben und Elektromobilität als normalen Bestandteil des gesamten Modellprogramms etablieren, meint MB Passion Blog. Die Submarke EQ sei damit vor allem eine Übergangslösung auf dem Weg zur vollständigen Integration elektrischer Antriebe gewesen.
Die Änderung bei der Bezeichnung ist nicht die einzige Anpassung der Elektroauto-Strategie von Mercedes. Auch von der für bestmögliche Aerodynamik und Effizienz für hohe Reichweite optimierten eigenständigen Optik geht man auf Abstand. Das rundliche, fließend und stromlinienförmige Design der EQ-Limousinen und -SUV kam bei den Kunden nicht gut an. Die trotz guter Technik schwachen E-Auto-Verkäufe sollen nun durch an den konventionellen Modellen orientiertes Design angekurbelt werden.

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