Mercedes-Benz verzeichnete im zweiten Quartal des laufenden Jahres eine Steigerung des Konzernergebnisses um 13,5 Prozent auf rund 1,09 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, in dem der Gewinn bei 957 Millionen Euro lag, konnte das Unternehmen den Gewinn somit deutlich erhöhen. Das operative Ergebnis (EBIT) stieg dabei um 21,5 Prozent auf etwa 1,55 Milliarden Euro.
Der Zuwachs wurde durch verbesserte Effizienz, höhere Produktivität sowie Kostenmaßnahmen aus einem Sparprogramm gestützt. Die Sparten Vans und Financial Services konnten die Schwäche der Pkw-Sparte kompensieren.
Trotz des Gewinnwachstums sank der Gesamtumsatz um 3,3 Prozent auf etwas mehr als 32 Milliarden Euro. In der Autosparte sank der Gewinn um 26 Prozent. Der Absatz von Pkw und Vans ging insgesamt um sechs Prozent auf rund 512.000 Fahrzeuge zurück. Hauptverantwortlich für diesen Rückgang war das Geschäft in China, wo die Verkaufszahlen bei den Pkw um 30 Prozent einbrachen. Zuwächse in Europa um 4 Prozent und in den USA um 10 Prozent konnten diesen Einbruch nicht ausgleichen.
Im Bereich der Elektroautos stieg der Absatz im zweiten Quartal auf 52.852 Einheiten, was einem Plus von knapp 51 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Allein in Europa erhöhten sich die Verkaufszahlen um 87 Prozent. Bei Mercedes-Benz Cars wird nun erwartet, dass der Anteil elektrifizierter Fahrzeuge (xEV) 23 bis 25 Prozent erreicht (zuvor 21 bis 23 %), unterstützt durch den weiteren Hochlauf neuer vollelektrischer Modelle in der zweiten Jahreshälfte.
Gleichzeitig prognostiziert das Unternehmen vor dem Hintergrund des weiterhin herausfordernden Marktumfelds in China nun einen Absatz von Mercedes-Benz Cars leicht unter Vorjahresniveau (zuvor „auf Vorjahresniveau“). Entsprechend wird auch für den Konzernumsatz nun ein Wert leicht unter Vorjahresniveau erwartet (zuvor „auf Vorjahresniveau“).
Bei den Kleinlastwagen von Mercedes-Benz Vans stieg der Absatz leicht auf rund 94.000 Fahrzeuge (davon etwa 11.000 E-Fahrzeuge), während Umsatz und operativer Gewinn um etwa 5 beziehungsweise knapp 3 Prozent zunahmen. Auch im Finanzbereich stieg der operative Gewinn, nämlich um 70 Prozent.
„Auch in einem anspruchsvollen Marktumfeld sind wir im zweiten Quartal auf Kurs geblieben und haben unsere Modelloffensive beschleunigt“, so Konzernchef Ola Källenius. „Die Resonanz unserer Kundinnen und Kunden auf die neuen Modelle ist sehr positiv: Der Absatz unserer elektrischen Pkw stieg um 51 %, der BEV-Auftragseingang in Europa hat sich im Quartal mehr als verdoppelt. In der zweiten Jahreshälfte konzentrieren wir uns darauf, mehr neue Modelle zu unseren Kundinnen und Kunden zu bringen und unsere Kostenposition sowie Produktivität weiter zu verbessern.“

Futureman meint
Noch besser wäre die Überschrift, wenn nur der Finanzbereich gewählt würde (über 70% Steigerung). Bei anderen Herstellern wäre aber eher der Fokus auf dem starken Gewinneinbruch bei der Autosparte in den Vordergrund gerückt worden.
Immerhin schön, dass auch bei Mercedes der E-Anteil steil wächst bei Gleichzeitig weniger Gesamtverkäufen, sprich starken Einbruch bei Verbrennern.
MK meint
@Futureman:
Bei welchem Hersteller soll das denn so sein? Ich habe hier auf dem Portal seit ich das verfolge noch nie gesehen, dass von irgendeinem Konzern das Ergebnis einer einzelnen Sparte maßgeblich für die Überschrift gewesen wäre.
Generell ist es doch so, dass sich ALLE Meldungen zu allen Konzernen, bei denen es um Finanzergebnisse geht, sehr nah an Pressemeldungen der jeweiligen Konzerne orientieren und daher immer das positive in den Fokus stellen.