Der chinesische Elektroautohersteller Nio schließt seinen Standort am Hamburger Jungfernstieg zum 20. Juli. Wie das Unternehmen dem Portal Elektroauto-News.Net bestätigte, fällt die Aufgabe des erst im Sommer 2024 eröffneten „Nio House“ der Hansestadt in die aktuelle Phase einer Umstrukturierung und strategischen Straffung der Geschäftstätigkeit auf dem europäischen Markt.
Ein wesentlicher Faktor für die Entscheidung ist laut Nio auch die Baustellensituation unmittelbar vor dem Gebäude. Die dortigen Arbeiten würden mindestens fünf Jahre andauern und beeinträchtigten den Verkehr sowie die Sicherheit. Der Lärm und die Belästigungen verhinderten ein Premium-Erlebnis für Besucher, erklärte ein Sprecher.
In Kombination mit einer allgemeinen Überprüfung der aktuellen Präsenz in Deutschland habe man sich zur Schließung des Hamburger Nio House entschlossen. Zusätzlich vollzieht das Unternehmen einen grundsätzlichen Kurswechsel im Vertrieb. Anstatt auf den digitalen Direktvertrieb mit reinen Showrooms wie dem in Hamburg zu setzen, sollen künftig Händler den Verkauf übernehmen.
In Deutschland wurden zuletzt zudem mehrere Führungspositionen neu besetzt oder blieben vakant. Die Neuzulassungen der Marke Nio in Deutschland beliefen sich im ersten Halbjahr 2026 auf lediglich 15 Fahrzeuge. Weltweit wird derweil in diesem Jahr die Auslieferung von bis zu 500.000 Elektroautos angestrebt.
Trotz des Rückzugs aus Hamburg plant Nio eigener Angabe nach, in Deutschland präsent zu bleiben. Der Vertrieb und Service sollen über verbleibende Nio Houses, sogenannte Nio Hubs sowie ein Partnernetzwerk für Reparaturen fortgeführt werden. Neben dem Hamburger Standort unterhält das chinesische Unternehmen derzeit Standorte in Berlin, Frankfurt und Düsseldorf.
Ob weitere Standorte von der Straffung betroffen sind, ließ Nio offen. Zuvor gab es Berichte über mögliche Prüfungen weiterer Markenstandorte in deutschen Innenstädten aufgrund hoher Mietkosten. Das Management betont jedoch die Bedeutung des deutschen Marktes: „Nio bleibt Europa verpflichtet, und Deutschland ist nach wie vor ein wichtiger Bestandteil dieser Strategie“, so der Sprecher gegenüber Elektroauto-News.Net.

Die Wahrheit meint
Ich wußte garnicht, dass VW einen Standort in Grünheide hat.
Sicher ist, 50% der überfrachteten Modellpalette muss VW einstampfen. Bin mir sicher, das wird nicht reichen.
TESLA ist weit entfernt einer Fabrikschließung. Im Gegenteil, eine Produktionserhöhung folgt der nächsten Rekorderhöhung.
Was bei einem unfähigen Autobauer den Abstieg bedeutet, nutzen andere Autobauer gnadenlos aus. So läuft das in dem Buisiness.
M. meint
Münchhausen, in deinem Eifer hast du dich verlaufen.
Tesla ist hier nicht das Thema – auch wenn es schmerzt.
VW auch nicht.
Geh doch woanders spielen.
M. meint
Eigentlich ist das doch eine Grundsatzfrage:
Entweder man macht eine Abkehr von der Idee dieser Nio-House Standorte, dann kann man sie alle schließen.
Oder man bleibt dabei, dann muss der Standort eben umziehen zu einer anderen Adresse, an der es keine Baustelle gibt.
Ich denke aber, dass der Weg über etablierte Händler der bessere ist. Die sind näher an der Bevölkerung als Personal im Nio House, dass auf dem Standpunkt steht, man verkaufe Premium Produkte, und der Kunde würde die Preise schon schlucken (was er nicht tut, wie man sieht) – neben Spezialitäten wie 9 (oder 12, das ändert nichts) Wechselstationen in Deutschland verteilt, die einem die horrenden Batteriemieten schmackhaft machen sollen.
Aber dann wird man sich auch an den Umstand gewöhnen, das Händler mitunter Rabatte geben, um das Material im (hauseigenen) Wettbewerb an den Kunden zu bringen, und dass sie natürlich trotzdem noch etwas verdienen wollen.
Das wird nicht einfach werden, Nio in Europa profitabel zu machen.
David meint
Solche Meldungen werden wir noch öfter lesen: Hersteller X schließt Standort in Grünheide, sieht Deutschland aber weiterhin als wichtigen Markt.
Jörg2 meint
Ja, Mercedes hat wohl kein eigenes Autohaus mehr (wenn ich das richtig verfolgt habe).
VW-Händler suchen ihr Heil im Vertrieb chinesischer Fahrzeuge.
eBikerin meint
Mein Gott – ehrlich das ist langsam echt nervig. Wir wissen alle das du ein Problem mit Tesla hast , aber muss man wirklich immer irgend einen Unsinn schreiben, Hauptsache Tesla ist erwähnt? Du bist genauso nervig wie die hardcore Tesla Fans hier.
Ja ich weiss war nicht nett , mal sehen obs trotzdem durch die Moderation geht.
David meint
Ich bin ziemlich stolz auf dich, dass du nach ein paar Jahren schon gemerkt hast, dass ich der Gegenpol zu diesen vielen unkritischen Tesla Fans bin, die hier ihre Unwahrheiten verbreiten. Aber ich falle hier nicht aus der Rolle. Hab ich gar nicht nötig.
Paule meint
Wie oft, was schätzt Du?
Professor meint
Vielleicht gibt’s ja in Berlin, Frankfurt und Düsseldorf auch bald noch Baustellen vor den Stores … hoffen wir mal das Beste ! ;-)
Referendar meint
Dann bleibt wohl nur der Standort Düsseldorf, dort sind Bauarbeiten so gut wie abgeschlossen.
Berlin und Frankfurt große Baustellen in unmittelbarer Nähe der Nio Stores.
Future meint
Vielleicht braucht es viele Baustellen vor allen Autohändlern im Land, damit es endlich mal weniger Autos auf deutschen Straßen gibt. Das ist ein interessanter Gedanke. Man könnte den Autohändlern beispielsweise auch große Fahrradstraßen vor die Nase setzen, damit sie schlechter zu erreichen sind. Es gäbe da schon noch viele Möglichkeiten, um Autos aus den Städten auszusperren oder sie mindestens stärker zurückzudrängen. Ich bin da zuversichtlich.
Diese Showrooms von Nio in Berlin und BYD gleich in der Nähe habe ich auch nie verstanden. Natürlich sind die großen asiatischen Flagshipstores auch um die Ecke – aber das ist doch vor allem eine Gegend für Touristen.
eBikerin meint
„um Autos aus den Städten auszusperren“
Wäre aber irgendwie schade um deinen i3 , oder?
Oder gehts nur um die Autos der anderen?
Future meint
Ich fahre schon seit vielen Jahren nur noch mit dem ICE nach Berlin und nehme dann einen der vielen E-Busse der BVG, besonders gern die Linie 100.
Aber es geht hier nicht um mich, sondern um die gute Zukunft mit viel weniger Autos als heute. Es ist ein eben kein Platz mehr in den Städten und dafür braucht es Lösungen. Eine gute Lösung, die ich hier schon häufig beschrieben habe, ist die chinesische Zulassungslotterie. Aber es gibt viele Möglichkeiten.
Referendar meint
Gute Idee mit den Fahrradstraßen, aber das wird Nio nicht retten, die bauen Autos und keine Fahrräder.
eBikerin meint
Tja wenn die hier Standorte hätten, dann könnten die ganz viele schliessen.
Traditionelles Baustellen Inferno – wie jedes Jahr. Ich frag mich manchmal echt warum die das nie schaffen dass mal zu koordinieren.